#Zahlencheck

Jahresfehlbetrag bei Homeday steigt auf 23,6 Millionen Euro

Homeday aus Berlin kommt 2019 auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 23,6 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau von Homeday, das 2015 gegründet wurde, bis Ende 2019 somit bereits rund 38,9 Millionen. Zuletzt erhielt das Startup aber weitere 40 Millionen Risikokapital.
Jahresfehlbetrag bei Homeday steigt auf 23,6 Millionen Euro
Dienstag, 12. Oktober 2021VonAlexander Hüsing

Der digitale Immobilienmakler Homeday legt neue Unternehmenszahlen vor – und zwar den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Der Jahresfehlbetrag lag damals bei stattlichen 23,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es gerade einmal 9,5 Millionen. Im Jahr zuvor waren es sogar nur 3,2 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Homeday, das 2015 von Steffen Wicker, Dmitri Uvarovski und Philipp Reichle gegründet wurde, bis Ende 2019 somit bereits rund 38,9 Millionen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag bei Homeday, dessen Logo inzwischen auf der Brust der Hertha BSC-Spieler prangt, steigt auf 26,2 Millionen. Bis Ende 2019 flossen somit rund 12,6 Millionen Euro in das Unternehmen, dessen Wurzeln in Köln liegen. Das Medienhaus Axel Springer und der britische Immobilienmakler Purplebricks, an den Springer beteiligt ist, investierten zuletzt aber weitere 40 Millionen in Homeday. In der Presseaussendung hieß es damals: “Ausschlaggebend für das Investment der Gesellschafter war das starke Wachstum des Unternehmens gepaart mit überzeugenden Geschäftszahlen”.

2018 wirkten durchschnittlich 140Arbeitnehmer:innen bei Homeday. Im Vorjahr waren es 76 – und im Jahr zuvor sogar nur 54. Homeday ist somit in den vergangenen Jahren mitarbeiterseitig stark gewachsen. Und wächst weiter: Nach eigenen Angaben wirken inzwischen sogar 250 Mitarbeiter:innen für das Startup. Hinzu kommen 220 selbständige Homeday-Maklerinnen und Makler in ganz Deutschland.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2019

* Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Grö­ßenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.
* Die Bewertung wurde trotz der bestehenden buchmäßigen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Eine positi­ve Fortführungsprognose der Geschäftsführung liegt vor. Hierbei geht die Geschäftsführung da­von aus, dass die Investoren und Gesellschafter weiterhin die notwendigen Mittel für die Auf­rechterhaltung des Geschäftsbetriebs bereitstellen bzw. bei Bedarf weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Zudem ist der Bestand der Gesellschaft ist von der Zuführung weiterer liqui­der Mittel sowie von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Gene­rierung entsprechender Umsatzerlöse abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant ein­treten sollten, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet.
* Die Verbindlichkeiten enthalten mit T € 33.086 (i.V. T € 0) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
* Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 140 Arbeitnehmer.

Homeday im Zahlencheck

2019: 23,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2018
: 9,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 3,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 646.137 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Homeday

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.