#Zahlencheck Verluste von uberall summieren sich auf 8,4 Millionen

Insgesamt kostete der Aufbau von uberall bisher rund 8,4 Millionen Euro. Damit schuf das Unternehmen bis Ende 2017 beachtliche 98 Arbeitsplätze. Mit dem gerade aufgefüllten Kapitalpolster sollten die Hauptstädter nun aber einige Jahre weiter gut wirtschaften können.
Verluste von uberall summieren sich auf 8,4 Millionen

Im vergangenen Jahres rückte das 2013 gestartete Berliner Startup uberall, ein Unternehmen rund um das Trendthema Location Marketing, in den Olymp der deutschen Startups auf. HPE Growth Capital, Project A und United Internet investierten 2018 rund 50 Millionen US-Dollar in den Location Marketing-Dienst. Die Post-Money-Valuation lag dabei bei ungefähr 120 Millionen Euro.

Die Kapitalrücklage von uberall, das von David Federhen, Florian Hübner und Josha Benner gegründet wurde, betrug Ende 2017 rund 5,6 Millionen Euro. Insgesamt flossen somit bisher rund 49,6 Millionen Euro in die Jungfirma. Wobei das Startup im Jahresabschluss berichtet, dass der Gesellschaft 2018 im Rahmen von mehreren Finanzierungsrunden “mehr als Euro 25 Millionen zugeführt” wurden. Zudem übernahm das Unternehmen im Rahmen der Kapitalrunde den niederländischen Wettbewerber Navads.

Das frische Geld war auch nötig, immerhin betrug der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag des Unternehmens zuletzt knapp 2,6 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau von uberall somit bisher rund 8,4 Millionen Euro. Damit schuf das Unternehmen bis Ende 2017 beachtliche 98 Arbeitsplätze. Mit dem nun üppigen Kapitalpolster sollten die Hauptstädter einige Jahre weiter gut wirtschaften können und sich voll und ganz auf die Expansion konzentrieren. Deswegen wird die Jungfirma sicherlich noch einige Jahre Verluste schreiben.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2017
* Zum Bilanzstichtag liegt ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von Euro 2.638.793,36 vor. In 2018 wurde im Rahmen von mehreren Finanzierungsrunden das Stammkapital auf Euro 74.915,00 erhöht und insgesamt mehr als Euro 25 Mio. der Kapitalrücklage der Gesellschaft zugeführt. Diese Kapitalmaßnahmen führen zu einem positiven Eigenkapitalausweis im Jahr 2018.
* Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 98.

uberall im Zahlencheck
2017: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 1,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,0 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 1,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 780.334 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.