#Zahlencheck DeepL aus Köln glänzt erneut mit einem Millionengewinn

Bei DeepL läuft es weiter extrem gut. Bereits seit 2013 wirtschaftete der junge Übersetzungsdienst aus Köln profitabel! Auch 2018 lag der Jahresüberschuss wieder bei rund 1 Million Euro. 2017 waren es 1,2 Millionen und 2016 sogar 1,3 Millionen.
DeepL aus Köln glänzt erneut mit einem Millionengewinn

Der Übersetzungsdienst DeepL  ist eines der erfolgreichsten Grownups aus Köln. Seit 2009 kümmert sich der Hidden Champion aus dem Rheinland um Übersetzungen aller Art – zunächst mit Linguee, einer Internet-Suchmaschine für Übersetzungen. Im Sommer 2017 ging dann DeepL, die neue Marke des Unternehmens, das von Gereon Frahling gegründet wurde, an den Start. Mit dem Übersetzungssystem auf Basis von neuronalen Netzen können die Rheinländer nun sogar gegen Google Translate und Co. anstinken.

Bereits seit 2013 wirtschaftete der Übersetzungsdienst profitabel! Im vergangenen Jahr investierte dann – ziemlich überraschend – der bekannte Geldgeber Benchmark in das junge Unternehmen. Die Kapitalrücklage der Jungfirma lag Ende 2018 bei 8,7 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es nur 767.152 Euro. Im vergangenen Jahr flossen somit rund 8 Millionen Euro in DeepL. Benchmark hielt beim Einstieg rund 13 % an DeepL. Der langjährige Geldgeber btov Partners war damals weiter mit 32 % an Bord.

Der Übersetzungsdienst, der sich über Werbung und DeepL Pro, einen kostenpflichtigen Zusatzdienst, refinanziert, ist wirtschaftlich seit Jahren ein Hingucker. Auch 2018 lag der Jahresüberschuss wieder bei 1 Million Euro. 2017 waren es 1,2 Millionen und 2016 sogar 1,3 Millionen. Insgesamt schiebt die Techfirma – nach sechs profitablen Jahren in Folge – derzeit einen Gewinnvortrag in Höhe von 4,5 Millionen vor sich her. Es läuft somit weiter extrem gut bei DeepL. Einzig vernünftige Pressebilder könnte sich das Grownup mal leisten. Nur Logos und Screenshots sind einfach langweilig.

DeepL im Zahlencheck

2018: 1,0 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2017: 1,2 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2016: 1,3 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2015: 814.796 Euro (Jahresüberschuss)
2014: 365.880 Euro (Jahresüberschuss)
2013: 263.066 Euro (Jahresüberschuss)
2012: 100.237 (Jahresfehlbetrag)
2011: 115.878 (Jahresfehlbetrag)
2010: 148.515 (Jahresfehlbetrag)
2009: 76.874 (Jahresfehlbetrag)
2008: 1.411 (Jahresfehlbetrag)

Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.