Vom Kauf bis zum Verkauf: Itembase managed Daten von gekauften Produkten

Wer heute ein Produkt kauft, hat die Qual der Wahl zwischen unzähligen Tools, die bei der Kaufentscheidung helfen oder günstige Deals ermöglichen. „Doch sobald man etwas gekauft hat, lassen einen die Anbieter alleine“, […]
Vom Kauf bis zum Verkauf: Itembase managed Daten von gekauften Produkten

Wer heute ein Produkt kauft, hat die Qual der Wahl zwischen unzähligen Tools, die bei der Kaufentscheidung helfen oder günstige Deals ermöglichen. „Doch sobald man etwas gekauft hat, lassen einen die Anbieter alleine“, beklagt sich Stefan Jørgensen. Der Däne hat in Berlin Itembase (www.itembase.com) gegründet, ein Start-up, das Nutzern im Anschluss an ihre Produktkäufe behilflich sein will. Der cloud-basierte Shopping-Manager bündelt alle Rechnungen, Quittungen, Garantien und Bedienungsanleitungen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln. Ein erwünschter Nebeneffekt ist, dass sich Gegenstände unkompliziert wiederverkaufen lassen, da alle nötigen Daten gebündelt vorliegen.

Emails an Itembase weiterleiten oder gleich mit einer Itembase-Emailadresse shoppen

Als „Bestandsverzeichnis für alles und jeden“ beschreibt Jørgensen sein Start-up. Dass die Archivierung von Produktdaten nicht nur der Ordnung halber Sinn macht, weiß jeder, der des Öfteren Dinge bei Ebay verkauft und detaillierte Produktangaben einstellen will. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das cloud-basierte System mit allen wichtigen Dokumenten zu füttern: Nutzer können die per Mail geschickten Belege einfach an Itembase weiterleiten. Alternativ gibt es die Möglichkeit, bereits mit einer Itembase-Email-Adresse zu shoppen, dann landen die Belege automatisiert im Archivierungs-Ordner und werden gefiltert. In Zukunft soll es außerdem möglich sein, Offline-Rechnungen zu fotografieren und unkompliziert an Itembase zu verschicken.

In Deutschland und Dänemark sind die Berliner – zum Team gehört noch Ramo Karahasan – gerade mit der Private Beta gestartet. Aber auch in den USA hat Itembase schon auf sich aufmerksam gemacht und einen Startup-Pitch gewonnen. Die erste Finanzierung steht ebenfalls: Rheingau Founders investierte in einer Seedrunde in das Start-up, nun schaut sich das Team nach weiteren Investoren um. Zum Start können Nutzer Elektronikprodukte archivieren lassen, weitere Produktsparten kommen nach und nach hinzu. „Wir sind bereits mit Partnern im Modebereich im Gespräch“, so Jørgensen.

Social-Faktor: Käufe und Erfahrungen teilen

Im Gegensatz zu Mitbewerbern wie z.B. Slice (www.slice.com) fokussiert sich Itembase mehr auf den Kauf und Wiederkauf von Produkten und nicht auf das bloße Archivieren von Quittungen und das Nachverfolgen von Sendungen. Deshalb ist das Teilen von Käufen und Erfahrungen über die Social Media-Kanäle ein wichtiger Faktor. Das Geschäftsmodell basiert ebenfalls auf dem Wiederverkauf von Produkten: Itembase erhält von den Recommerce-Vertreibern wie Ebay und Rebuy Provisionen und verdient darüber hinaus an den Produkt-Empfehlungen. Gerade für Leute, die Produkte gerne nach einer Weile wieder verkaufen, ist Itembase eine tolle Möglichkeit, um den Überblick zu bewahren und wichtige Daten zu bündeln.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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