#5um5 5 aktuelle Exits, die jeder mitbekommen haben sollte

In den vergangenen Wochen herrscht Exit-Zeit in der deutschen Gründerszene. Besonders viel Aufsehen sorgte die Übernahme von Contorion. Der Kaufpreis soll bei rund 130 Millionen Euro liegen. Contorion wurde maßgeblich von Project A Ventures vorangetrieben.
5 aktuelle Exits, die jeder mitbekommen haben sollte

Unsere Rubrik “5um5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: 5 aktuelle Exits, die wirklich jeder mitbekommen haben sollte – siehe auch: “Die (bisher) wichtigsten Übernahmen des Jahres 2017“.

PTV

+++ Porsche, konkret die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft Porsche Automobil Holding (hält die VW-Anteile), übernahm im Juni das 1979 gegründete Unternehmen PTV. Die Karlsruher Firma, die zuletzt rund 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr erwirtschaftete, bietet unter anderem Softwarelösungen in den Bereichen Verkehr, Mobilität und Logistik an. Der Kaufpreis betrug beachtliche 300 Millionen Euro.

Contorion

Der Münchner Werkzeugspezialist Hoffmann, der zuletzt einen Umsatz in Höhe von 1,1 Milliarden Euro erzielte, übernahm im Juni den Berliner Werkzeugshop Contorion. Contorion beschäftigt 130 Mitarbeiter und erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Der Kaufpreis soll bei rund 130 Millionen Euro liegen. Contorion wurde maßgeblich von Project A Ventures vorangetrieben.

Jochen Schweizer

Wie erwartet kaufte ProSiebenSat.1 im Juni das Online-Geschäft von Jochen Schweizer. “Der Transaktion liegt ein Unternehmenswert von 108 Millionen Euro zugrunde, was einem Verhältnis aus Unternehmenswert und EBITDA von rund 11x per Ende des letzten Jahres entspricht”, teilte die Mediengruppe zum Kauf mit. ProSiebenSat.1 will die Webgeschäfte von Jochen Schweizer, bei denen es um die Vermittlung von Erlebnisgeschenken geht, mit seiner Beteiligung mydays (ebenfalls eine Eventplattform) unter dem Dach der Jochen Schweizer mydays Holding GmbH zusammenführen.

Billpay

Billpay ging 2009 an den Start. 2013 kaufte das umstrittene britische Unternehmen Wonga Billpay. Anfang 2017 wanderte der Rechnungs- und Ratenzahlungsanbieter dann unter das Dach von Klarna. Berichte über einen Kauf gab es bereits im November des vergangenen Jahres. Der Kaufpreis soll – wie die Laut Financial Times berichtet – bei 70 Millionen Euro liegen.

mysugr

Der Pharmariese Roche übernahm Ende Juni das Wiener Start-up mySugr. Weltweit nutzen über eine Million Diabetiker die App der 2012 gegründeten Firma. mySugr bleibt auch nach der Übernahme als eigenständiges Unternehmen bestehen. Roche war über Roche Ventures bereits am App-Unternehmen beteiligt. Ebenfalls als Investoren bei mysugr an Bord waren XLHealth, iSeed Ventures und Hansi Hansmann. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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