#Zahlencheck Verluste bei tado steigen auf 13,8 Millionen 

Insgesamt kostete der Aufbau von tado bereits 46,7 Millionen. Das Unternehmen investierte 2018 insbesondere in das Team. Das Unternehmen beschäftigte 2018 im Durchschnitt 151 Mitarbeiter. Die Personalkosten stiegen auf zuletzt knapp 11 Millionen. 
Verluste bei tado steigen auf 13,8 Millionen 

In den vergangenen Jahren flossen bereits rund 100 Millionen Euro in den Münchner IoT-Star tado, der 2011 an den Start ging. Bei der letzten Investmentrunde investierten amazon, E.ON, Total Energy Ventures und die Europäische Investitionsbank beachtliche 50 Millionen Dollar in das Startup. Die Bajuwaren machen mit ihrer Technologie sowohl alte, als auch neue Heizungssysteme fit für das Internet-Zeitalter.

Im Jahre 2018 erwirtschaftete das Unternehmen ein Rohergebnis in Höhe von 10,9 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es nur 6,1 Millionen. Den erzielten Umsatz gibt das Unternehmen nicht im Detail an. “Die Geschäftsentwicklung hat sich 2018 gegenüber 2017 positiv dargestellt. Die zentralen Erfolgsindikatoren Umsatz und Gross Profit haben sich im aktuellen Jahr positiv entwickelt”, teilt das Unternehmen im aktuellen Jahresabschluss mit. Das Grund für das Wachstum führt das tado-Team  vor allem erfolgreiche Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie eine verstärkte Kundenachfrage” an. Einen Großteil der Umsätze macht tado weiter in den Wintermonaten.

Der Jahresfehlbetrag der Jungfirma stieg gleichzeitig gegenüber dem Vorjahr allerdings auf 13,8 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von tado bereits 46,7 Millionen. Das Unternehmen investierte 2018 insbesondere in das Team. Das Unternehmen beschäftigte 2018 im Durchschnitt 151 Mitarbeiter (Vorjahr: 137 Mitarbeiter). Die Personalkosten stiegen deswegen von rund 7,7 Millionen auf zuletzt knapp 11 Millionen.

Auch für das inzwischen abgelaufene Jahr 2019 rechnete das Unternehmen mit steigenden Umsätzen: “Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse in 2019 erneut deutlich gesteigert werden können, operative Maßnahmen Wirkung zeigen, der Gross Margin ebenfalls deutlich gesteigert werden kann und die Gesellschaft auf dem Wachstumspfad weiter voranschreitet”. Auch 2019 dürfte tado aber noch lange keine schwarzen Zahlen schreiben. Noch haben die Bajuwaren aber genug Geld auf der hohen Kante, um ihren Wachstumskurs fortzusetzen.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018
* Die Geschäftsentwicklung hat sich 2018 gegenüber 2017 positiv dargestellt. Die zentralen Erfolgsindikatoren Umsatz und Gross Profit haben sich im aktuellen Jahr positiv entwickelt. Die Ertragslage wurde positiv unterstützt von einer Vielzahl an Produktinnovationen sowie Produktneuentwicklungen. Gleichzeitig wurden strukturelle Veränderungen im Rahmen der strategischen Planung weiter vorangetrieben, die ein nachhaltiges Wachstum sicherstellen werden.
* Die dargestellte Entwicklung führte dazu, dass die Umsatzerlöse in 2018 gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Grund für diese Entwicklung waren vor allem erfolgreiche Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie eine verstärkte Kundenachfrage.
* Der Rohertrag stieg deutlich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.873.
* Der Jahresfehlbetrag ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.556 auf TEUR 13.780 gestiegen. Damit bleibt das Jahresergebnis auch in 2018 negativ.
* Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse in 2019 erneut deutlich gesteigert werden können, operative Maßnahmen Wirkung zeigen, der Gross Margin ebenfalls deutlich gesteigert werden kann und die Gesellschaft auf dem Wachstumspfad weiter voranschreitet.
* Die Gesellschaft hatte im Wirtschaftsjahr 2018 im Durchschnitt 151 Mitarbeiter (Vorjahr 137 Mitarbeiter). Die Anzahl der Mitarbeiter wurde gem. § 267 Abs. 5 HGB “nach Köpfen” ermittelt.

tado im Zahlencheck

2018: 10,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 13,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017
: 6,1 Millionen Euro (Rohergebnis); 11,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 2,7 Millionen Euro (Rohergebnis); 11,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 3,7 Millionen Euro (Rohergebnis); 6,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): tado

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.