Unglaublich, aber wahr: 5 Abo-Rezeptdienste buhlen in Deutschland bereits um Nutzer

Der Wiener Internet-Inkubator i5invest bringt seinen Lebensmittel- und Rezeptdienst KochAbo (www.kochabo.de), der im März in Österreich an den Start ging, nach Deutschland. Damit sind hierzulande nun fünf nahezu identische Konzepte unterwegs, die ihren […]
Unglaublich, aber wahr: 5 Abo-Rezeptdienste buhlen in Deutschland bereits um Nutzer

Der Wiener Internet-Inkubator i5invest bringt seinen Lebensmittel- und Rezeptdienst KochAbo (www.kochabo.de), der im März in Österreich an den Start ging, nach Deutschland. Damit sind hierzulande nun fünf nahezu identische Konzepte unterwegs, die ihren Nutzern Rezepte und die passenden Zutaten direkt nach Hause liefern. Die Konkurrenten von KochAbo.de heißen HelloFresh (www.hellofresh.de), Kochzauber (www.kochzauber.de), KommtEssen (www.kommtessen.de) und Unsere Schlemmertüte (www.schlemmertuete.de). Reichlich Anbieter in einem Segment, dass erst noch Entstehen muss. Fünf Rezeptdienste werden auf lange Sicht auf dem deutschen Markt kaum Bestehen können!

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Das Konzept, Lebensmittel und Rezepte im Abo, stammt ursprünglich aus Schweden, wo Middagsfrid – gegründet von Kicki Theander – schon seit 2007 für das friedliche Familienzusammensein sorgt (Middagsfrid = “Abendessenfrieden”). In Deutschland führt Lisa Rentrop, ebenfalls mit skandinavischen Wurzeln, die Geschäfte des oben erwähnten Ablegers KommtEssen. Ebenfalls aus Schweden stammt Linas Matkasse (www.linasmatkasse.se). Als Unsere Schlemmertüte ging der Anbieter Ende des vergangenen Jahres in Deutschland an den Start. An der schwedischen Mutterfirma ist Acton Capital beteiligt.

Bekannte Kapitalgeber bearbeiten das Segment

Der bekannte Kapitalgeber stieg bei Linas Matkasse vor allem ein, um das Konzept nach Deutschland zu bringen. Auch die anderen Abo-Rezeptdienste werden von bekannten Kapitalgebern unterstützt: HelloFresh wurde gegen Ende des vergangenen Jahres vom Berliner Inkubator Rocket Internet von der Leine gelassen. Rocket exportierte das Konzept bisher unter anderem nach Frankreich, die Niederlande, Großbritannien, Österreich und Australien. Kochzauber wiederum wird von Project A Ventures, dem neuen Inkubator des Ex-Rocket Internet-Teams um Christian Weiß, vorangetrieben. Somit liefern sich im Segment der Abo-Rezeptdienste gleich mehrere Inkubatoren und Kapitalgeber ein wildes Gefecht.

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Langfristig werden zumindest einige der fünf Abo-Rezeptdienste sehr, sehr wahrscheinlich auf der Strecke bleiben. Für alle Anbieter ist das Segment hüchstwahrscheinlich zu klein. Zumal die potenziellen Nutzer im Lande das Konzept erst einmal kennen lernen müssen. Vorteil für alle Anbieter: Jeder bearbeitet das Segment auch für die anderen. Nachteil: Es fehlen Alleinstellungsmerkmale. Die Konzepte sind alle nahezu identisch. Lisa Rentrop, Geschäftsführerin von KommEssen sieht den massiven Wettbewerb momentan noch recht entspannt: “Ich glaube nicht, dass es ein ‘winner takes it all’-Segment ist. In Schweden zum Beispiel tummeln sich über 30 Unternehmen in dem Segment. Manche davon sind natürlich sehr klein oder lokal, aber drei bis vier sind bereits recht groß”. In Schweden sind Abo-Rezeptdienste aber schon teilweise seit fünf Jahren unterwegs. Fraglich, dass die hochfinanzierten deutschen Abodienste so viel Zeit bekommen, ihre Nutzer zu finden.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Mark Peter

    In Schweden ist die Entfernung zum Supermarkt idR auch deutlich höher…

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  3. In Schweden ist vielleicht auch die Bereitschaft größer, für gutes Essen mehr Geld auszugeben. In Deutschland sind doch die Lebensmittelpreise niedrig wie nirgendwo sonst und die Leute kaufen sehr preissensibel ein.

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  6. Tom

    Ihr habt das Kochhaus vergessen! Dabei sind das die einzigen mit einem Alleinstellungsmerkmal:

    Beim Kochhaus können sich Kunden ihr Menü aus 18 Gerichten selbst zusammenstellen und müssen nicht immer “essen, was auf den Tisch kommt”. Leider gibt’s die bislang nur in Berlin oder Hamburg, aber eine super Idee ist es trotzdem.

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  11. Uta

    Super einfach, muss sich keine Gedanken mehr darüber machen was man Kochen will, nichts einkaufen – nur kochen und schlemmen.



  12. Ralf

    Wir haben 5 Anbieter getestet – fast alle haben uns überzeugt.

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