Interview “Mit sechs Kindern bleibt keine Zeit für digitale Spielereien”

Was hättest Du gerne vor der Gründung gewusst? "Wie ich das Startup mit meinen sechs Kindern vereinen soll! Inzwischen klappt die Vereinbarkeit von Job und Familie aber einwandfrei, auch durch die tolle Unterstützung von vielen Seiten", sagt Regina Schneider von spriva.
“Mit sechs Kindern bleibt keine Zeit für digitale Spielereien”

Als Mutter von sechs Kindern, weiß Regina Schneider, was Müdigkeit bedeutet. Deswegen hat sie spriva, einen sogenannten “Smart Refresher”, auf den Markt gebracht. “Mit spriva greifen wir den Trend der ernährungsbewussten Lebensweise auf. Zu unserer Zielgruppe zählen vor allem junge, aktive und weibliche Konsumenten”, sagt die Gründerin. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt die Ingolstädterin die Idee hinter spriva einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt Ihr mit spriva lösen?
Müdigkeit! Mütter – natürlich auch Väter – und vielbeschäftigte Businessfrauen sind erfahrungsgemäß oft müde, haben wenig bis gar keine Zeit für sich und genießen somit jeden noch so kleinsten Moment, der eine Pause im oft stressigen und schnelllebigen Alltag darstellt. Unser Smart Refresher hilft dir dabei, einen Moment inne zu halten, diese Zeit mit dir ganz bewusst zu genießen und erfrischt und voller Energie weiterzumachen. Als Unternehmer und Eltern von sechs Kindern wissen wir, wovon wir reden.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet spriva ein Erfolg?
Wir haben eine komplett neue Getränkekategorie erfunden: den Smart Refresher. Spriva ist kalorienarm und ohne Kohlensäure, dafür reich an Vitaminen. Spriva schenkt die Energie, Momente im Alltag zu genießen. Es ist das optimale Getränk für unterwegs: Unique, ehrlich, sympathisch und vegan. Spriva macht wach und Körper und Geist wieder fit. Es wirkt sanft und langanhaltend durch natürliches Koffein aus Guarana-Extrakt, Vitamine und Mineralstoffe.

Bei welcher Gelegenheit entstand die Idee zu spriva?
Die Idee zu spriva entstand im Sommer 2016, an einem heißen, sonnigen Tag auf der Terrasse mit meiner Familie. Wobei, eigentlich hatte ich das Bedu?rfnis nach einem Erfrischungsgetra?nk wie spriva schon viel la?nger: Jeder einzelne Tag ist voller Ereignisse, Herausforderungen und Abenteuer. Das ist scho?n, doch mitunter auch anstrengend. Bisher gab es für mich nur Kaffee, um munter zu werden und zu bleiben. Ich wollte aber etwas Erfrischendes. Ein Getränk, das mich wieder fit macht und das ich überall mit hinnehmen kann. Außerdem sollte es gesund sein, dachte ich, denn schließlich möchte ich noch lange fröhlich und unbeschwert das Leben genießen. Nachdem ich recherchierte und nirgends ein Getränk fand, das diese Merkmale hat, ist die Idee entstanden, selber eins zu entwickeln

Hat sich euer Konzept, euer Geschäftsmodell, seit dem ersten Gedankenblitz verändert?
So ein Getränk wie spriva muss supergut schmecken, ein weicher, fruchtiger Citrusgeschmack mit leichter Holundernote sollte es sein. Als Wachmacher schwebte mir Guarana vor, da es natürliches Koffein enthält. Auf dem Weg dahin haben wir natürlich an den Geschmacksrichtungen und an den natürlichen Inhaltsstoffen rumgeschraubt. Aber die Ursprungsidee hat sich im Laufe der Entwicklung nicht stark verändert, vor meinem inneren Auge war alles schon fertig.

Was hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie ich das Startup mit meinen sechs Kindern vereinen soll! Inzwischen klappt die Vereinbarkeit von Job und Familie aber einwandfrei, auch durch die tolle Unterstützung von vielen Seiten und Partnern, die sehr gut zu uns und spriva passen.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstet?
Klar, der Geschmack des Getränks ist superwichtig. Genauso wichtig ist aber auch, wie die Flasche am Ende aussieht. Geschmäcker sind ja verschieden und bis sich alle Beteiligten auf das Flaschendesign geeinigt hatten, sind schon ein paar Tage ins Land gezogen.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Sicherlich gab es schon einige Punkte die nicht auf Anhieb geklappt haben. Zum Beispiel haben wir viel mehr Zeit – über ein Jahr gebraucht, bis die Rezeptur für spriva mit allen geschmacklichen und sensorischen Eigenschaften wirklich fertig war. Auch die Entwicklung des Produktdesigns war ein langwieriger Prozess. Im Nachhinein habe ich daraus gelernt, dass ich mich nicht zu sehr von allen Seiten reinreden lassen darf, denn das führt ab einem gewissen Punkt zu Verunsicherung. Lieber mal innehalten und auf das eigene Bauchgefühl hören, dann liegt der Weg zum Ziel oft näher als man denkt.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer?
Überlege Dir nicht nur was Du machst, sondern für wen Du es machst. Du musst Dich mit Deiner Zielgruppe identifizieren können, Ihre Bedürfnisse kennen und mit Deinem Produkt einen wirklichen Mehrwert für sie bieten. Lasse Dich dann niemals entmutigen, denn der Weg zum Erfolg ist verdammt hart.

Welche Tools, welche Apps, welche Software erleichtert Dir den Arbeitsalltag? 
Ich gebe zu, ich bin da etwas konservativ und beschränke mich auf die gängigen Kommunikationsmittel: Mail, WhatsApp, Smartphone. Bei mir muss immer alles schnell und effektiv gehen. Mit sechs Kindern bleibt keine Zeit für digitale Spielereien, da beschränke ich mich auf das Wesentliche.

Wo steht spriva in einem Jahr?
Spriva ist als neue Lifestyle-Getränkemarke in Deutschland bekannt und an vielen Verkaufsstellen erhältlich.

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Foto (oben): spriva

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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