Combots gibt auf

Die Plauderssoftware “Combots” ist am Ende. Das selbst ernannte “Kommunikationstool der nächsten Generation” wird nicht weiterentwickelt und in seiner jetzigen Form eingestellt. “Hintergrund der Entscheidung ist die unbefriedigende Marktakzeptanz und Selbstverbreitung des Services […]

Die Plauderssoftware “Combots” ist am Ende. Das selbst ernannte “Kommunikationstool der nächsten Generation” wird nicht weiterentwickelt und in seiner jetzigen Form eingestellt. “Hintergrund der Entscheidung ist die unbefriedigende Marktakzeptanz und Selbstverbreitung des Services seit Beendigung der Beta-Phase und der Veröffentlichung der 1.0-Version Mitte März dieses Jahres”, teilt das Unternehmen mit. Auch die Ende August gestartete Offensive half nicht.

Der “Spiegel” schrieb kürzlich, dass der Kommunikationsdienst nur 20.000 Nutzer gewinnen konnte. Die Entwicklung der Kommunikationssoftware hat über 50 Millionen Euro gekostet. Beim Umsatz stand in den Büchern immer eine traurige Null. Nun soll das glücklose Unternehmen Combots, welches weiter mit 9,27 % an Börsenliebling United Internet beteiligt ist, neu ausgerichtet werden. In der Pressemitteilung heißt es dazu: “Das Unternehmen plant weiterhin Online-Dienste, vor allem mit Schwerpunkt Digitale Kommunikation, zu entwickeln und zu betreiben”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.