Kurzmitteilungen: German Startups Group, Audiomagnet, Doogood, myMobai, Picopay

Jeden Tag prasseln auf die Redaktion von deutsche-startups.de unzählige branchenrelevante Nachrichten aller Art ein. An manchen Tagen fluten mehrere hundert Mails mit aktuellen Neuigkeiten aus der Internetwelt unsere Postfächer. Leider können wir nicht […]
Kurzmitteilungen: German Startups Group, Audiomagnet, Doogood, myMobai, Picopay

Jeden Tag prasseln auf die Redaktion von deutsche-startups.de unzählige branchenrelevante Nachrichten aller Art ein. An manchen Tagen fluten mehrere hundert Mails mit aktuellen Neuigkeiten aus der Internetwelt unsere Postfächer. Leider können wir nicht alle passenden Neuigkeiten in aller Ausführlichkeit weiterverbreiten. In unserer Rubrik “Kurzmitteilungen” gibt es deswegen regelmäßig aktuelle Neuigkeiten in Kurzform. Weniger wichtig sind diese Neuigkeiten deswegen aber nicht, nur kürzer! Gerne befassen wir uns auch mit ihrer Start-up-Nachricht, schicken Sie uns einfach eine Mail. Heute geht es um den neuen Berliner Kapitalgeber German Startups Group sowie die vier gestrauchelten Start-ups Audiomagnet, Doogood, myMobai und Picopay.

German Startups Group will junge Start-ups fördern

Neuer Kapitalgeber: Mit der German Startups Group (www.germanstartupsgroup.de) betritt einer neuer Seed Venture Capital-Anbieter die deutsche Gründerszene. Hinter der Beteiligungsgesellschaft, die auf “junge Unternehmen der digitalen Wirtschaft” spezialisiert ist, stecken mit Christoph Gerlingerm, ehemals Frogster, und Alexander Kölpin, ehemals BerlinPartner, zwei bekannte Szenegänger- und -kenner. Zum Start will das Duo “mehreren Millionen Euro” in frische Internet-Start-ups investieren. “Im ersten Schritt investieren wir 50.000 bis 250.000 in Minderheitsbeteiligungen an Start-ups, gerne auch gemeinsam mit anderen Investoren. Die German Startups Group schließt damit die Lücke zwischen Business Angel- und klassischer VC-Finanzierung. Wir legen dabei großen Wert auf Investmentkriterien wie disruptive Innovation in Produkt oder Geschäftsmodell, hohe Skalierbarkeit und unternehmerisches Talent”, sagt Gerlinger. “Besonders wichtig für eine mehrjährige Beziehung ist uns aber auch Spaß an der gemeinsamen Arbeit, darum muss auf beiden Seiten die Chemie stimmen.”

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Audiomagnet schließt die Pforten

Offline: Audiomagnet (www.audiomagnet.com), eine Selbstvermarktungsplattform für Musiker, existiert nicht mehr. “Leider müssen wir die audiomagnet-Plattform schließen. Von Beginn an, also seit Sommer 2009 haben wir versucht, Euch den bestmöglichen Service und die optimalen Produkte für die Vermarktung Eurer Musik anzubieten, aber leider hat audiomagnet nicht die Beliebtheit und Reichweite erlangt, um sich wirtschaftlich tragen zu können”, teilen die Betreiber mit. Das Start-up wurde von Timo Senechal und Amke Block gegründet. Audiomagnet wird unter anderem vom MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg unterstützt. Audiomagnet bot Künstlern mehrere Wege, ihre Musik im Web zu verbreiten – unter anderem über Social Networks. Zum kostenlosen Angebot gehörte auch ein Merchandising-On-Demand-Shop, der in Zusammenarbeit mit Spreadshirt angeboten wurde.

Doogood insolvent

Aus und vorbei? Das Münchner Start-up Doogood (www.doogood.org), eine “Netzwerk für soziale Verantwortung” ist insolvent. Das Insolvenzverfahren wurde bereits Ende Juli eröffnet. Doogood vermittelt Menschen, die sich sozial engagieren wollen, an Institutionen mit passenden Projekten. Und so funktioniert die Vermittlung: Sozialinstitutionen, gemeinnützige Vereine oder Gemeinden füllen ein Profil aus, in dem die Art der benötigten Hilfe und der gewünschte Zeitraum beschrieben werden. Ebenso erstellen auch die Ehrenamtssuchenden ein persönliches Profil. Doogood gleicht die Angaben miteinander ab und schlägt Helfern passende Projekte vor. Für jede geleistete Stunde im Ehrenamt sammeln Helfer dabei Punkte ein. Diese können sie gegen Sachgeschenke einlösen, allerdings nur dann, wenn sie Premiummitglieder sind. Offenbar kam das Konzept nicht an: Die Doogood Dienstleistungsgesellschaft mbH, als Teil der verzweigten Doogood-Familie (Stiftung, Verein, gemeinnützige GmbH) schlitterte ungebremst in die Insolvenz.

myMobai insolvent

Offline: Das Desdener Start-up myMobai (www.mymobai.de) ist zahlungsunfähig. Bereits Anfang Juli wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Wie so oft in den vergangenen Monaten scheiterte zuvor eine Finanzierungsrunde. “Die Assets, Patente und das Couponing-System Skyrocket, werden nun gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter verkauft. Mittlerweile gibt es dafür fünf Unternehmen, die an den Assets interessiert sind”, schreibt MyMobai-Gründer André Reif bei mobilbranche.de.”Es war eine tolle Zeit. Ich bin allen Beteiligen, meinen ehemaligen Mitarbeiter – alle ganz tolle Menschen, den Kunden und Kooperationspartnern und für die Möglichkeit meine persönlichen Horizont so erweitern zu können, dankbar. Ich habe viel dazu gelernt”, lautet das Fazit des myMobai-Gründers. myMobai war einer der deutschen Pioniere in Sachen Mobile Couponing.

Picopay gibt es nicht mehr

Offline: Das 2010 gestartete Hamburger Start-up Picopay (www.picopay.de) wollte Verlagen mit seiner One-Click-Bezahlmethode beim Verkauf von Onlineartikeln helfen. Ohne Erfolg – seit wenigen Wochen gibt es Picopay nicht mehr. “Ein neues Denken in die Branchen zu bringen, mit den gängigen Modellen mitzuhalten, war sehr schwierig”, sagte Mitgründer Andreas Stehling gegenüber “Gründerszene“. Nutzer mussten bei Picopay lediglich ihre Mail-Adresse angeben und bekamen nach deren Verifizierung ein Startguthaben gutgeschrieben. War das Geld aufgebraucht, wurde der Kunde aufgefordert, ein Konto anzulegen und eine Zahlungsmöglichkeit zu hinterlegen. In Folge buchte Picopay immer dann, wenn ein gewisser Wert erreicht war, das Geld ab und leitete es abzüglich einer Gebühr an die Anbieter – zum Beispiel Verlage – weiter. Weitere Start-ups, die es nicht mehr gibt, finden Sie in unserem Special Offline

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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