#Zahlencheck Personio: Gerade einmal 3,8 Millionen Euro Verlust

Insgesamt häufte Personio seit dem Start Verluste in Höhe von gerade einmal 3,8 Millionen an. Im Rahmen der Finanzierungsrunde mit Index und Co. teilt das Unternehmen dann auch mit, was es bisher geschafft hat. Demnach nutzen bereits über 1.000 Kunden Personio.
Personio: Gerade einmal 3,8 Millionen Euro Verlust

Mitte Januar investierten Index Ventures, Northzone und Global Founders Capital beachtliche 40 Millionen US-Dollar in das HR-Startup Personio. Das Unternehmen, das 2015 von Hanno Renner, Roman Schumacher, Arseniy Vershinin und Ignaz Forstmeier gegründet wurde, positioniert sich als HR-Softwarelösung für kleine und mittelständische Unternehmen. Zuvor pumpten Northzone, Global Founders Capital und Picus Capital bereits mehr als 10 Millionen Euro in das junge Unternehmen.

Die Kapitalrücklage betrug Ende 2017 bei 12,5 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag des Unternehmens, das damals durchschnittliche 61 Mitarbeiter beschäftigte, lag vor zwei Jahren bei rund 2,7 Millionen. Insgesamt häufte Personio seit dem Start Verluste in Höhe von gerade einmal 3,8 Millionen an. Im Rahmen der Finanzierungsrunde mit Index und Co. teilt das Unternehmen dann auch mit, was es bisher geschafft hat. Demnach nutzen bereits über 1.000 Kunden Personio.

“Insgesamt werden bereits mehr als 150.000 Mitarbeiter und mehrere hunderttausend Bewerber mit Personio verwaltet”, teilte das Startup stolz mit. Inzwischen wirken 150 Mitarbeitern aus 27 Nationen für Personio. Das Startup ist somit seit 2017 rasant gewachsen. “Mit dem Investment sind wir in der Lage, unseren steilen Wachstumskurs weiter zu verfolgen. Wir werden das Investment dafür nutzen, die beste Lösung für bestehende und zukünftige Kunden zu entwickeln. 2019 werden wir außerdem in weitere europäische Märkte expandieren”, sagte Mitgründer Renner zum Investment. Bei diesen Aussichten dürfte klar sein: Wenn die Wette auf Personio aufgeht, entsteht in München gerade ein ganz großes Unternehmen.

Personio im Zahlencheck

2017: 2,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 1,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Personio

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.