Sparen, sparen, sparen vaamo will dem Sparschwein das Leben schwer machen

"Bei uns kann wirklich jeder mit minimalem Aufwand und ohne Expertenkenntnisse auf seine persönlichen finanziellen Ziele wie beispielsweise sein Traumhaus, die Ausbildung der Kinder oder einen sorgenfreien Ruhestand sparen", erklärt Mitgründer Yassin Hankir das Konzept von vaamo.
vaamo will dem Sparschwein das Leben schwer machen

Nach laaaanger Vorbereitungszeit (wir warten immerhin schon seit Frühling des vergangenen Jahres auf den Start) lüftet sich endlich der Schleier bei vaamo, dem Start-up mit einem süßen Eichhörnchen im Logo. “Wir machen mit vaamo Geldanlegen so einfach wie Tagesgeld und bieten damit deutschen Sparern endlich einen Ausweg aus dem Dilemma der Nullzinsen”, sagt Mitgründer Yassin Hankir (früher McKinsey) zum Konzept. Zum Frankfurter FinTech-Start-up gehören ansonsten noch Thomas Bloch (früher bei J.P. Morgan) und Oliver Vins (früher McKinsey).

“Bei uns kann wirklich jeder mit minimalem Aufwand und ohne Expertenkenntnisse auf seine persönlichen finanziellen Ziele wie beispielsweise sein Traumhaus, die Ausbildung der Kinder oder einen sorgenfreien Ruhestand sparen. Dazu stellen wir die Ziele unserer Kunden in den Vordergrund und nicht komplizierte Finanzprodukte”, erklärt Hankir das Konzept von vaamo weiter. Nach der simplen Registrierung poppt erst einmal der Hinweis “Du hast noch kein Sparziel angelegt” auf. Direkt darunter kann man dann ein neues bzw. ein erstes Sparziel angeben. Zur Auswahl stehen etwa Altersvorsorge, Ausbildung oder Notgroschen.

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Man muss sich somit tatsächlich nicht mit Anlageformen auseinandersetzen, sondern damit, worum es einem selbst wirklich geht. Ein Diagramm und eine Schieber sollen dann des Start in die vaamo-Welt erleichtern. Wenige Klicks weiter und das Sparvorhaben kann beginnen. Wenig Aufwand somit für ein Eichhörnchen, das seine Nüsse vermehren will. vaamo selbst ist aber selbstverständlich keine Bank, das Start-up arbeitet zur Depotführung und Transaktionsabwicklung mit der Fondsplattform FFB zusammen.

“Bis Mitte 2015 wollen wir 3.000 Kunden gewinnen und von vaamo begeistern sowie einige neue spannende Produktfeatures ausrollen, um dann mit Vollgas unsere Wachstumsphase zu starten”, sagt Hankir. Bis Ende 2018 will das Unternehmen dann “insgesamt 100.000 Kunden mit einem Gesamtanlagevermögen von 1,5 Milliarden Euro gewinnen. Die Kunden zahlen für vaamo eine pauschale Servicegebühr, diese beträgt 0,49 bis 1,19 % pro Jahr – bezogen auf ihr durchschnittliches Anlagevolumen. Diese Pauschale beinhaltet neben der Depotführung auch alle Wertpapierkäufe und -verkäufe. Zusätzliche Transaktionskosten fallen nicht an. “Umsatzerlöse von Drittparteien durch Vertriebs- oder Bestandprovisionen für Finanzprodukte erzielen wir im Gegensatz zu traditionellen Banken und Finanzdienstleistern ganz bewusst nicht. Damit stellen wir sicher, dass Kunden- und vaamo-Interessen immer gleichgerichtet sind und keinerlei Fehlanreize bestehen”, sagt vaamo.

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Wie attraktiv die Zielgruppe Kleinsparer und Geldanleger ist, zeigt WeltSparen. Seit Ende 2013 ist das Start-up von Berlin aus unterwegs, um “den deutschen Sparern die besten Zinsen in Europa [zu] bieten” – kostenlos. Die Plattform zeigt sich als Vermittlungs-Marktplatz für Festgeldanlagen bei europäischen Kreditinstituten. WeltSparen ist selbst keine Bank und kooperiert deswegen mit der Frankfurter MHB-Bank, die das Festgeld nach Kundenwunsch anlegt, auch bei mehreren Banken. Direkten Kontakt haben Kunden mit der MHB-Bank allerdings nicht, dazu offeriert WeltSparen ein kostenloses Verrechnungskonto im eigenen Banking-Portal. Index Ventures investierte kürzlich 7,5 Millionen Euro in das junge Unternehmen.

