#Zahlencheck Picanova wächst auf 80,9 Millionen Umsatz

In den vergangenen Jahren steigerte das Kölner Startup Picanova seinen Umsatz von 50,2 Millionen (2015) auf 80,9 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss lag 2017 bei 2,2 Millionen Euro. In den vergangenen drei Jahren lag der Gewinn zusammen bei mehr als 6 Millionen.
Picanova wächst auf 80,9 Millionen Umsatz

Der Kölner Fotodienstleister Picanova, der 2004 an den Start ging, ist weiter ein echter Hingucker. Im brandneuen Konzernabschluss für 2017 kann dies nun wieder jeder nachlesen. Das Unternehmen, das von den Brüdern Daniel und Philipp Mühlbauer ins Leben gerufen wurde, steigerte seinen Umsatz zuletzt von 64,7 Millionen auf 80,9 Millionen Euro. Der Großteil des Umsatzes, rund 57,5 Millionen, entfällt dabei auf Europa. “Im Laufe des Geschäftsjahres wurden die Positionen auf den bestehenden Märkten gefestigt”, teilt das Unternehmen in eigener Sache mit.

Auch für das inzwischen vergangene Jahr 2018 zeigten sich die Picanova-Macher zuletzt zuversichtlich: “Die Erwartungen für das Jahr 2018 bezüglich des Gesamtkonzerns wurden von einem profitablen Wachstumspfad und einer deutlichen Steigerung des Geschäftsvolumens im zweistelligen Prozentbereich geprägt. Demnach wurden auch für den Konzern steigende Umsatzerlöse erwartet”. Das Grownup, das 2017 durchschnittlich 387 Mitarbeiter (Vorjahr: 327) beschäftigte, kann somit auch 15 Jahren nach dem Start mit tollen Wachstumszahlen beeindrucken.

Auch unter dem Strich kann Picanova begeistern! Der Konzernjahresüberschuss lag 2017 bei 2,2 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 1,9 Millionen. Das EBITDA lag bei 4,5 Millionen (Vorjahr: 4,0 Millionen). Fazit: Picanova ist und bleibt ein Hidden Champion.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2017
* Das Geschäftsjahr 2017 ist durch einen erfolgreichen und wachstumsorientierten Geschäftsverlauf gekennzeichnet.
* Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 80.912 nach TEUR 64.749 im Geschäftsjahr 2016. Diese wurden i.H.v. TEUR 57.492 in Europa, i.H.v. TEUR 22.941 in Amerika und i.H.v. TEUR 479 in Asien und Ozeanien erzielt. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert aus einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung.
* Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 9.626 nach TEUR 8.173 im Geschäftsjahr 2016. Bezogen auf die Umsatzerlöse verminderte sich die Personalaufwandsquote damit von 12,6% in 2016 auf 11,9% in 2017. Der Rückgang resultiert aus den verhältnismäßig zum Vorjahr stärker gestiegenen Umsatzerlösen. Nominal ist der Personalaufwand größtenteils aufgrund der erfolgreichen Besetzung offener Stellen um TEUR 1.453 gestiegen. Insgesamt lag die durchschnittliche Beschäftigtenanzahl über der des Vorjahres.
* Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 2.908 nach TEUR 2.811 im Vorjahr.
Die Erwartungen für das Jahr 2018 bezüglich des Gesamtkonzerns wurden von einem profitablen Wachstumspfad und einer deutlichen Steigerung des Geschäftsvolumens im zweistelligen Prozentbereich geprägt. Demnach wurden auch für den Konzern steigende Umsatzerlöse erwartet.

Picanova im Zahlencheck

2017: 80,9 Millionen Euro (Umsatz); 69,2 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,2 Millionen Euro (Konzernjahresüberschuss)
2016: 64,7 Millionen Euro (Umsatz); 54,5 Millionen Euro (Rohergebnis); 1,9 Millionen Euro (Konzernjahresüberschuss)
2015: 50,2 Millionen Euro (Umsatz); 43,2 Millionen Euro (Rohergebnis); 2,3 Millionen Euro (Konzernjahresüberschuss)
2014: 17,9 Millionen Euro (Umsatz); 16,3 Millionen Euro (Rohergebnis); 1,1 Millionen Euro (Jahresüberschuss) *
2013: 14,1 Millionen Euro (Umsatz); 12,1 Millionen Euro (Rohergebnis); 207.512 Euro (Jahresüberschuss) *
2012: 245.877 Euro (Jahresüberschuss) *
2011: 98.190 Euro (Jahresüberschuss) *
2010: 14.082,30 (Jahresfehlbetrag) *
2009: 196.413 (Jahresfehlbetrag) *

* Nur Picanova GmbH

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In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.