Die Plaudersoftware Combots ist seit einigen Monaten Geschichte. Die Entwicklung des Kommunikationsdienstes hat das gleichnamige Unternehmen über 50 Millionen Euro gekostet. Bei den Nutzern fand Combots keinen Anklang. Beim Umsatz stand in den Büchern immer eine traurige Null. Einzig eine knapp zehn-prozentige Beteiligung am Börsenliebling United Internet rettete das Unternehmen von Web.de-Gründer Michael Greve vor dem totalen Fiasko.
Bereits zum Ende der Plaudersoftware verkündeten die Karlsruher eine Neuausrichtung des Unternehmens. Geplant ist weiterhin die Entwicklung und der Betrieb von Online-Diensten – mit dem Schwerpunkt Digitale Kommunikation. Konkretere Ansagen gab es bisher nicht. Neben diesem bisher unsichtbaren Geschäftszweig will die Combots AG (www.combots-ag.de) künftig auch in “junge Technologieunternehmen, insbesondere im Bereich Online-Dienste und Kommunikationsprodukte” investieren. “Für das Beteiligungsgeschäft ist dabei bis 2009 ein Investitionsvolumen von bis zu 5 Millionen Euro vorgesehen”, teilt das Unternehmen via Presseaussendung mit.
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Kommentare
Ist schon hart, wieviel Kohle man einfach so verprassen kann…50 Mill. ist ja mal ne Hausnummer…
Kommentar von andreas 19. März 2008 @ 12:2050 Mio verprassen. Meine Güte…
Kommentar von biernot 19. März 2008 @ 12:43mir reicht eine zum verprassen :-D
lg
Kommentar von Bernd 19. März 2008 @ 12:52Cash ist fesch! Gruss TS
Kommentar von Thomas Schulze 19. März 2008 @ 13:00Wie geil – da sieht man, dass Geld alleine nicht genügt, um was auf die Reihe zu kriegen. da ist manch kleine Butze ohne Kohle aber mit Motivation ja produktiver :-)
Interessant auf deren Homepage auch das Zitat: “In der Vergangenheit haben wir WEB.DE gegründet und es zu Deutschlands erfolgreichstem Portal gemacht.”
Mann mann – wenn ich immer reinschreiben würde, was ich “in der Vergangeheit” alles gemacht hab – das interessiert doch nicht. Was macht ihr JETZT – wo geht es hin, was ist der Plan ????? Bisschen dünn als Aussage über das Unternehmen…
Und das auch noch auf der offiziellen Seite…
Peinlich….
Kommentar von Max 19. März 2008 @ 13:08Ich weiß ja nicht, ob ein Unternehmen, dessen Produkt trotz Pauken und Trompeten völlig gescheitert ist, der richtige Investmentpartner ist. ;-)
Kommentar von CBS 19. März 2008 @ 13:16Verstehe garnicht, warum der combots besitzer nicht einfach seinen ruhestand genießt.
Kommentar von Moritz 19. März 2008 @ 13:17Mich würde interessieren, ob man als kleines Startup eine Chance hat, mit so großen Investoren eine Kooperation zu vereinbaren ?
Wenn sich das “Produkt” noch in Entwicklung befindet, dann ist es momentan nahezu unmöglich einen Investor mit VC zu finden.
Die meisten Startups werden doch schon privat vorfinanziert.
Kommentar von Maik 19. März 2008 @ 13:36…die könnten doch bei mucelli investieren ? Die haben auch kein Geschäftsmodell und brauchen Kohle :-)
Kommentar von Mixer 19. März 2008 @ 14:22Klingt für mich relativ sinnvoll.
Wenn ich Kapital habe, aber mir die Ideen fehlen, dann gehe ich dahin wo es Ideen gibt aber das Kapital fehlt.
Ob man bei Combots ein Händchen für die Auswahl der guten Ideen hat wird sich dann noch zeigen müssen.
Kommentar von Philipp Strube 19. März 2008 @ 16:33Auch nett, 50 Mio bei einer Produktentwicklung verschleudern und dann 5 Mio freistellen für zukunftsträchtige Beteiligungen. Vielleicht wäre es andersherum besser gewesen.
Kommentar von Mirko Riedel 19. März 2008 @ 16:42So ein Schwachsinn. Euro 50 Millionen kann es nie gewesen sein. Höchstens, wenn überhaupt Euro 10 Millionen. Sind wir im Kindergarten?
Kommentar von Linda 20. März 2008 @ 01:15@ Linda
50 Millionen können es nicht gewesen? Dann schau dir doch bitte mal die Unternehmensberichte von Combots an. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen knapp 50 Millionen Euro Verlust gemacht. Und außer der Plaudersoftwaren hat COmbots in nichts anderes investiert.
Kommentar von Alexander Hüsing 20. März 2008 @ 07:16Ich brech jetzt mal ne Lanze für Combots.
1. mit Web.de hat man ein sehr erfolgreiches Produkt an den Start gebracht und sehr schön verkauft ca. 420 Mio €
2. Man hat eine große schlagkräftige Truppe aufgebaut die Web.de zum Erfolg geführt hat
Nach dem Verkaf hatt eman folgende Optione
a. zerleg den ganzen Laden in seine Stücke, entlass die Mitarbeiter
b. versuch mit einem guten Team und genug Geld was neues auf die Beine zu stellen und den Erfolg zu wiederholen
Irgendwie finde ich b Unternehmerischer
Kommentar von Sascha 21. März 2008 @ 12:00