#Jahresrückblick In einer Woche zu “200.000 registrierten Nutzern”

"Mit dem starken Wachstum müssen wir natürlich auch unser Team mit neuen Talenten erweitern und da haben wir uns zum Jahresende erhofft, schneller wachsen zu können. Wir suchen Mitarbeiter, die für unser Produkt brennen und Bock haben die Finanzbranche auf den Kopf zu stellen", sagt Alexander Michel.
In einer Woche zu “200.000 registrierten Nutzern”

Anfang Oktober wagten sich die Zwillinge Alexander und Benjamin Michel mit Finanzguru in die Vox-Show “Die Höhle der Löwen”. Am Ende der Sendung gab es den größten Einzel-Deal in der Geschichte der erfolgreichen Show. Carsten Maschmeyer investierte die Rekordsumme von 1 Million Euro in den digitalen Finanzassistenten – siehe “Finanzguru-Megadeal: Umsatz ist nicht immer alles“. “Der Abend hat unsere kühnsten Erwartungen weit übertroffen. Innerhalb einer Woche haben wir mehr als 200.000 registrierte Nutzer gewonnen und das Wachstum ist seitdem nachhaltig auf einem ganz anderen Niveau”, sagt Alexander Michel. Im Interview mit deutsche-startups.de blickt der FinTech-Gründer einmal ausführlich auf das fast gelaufene Jahr zurück.

Das Jahr ist fast rum. Was war das Highlight im Jahre 2018 bei euch?
Unser Highlight in 2018 war definitiv der Auftritt bei der Gründershow “Die Höhle der Löwen”. Wir hatten uns monatelang auf diesen einen Abend vorbereitet und wirklich sehr hohe Erwartungen im Hinblick auf das Kundenwachstum. Der Abend hat allerdings unsere kühnsten Erwartungen weit übertroffen. Innerhalb einer Woche haben wir mehr als 200.000 registrierte Nutzer gewonnen und das Wachstum ist seitdem nachhaltig auf einem ganz anderen Niveau.

Habt ihr 2018 ansonsten alle eure Ziel erreicht?
Mit dem TV-Löwen Carsten Maschmeyer haben wir einen weiteren starken Investor gewonnen, der uns neben der Deutschen Bank mit Rat und Tat zur Seite steht. Auf der Kundenseite haben wir unsere Banking-App Finanzguru stark weiterentwickelt und damit einen Service geschaffen, der unseren Nutzern nachhaltig hilft, ihre Finanzen und Verträge besser zu managen und dabei Geld zu sparen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: inzwischen nutzen unsere Kunden den Finanzguru im Durchschnitt jeden zweiten Tag.

Was lief 2018 bei euch nicht rund?
Mit dem starken Wachstum müssen wir natürlich auch unser Team mit neuen Talenten erweitern und da haben wir uns zum Jahresende erhofft, schneller wachsen zu können. Wir suchen Mitarbeiter, die für unser Produkt brennen und Bock haben die Finanzbranche auf den Kopf zu stellen. Die Mitarbeitersuche und das Hiring übernehmen wir dabei komplett inhouse und hier wünschen wir uns im neuen Jahr noch schneller neue Mitarbeiter zu finden und einstellen zu können.

Welches Projekt steht bei euch für 2019 ganz oben auf der Agenda?
Wir entwickeln die Finanzguru-App mit unseren Kunden gemeinsam weiter und haben hierfür eine eigene Community erschaffen. Die häufigsten Ideen aus der Community stehen daher ganz oben auf der Agenda – dazu gehören zum Beispiel die Möglichkeit eigene Kategorien oder Budgets für Lebensmittel etc. anzulegen. Darüber hinaus werden wir noch ein paar richtige Highlights entwickeln, mit denen unsere Kunden bequemer als je zuvor Geld sparen können.

Was hast Du Dir persönlich für 2019 vorgenommen?
Zum einen nehme ich mir vor mehr Bücher zu lesen, um mich in bestimmten Themenbereichen weiterzubilden. Zum anderen – und diese Verantwortung tragen wir alle – möchte ich mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen. Ganz konkret nehme ich mir vor, beim Kauf mehr darauf zu achten wo und unter welchen Umständen die Produkte hergestellt werden und natürlich weniger Plastikmüll zu verursachen – das fängt ja schon damit an, dass man seine eigenen Einkaufstaschen zum Supermarkt mitbringt.

Auf welches Startup sollten wir – deiner Meinung nach – 2019 ganz besonders achten?
Ich finde die Verzahnung zwischen Banking und Versicherung sehr spannend und da wird sich 2019 bestimmt einiges tun. Damit das Zusammenspiel auch gut funktioniert hoffe ich, dass die Insurtechs – oder auch gerne progressive „alte Hasen“ der Branche – die Prozesse in der Versicherungsbranche weiter digitalisieren und noch kundenfreundlicher machen. Wenn das klappt, kann ich mir gut vorstellen, dass im Bereich „Bancassurance“ etwas Großes entstehen wird.

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Foto (oben): Vox

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.