#Zahlencheck Clue: Mit 8,5 Millionen Euro zu 5 Millionen Nutzern

Der Aufbau von Clue kostete bis Ende 2016 bereits rund 8,5 Millionen Euro. Damals verfügte das Startup über rund 5 Millionen Nutzerinnen. Inzwischen sind es deutlich mehr. Geld ist auch noch genug da! Ende 2016 betrug die Kapitalrücklage des Startups 23,4 Millionen Euro.
Clue: Mit 8,5 Millionen Euro zu 5 Millionen Nutzern

Das Berliner Startup Clue gehört zu den jungen FemTech-Firmen, die jeder kennen sollte. Nach eigenen Angaben ist Clue “die weltweit am schnellsten wachsende Zyklus- und Fruchtbarkeits-App”. Mehr als 10 Millionen Frauen weltweit nutzen die App bzw. haben sie bisher einmal installiert. Geldgeber wie Nokia Growth Partners (NGP), Union Square Ventures (USV), Mosaic Ventures, investierten zuletzt 20 Millionen Dollar in Clue, das 2013 von Ida Tin und Hans Raffauf gegründet wurde.

Ende 2016 betrug die Kapitalrücklage des Startups beeindruckende 23,4 Millionen Euro. Das Startup, das damals die Größenmerkmale einer kleinen GmbH aufwies, musste 2016 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,7 Millionen Euro verkraften. Im Jahr zuvor waren es nur 2,4 Millionen. Aus den Vorjahren kommt noch ein Verlustvortrag in Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro hinzu. Insgesamt kostete der Aufbau von Clue bis Ende 2016 somit rund 8,5 Millionen Euro. Damals verfügte das Startup über rund 5 Millionen Nutzerinnen.

In den vergangenen Jahren stand bei Clue immer das Nutzerwachstum im Vordergrund. Was die Hauptstädter auch wunderbar geschafft haben. Inzwischen gibt es auch In-App-Produkte sogenannte In-App-Käufe. Diese kosten zwischen 99 cent und 64,99 Euro. Das Clue-Team kümmert sich somit inzwischen auch um die Monetarisierung. Ob dieses Konzept aufgeht, wird die Zeit zeigen. Noch ist aber genug Geld auf dem Konto des Startups, um einige Jahren durchzuhalten. Mit den Daten seiner Nutzer wollte das Startup in der Vergangenheit niemals Geld verdienen. Und auch Werbung war nie ein Thema für die Jungfirma.

Clue im Zahlencheck

2016: 4,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 2,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Clue

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.