Ärger bei Combots

Dem Internetunternehmen “Combots” droht nach einem Bericht von “manager-magazin.de” Ärger bei der Hauptversammlung: “Aktionär Christian Strenger, ehemaliger DWS-Sprecher, beantragt die Ausschüttung des gesamten Bilanzgewinns an die Aktionäre, weil die Geschäftsstrategie wenig Aussichten auf […]

Dem Internetunternehmen “Combots” droht nach einem Bericht von “manager-magazin.de” Ärger bei der Hauptversammlung: “Aktionär Christian Strenger, ehemaliger DWS-Sprecher, beantragt die Ausschüttung des gesamten Bilanzgewinns an die Aktionäre, weil die Geschäftsstrategie wenig Aussichten auf Erfolg habe”. Wer sich die “Combots”-Produkte und deren Akzeptanz bei den Kunden genauer ansehe, schreibt Claus G. Schmalholz, sei geneigt Sprenger zu verstehen. Außer einer prall gefüllten Kasse mit über 496 Millionen Euro habe “Combots” wenig zu bieten, was Potenzial für die Zukunft verspreche.

In der Tat ist die “Combots”-Bilanz mau: Umsätze tauchen in den bisherigen Quartalberichten nicht auf. Im vergangenen Jahr belief sich der Verlust dafür auf 35,3 Millionen Euro (2005: 13,4 Millionen). “Die Eigenkapitalquote sieht dagegen richtig gut aus, sie liegt bei 96,9 Prozent”, schreibt “manager-magazin.de”. “Mit anderen Worten: Die seit Dezember 2005 im Prime Standard gelistete Firma verdient zwar kein Geld, hat aber dennoch jede Menge davon. Im ersten Quartal lagen die liquiden Mittel mit 496 Millionen Euro sogar über dem Börsenwert von rund 420 Millionen Euro”.

Im März dieses Jahres beendete “Combots”, das aus Web.de hervorging, feierlich die siebenmonatige Beta-Phase. Die Karlsruher beschreiben ihr Baby als “Kommunikationstool der nächsten Generation”. Über “Combots” können Nutzer Bilder, Videoclips und sonstige Dateien in Sekundenschnelle austauschen bzw. chatten und kostenlos telefonieren. Dabei ist “Combots” nach Unternehmensangaben “kompatibel zu allen wichtigen Instant Messenger Netzwerken”. Fester Bestandteil der “Combots”-Welt sind bunte Comicfigürchen. Dank diverser Lizenzen stehen auch prominente Publikumslieblinge wie Bugs Bunny, Tweety und Silvester zur Auswahl. Die Grundversion von “Combots” ist kostenlos. Eine kostenpflichtige Premiumversion ist schon eine ganze Weile in Arbeit.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Klingt ja eigentlich ganz interessant, komisch nur, dass gefühlt noch niemand jemals davon gehört hat. Vielleicht sollten Sie mal ein wenig die Vermarktung ihres Produkts investieren…



  2. mike

    schon der download und die installation ist zu kompliziert (selbst für poweruser).

    und das programm an sich auch.

    note 6.

    setzen.

  3. Pingback: Basic Thinking Blog » Combots Lahmbots?

  4. Xing zeigt bei der Suche nach der Firma Combots 114 Ergebnisse.

    Ein StartUp mit mehr als 114 Leuten und knapp 500 Mio. auf dem Konto. Ich kann schon verstehen, dass die Aktionäre ein wenig murren.



  5. Lars

    Wenn man es sich leisten kann, kann man ja warten, bis das Produkt perfekt ist, bis man an die breite Öffentlichkeit geht.

    Und von der Vermarktung her: Bei COMBots hab ich die bis jetzt süßesten Promo-Filme im ganzen Internet gesehen ( http://www.combots.com/tomlily_de.html )
    Schade nur, dass man sie sogar dann kaum findet, wenn man danach sucht.
    Also irgendwie schwankt das Projekt zwischen extremen. Alle Arbeit wird sehr Innovativ und Anspruchsvoll gestaltet (sogar die Werbung) aber keiner sieht es.
    Irgendwie ist da der Wurm drin…oder es ist Absicht.

  6. Pingback: Ernüchternde Bilanz bei Combots :: deutsche-startups.de

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