#Hintergrund 15 Startups, auf die Hitmeister-Gründer Gerald Schönbucher setzt

Auch der bekannte Hitflip- und Hitmeister-Gründer Gerald Schönbucher investiert in Startups. "Am liebsten sind mir starke, komplementäre Gründerteams, die sich in der Pre-Seed oder Seed-Phase befinden", sagt der Rheinländer zu seiner Investmentstrategie.
15 Startups, auf die Hitmeister-Gründer Gerald Schönbucher setzt

Wie viele andere erfolgreiche Gründer, investiert auch Gerald Schönbucher, der vor etlichen Jahren Hitmeister (vorher Hitflip) gründete und den Marktplatz seit dem Verkauf an den Warenhausgiganten real als real.de weiter führt. Seine Investmentstrategie beschriebt der WHUler, dessen Herz ganz besonders für Köln schlägt, wie folgt: “Am liebsten sind mir starke, komplementäre Gründerteams, die sich in der Pre-Seed oder Seed-Phase befinden und ein relevantes Problem lösen möchten. Wenn der Markt dafür ausreichend groß ist und das Team auch bereits verteidigbare Wettbewerbsvorteile im Blick hat, perfekt”. Auf der Liste seiner Exits stehen Startups wie audibene, Homeday, Platinnetz und Medical Adhesive Revolution (jetzt als Adhesys Medical bekannt).

Die heißen Investments von Gerald Schönbucher

antikoerper-online.de
Das Aachener Unternehmen antikoerper-online.de positioniert sich als Online-Marktplatz für die Proteom-Forschung. Das Sortiment der Plattform umfasst nach eigenen Angaben “mehr als eine Millionen Forschungsantikörper, ELISA Kits und verwandte Produkte von mehr als 150 Anbietern”. Das Unternehmen, das bereits 2006 gegründet wurde, wird von Tim Hiddemann und Andreas Kessell geführt.

Blacklane
Auch beim Berliner Limousinenservice Blacklane ist Hitmeister-Gründe Schönbucher an Bord. Zuletzt verkündete das umtriebige Unternehmen lautstark eine “Superlativ-Runde”. Dabei investierte unter anderem der arabische Mischkonzern AlFahim in Blacklane. Zwischen 40 und 45 Millionen US-Dollar sollen in den Limousinenservice geflossen sein. Mehr als 40 Millionen Euro dürfte das Unternehmen zuvor bereits eingesammelt haben. 2016 erwirtschaftete das Unternehmen laut Jahresabschluss einen Umsatz in Höhe von “knapp 30 Millionen Euro”.

Homelike
Das junge Startup Homelike gehört zu den Kölner Unternehmen, die auf dem Sprung nach oben sind. Spark Capital und die bestehenden Investoren – darunter Cherry Ventures, Lürssen und coparion – investierten kürzlich beachtliche 12 Millionen Euro in den Marktplatz für Business Apartments. Bereits 2014 gingen Dustin Figge und Christoph Kasper mit Homelike an den Start. Auch Thomas Bachem und Benjamin Florian Roos sowie der Geldgeber coparion unterstützen das junge Unternehmen, das möblierte Apartments vermittelt.

Jodel
Beim Social Media-Dienst Jodel, einer hyperlokalen App, sind allein in Deutschland pro Monat eine siebenstellige Anzahl aktiv. Insgesamt flossen bereits 10 Millionen Euro in das Berliner Unternehmen, das 2014 als eine Art Campus-App startete. Das Startup zeigt seinen Nutzern anonymisiert Beiträge an, die andere Nutzer, die in der Umgebung sind, veröffentlicht haben. Zu den Investoren von Jodel gehören unter anderem auch Global Founders Capital, der Geldgeber von Rocket Internet, und Atlantic Internet, also Christophe Maire.

Metalshub
Das Unternehmen Metalshub wurde 2016 von Sebastian Kreft und Frank Jackel gegründet und ist ein digitaler Marktplatz für Ferrolegierungen und Metalle. Die brasilianische Beteiligungsgesellschaft Chromo Invest und der Berliner Geldgeber Point Nine Capital investieren kürzlich 3 Millionen Euro in das Düsseldorfer Startup.

Orda
Mit Orda wollen Janis Marquardt, Christian Feuerbacher und Peter Juras die Gastronomie digitalisieren. Über die App des Startups könne Nutzer direkt von ihrem Platz im Restaurant oder sogar von unterwegs aus Getränke und Speisen bestellen. Ein Millionenbetrag floss bereits in Orda. Neben Schönbucher investierten auch 42CAP, Jan Deepen und Stefan Jeschonnek, Christian Gaiser und Christian Kohlhof, Roland Grenke sowie Michael und Clarissa Käfer von Käfer Feinkost in das Startup.

Selfapy
Das Berliner Startup Selfapy will sich als Online-Therapieprogramm rund um das Thema Depressionen etablieren. Zu den Investoren des jungen Unternehmen gehören auch der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Digital Health Ventures, und die IBB Beteiligungsgesellschaft. Die E-Health-Firma wird von Katrin Bermbach und Nora Blum geführt.

vermietet.de
Über vermietet.de können Eigentümer ihre Immobilien verwalten. Die Commerzbank, die Deutsche Bank, AXA Deutschland und Axel Springer Digital Ventures sowie Business Angels wie Kristofer Fichtner, Felix Jahn und Berlin Technologie Holding (BTH) investieren kürzlich 4 Millionen Euro in das Startup, das von Jannes Fischer, Dmitry Dzifuta und Georg Untersalmberger gegründet wurde.

wooga
Die Spieleschmiede wooga gehört zu den ganz gewichtigen Berliner Grownups. Die vergangenen Jahre waren aber hart für das Wooga-Team. Der Umsatz fiel vom Rekordwert 47,6 Millionen (2014) auf 37,7 Millionen Euro (2016). Gleichzeitig musste das Unternehmen Verluste in Höhe von 8,9 Millionen (2015) und 1,5 Millionen (2016) hinnehmen. Inzwischen ist die Krise überwunden! Der Umsatz ging 2017 zwar erneut zurück, auf 34,4 Millionen Euro. Gleichzeitig erwirtschaftete die Daddelschmiede aber wieder einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

yard
Mit yard wollen Stefan Gaertner, ehemals Kinderfee bzw. Putzdfee, und Alexander Laugomer Indoor-Farming-Geräte vertreiben. “YardCube is the first fully automated farming device designed to grow edibles of nature – anywhere at home”, heißt es in der Selbstbeschreibung des jungen Unternehmens.

Zudem ist real.de-Macher Schönbucher bei Equippo, einem Online-Marktplatz für gebrauchte Baumaschinen, hypcloud, einer Plattform für institutionelle Immobilienfinanzierung, beim Hypothekenmakler LoanLink, Metalsale, einer Plattform für den Handel mit NE-Metallschrotten, und upvest, einer Blockchain-API, an Bord.

Zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf einige Investments von Gerald Schönbucher, die nicht erfolgreich waren. Auch in Arztplatz, bonusbox, Kinderfee bzw. Putzfee und Caremondo investierte der Rheinländer.

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Kölle is e jeföhl – #Köln


In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit über 650 Start-ups, 25 Gründerzentren, attraktiven Investoren und zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt vom Digital Hub Cologne und der Stadt Köln.

Foto (oben): Hitmeister

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.