#Hintergrund Ein Startup, das Langfingern das Leben schwer macht

Mit Signatrix können Supermärkte Ladendiebe ausfindig machen. Articon-Integralis-Gründer Alfred Bauer, Gerhard Berger und der Berliner Kapitalgeber b10 investierten bereits in Signatrix, das 2017 von Philipp Müller, Christoph Schwerdtfeger und Felix Müller gegründet wurde.
Ein Startup, das Langfingern das Leben schwer macht

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen Signatrix, früher als Cartwatch unterwegs. Das 2017 gegründete Startup bringt das Trendthema Künstliche Intelligenz in den Filial- und Handelsalltag. “Computer Vision für den Einzelhandel” lautet dabei das Buzzwort! Das Unternehmen wurde von Philipp Müller, Christoph Schwerdtfeger und Felix Müller gegründet. Articon-Integralis-Gründer Alfred Bauer, Gerhard Berger und der Berliner Kapitalgeber b10 investierten bereits in Signatrix.

“Die Idee ist vermeintlich simpel: Das Signatrix-System erkennt, ob sich gerade jemand mit einem vollen Einkaufswagen aus dem Staub macht – ohne vorher zu bezahlen. Das passiert in deutschen Supermärkten häufiger als wir erst angenommen haben. Die großen Supermarkt-Ketten verlieren jedes Jahr 1,3 % ihrer Umsätze aufgrund von Diebstählen. Bei durchschnittlichen Margen von 1,5 bis 3 % fällt dies durchaus schwer ins Gewicht”, schreibt Henri Kühnert von b10. Dennoch investierte der junge Geldgeber zunächst nicht in das Startup! “Als uns das Team im Januar vergangenen Jahres zum ersten Mal davon erzählte, haben wir sie abblitzen lassen”. Später kam den Hauptstädtern dann doch die Erkenntnis, dass Diebstahl-Prävention ein spannendes Thema sein könnte.

Schon im Juli 2018 erklärte Signatrix-Mitgründer Schwerdtfeger deutsche-startups.de das Konzept des Startups ausführlich: “Wir haben eine Lösung auf Basis von künstlicher Intelligenz und Deep Learning in Verbindung mit Bildverarbeitung entwickelt, die verhindern soll, dass Ware ungesehen im Einkaufwagen aus dem Laden geschoben werden kann. Cartwatch lernt ähnlich wie der Mensch, erkennt volle und leere Einkaufswagen, unterscheidet zwischen Ware und harmlosen Inhalten, verfolgt diese optisch und löst beim Überschreiten einer unsichtbaren Grenze einen Alarm aus. Die Technologie kann damit sowohl im Eingangsbereich verwendet, als auch in Warenschutzsysteme am Kassenbereich integriert werden”.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.