Zahlencheck Monoqi: 26,3 Millionen Verlust in 6 Jahren

Seit der Gründung häufte die Design-Community Monoqi, die zuletzt kurz vor dem Aus stand, Verluste in Höhe von 26,3 Millionen ein. Im Jahresabschluss blickte das Monoqi-Team auch noch positiv in die Zukunft. Es kam anders: Das Unternehmen verpasste seine Wachstumsziele.
Monoqi: 26,3 Millionen Verlust in 6 Jahren

Die 2011 gegründete Designmöbelplattform Monoqi steckt mitten in der Krise, stand zuletzt sogar kurz vor dem Aus. Der neue Monoqi-Macher Niels Nüssler soll das junge Berliner Unternehmen nun aus der Krise führen. Zeit, einmal genauer hinter die Monoqi-Kulissen zu blicken!

Das Unternehmen erwirtschaftete 2016 – laut Jahresfehlbetrag – einen Nettoumsatz in Höhe von 23,1 Millionen Euro (Vorjahr: 17,2 Millionen). Der Bestellumsatzlag bei 31Millionen Euro (Vorjahr: 23 Millionen). “Das Geschäftsjahr stand im Zeichen der Profitabilitätsverbesserung bei gleichzeitigem deutlichen Wachstum. Die Umsatzerlöse wurden um 42 % gesteigert. Damit wuchs die Gesellschaft abermals deutlich schneller als der Gesamt- wie auch der Onlinemarkt”, heißt es dazu im Jahresabschluss. Der Jahresfehlbetrag lag 2016 bei rund 4,5 Millionen Euro (Vorjahr: 8,8 Millionen Euro). Im Jahr zuvor waren es 6,1 Millionen. Die Jahresfehlbeträge der Vorjahre (2013: 4,7 Millionen), (2012: 2,2 Millionen), (2011: 27.362 Euro) summieren sich auf rund 21,8 Millionen Euro. Im Grunde war Monoqi somit 2016 auf einem guten Weg.

Im Jahresabschluss blickte das Monoqi-Team noch positiv in die Zukunft: “Für 2017 erwartet die Geschäftsführung von Monoqi, dass sowohl der Umsatz weiter im deutlich zweistelligen Prozentbereich gesteigert und das Betriebsergebnis (EBIT) verbessert werden kann. Die Planung geht davon aus, dass das Betriebsergebnis vor Wachstumsinvestitionen in Online-Marketing positiv ausfallen wird”. Es kam anders: Das Unternehmen verpasste seine Wachstumsziele. Es wartet viel Arbeit auf den neuen Monoqi-Macher. Die Krise ist noch lange nicht überwunden.

Monoqi im Zahlencheck
2016: 23,1 Millionen Euro (Umsatz); 4,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 17,2 Millionen Euro (Umsatz); 8,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 6,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 4,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 2,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2011: 27.362 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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