Foto: Front closeup image of a blue piggy bank with copy space from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  • Thomas

    Naja, 4-6% “prognostizierte Rendite” abzüglich der “pauschalen Servicegebühr” von “0,49 bis 1,19 % pro Jahr” ist in etwa das glecihe, was man bei jeder 08/15-Sparmaßnahme bei der Bank oder einer Versicherung et. auch erhält und liegt deutlich unter der Realinflation. Also bisher kann ich da keinen wirklichen Vorteil für den Sparer erkennen

    • http://vaamo.de Yassin Hankir

      Hallo Thomas, einen guten Überblick über das aktuelle
      Zinsniveau klassischer Anlageformen wie Tagesgeld (0,63% p.a.) und Festgeld (12
      Monate 0,57% p.a.) sowie die Höhe der Inflationsrate (0,9% p.a.) findest
      Du unter: http://fmh-index.fmh-rechner.de/fmh-index/zinsentwicklung/schnellversion/
      Neben einer attraktiven Nettorendite bietet Dir vaamo den Vorteil, dass Du
      Deine persönlichen Sparziele einfach verständlich und mit minimalem Aufwand
      planen und jederzeit flexibel verwalten kannst, ohne Expertenkenntnisse zu
      benötigen oder Dich mit komplexen Wertpapiertransaktionen herumschlagen zu
      müssen. Zudem informiert Dich vaamo ständig über den aktuellen Status Deiner
      Ziele und schlägt Dir automatisch Lösungsmöglichkeiten vor, falls
      Anpassungsbedarf besteht. Dadurch bleibst Du jederzeit auf Kurs, um Dein finanziellen
      Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Und das ganz ohne Mindestanlagebeträge und
      immer täglich verfügbar. Das gibt es so bei keinem anderen Anbieter in
      Deutschland. Beste Grüße, Yassin.

      • Heiko

        Bei Tagesgeld gibt es garantiert bis zu 1,4% p.a. Zinsen von ein paar Autobauer und Direktbanken auf bis zu 100.000 Euro und das ganz ohne Gebühren mit Einlagensicherung und jederzeit verfügbar. Tagesgeldvergleich wohl noch nie genutzt? Was bekomme ich bei Vaamo, vielleicht auch -4% Prozent und mehr Verlust und die Servicegebühr obendrauf, wer braucht das?

  • Siman

    Herr Thomas – was ist denn Ihr Begriff von Realinflation…?

  • Heiko

    Wieder nur ein Vermittler der nur Provisionen vo mKleinsparern einstreichen will und bei dem der Kunde das volle Risiko trägt. Was ist daran besser als bei irgendeiner Bank?

  • Christian Fritschen

    vaamo ist ein teurer Spass! Man muss sich als Anleger darüber klar sein, wofür man 1.19% der Anlagesumme jährlich bezahlen soll: Man bekommt neben einem jährlichen Rebalancing eine Web-Oberfläche, auf der man sieht, wann man sein Sparziel voraussichtlich erreichen wird. Für die Prognose gibt aber NIEMAND eine Garantie ab. Bei 10.000 € Anlagesumme sind das rund 120 € pro Jahr. Läuft der Aktienmarkt schlecht, ist der Betrag natürlich trotzdem fällig…

    Mein Ratschlag: Die ETFs lieber selbst kaufen, damit spart man eine Menge Gebühren

  • Christian Fritschen

    Teurer Spass! Man muss sich als Anleger darüber klar sein, wofür man 1.19% der Anlagesumme jährlich bezahlen soll: Man bekommt neben einem Rebalancing eine Web-Oberfläche, auf der man sieht, wann man sein Sparziel voraussichtlich erreichen wird. Für die Prognose gibt aber NIEMAND eine Garantie ab. Bei 10.000 € Anlagesumme sind das rund 120 € pro Jahr. Läuft der Aktienmarkt schlecht, ist der Betrag natürlich trotzdem fällig.

    Mein Ratschlag: Die ETFs lieber selbst kaufen, damit spart man eine Menge Gebühren

  • Christian Fritschen

    Wow! Mein Kommentar zu den vaamo-Gebühren wurde jetzt schon 2mal wieder gelöscht? Sind keine kritischen Stimmen erwünscht?

  • Clemens

    Genau die gleichen schwafeler wie andere Banken. Nur, bei Banken weiß man ja heutzutage worauf man sich einlässt. Die drei versuchen das böse Image mit einem nett schauenden Eichhörnchen zu kaschieren. Mit Vergangenheitswerten Prognosen abzugeben, wann ich wie viel gespart bekoemme und zu welchem Zeitpunkt ist der größte Beschiss. Und das wissen die.
    Ja, ich möchte in 5 Jahren verreisen. Meine Sparrate ist x und Risikoneigung ist y. Ohh, ich bekomme eine schöne Grafik und alles gut und dann wacht man auf.

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