balancr = Wallet as a Service “Über 100 Jahre Erfahrung im Online Payment-Bereich”

"Wir positionieren uns als Fintech Enabler und bieten in diesem Kontext Produkte, mit denen Unternehmen ihre eigenen Geschäftsmodelle schneller an den Markt bringen können", sagt Matthias Gall, Mit-Initiator von balancr, einem B2B-Dienst aus Köln.
“Über 100 Jahre Erfahrung im Online Payment-Bereich”

Im Rheinland, im schönen Köln, ist balancr, daheim. Hinter dem FinTech-Start-ups stecken Matthias Gall, Natallia Martchouk und Thijs Reus. “Wir haben uns bei ClickandBuy kennengelernt, wo wir als Software-Architekten verschiedene Projekte rund um das Thema E-Wallet realisiert haben”, sagt Mitgründer Gall, der balancr, ein Ableger des Unternehmens trimplement, als “Fintech Enabler” beschreibt.

“balancr ist ein ‘Wallet as a Service’ und richtet sich vorrangig an Fintech-Start-ups, aber auch an jedes andere Unternehmen, das Guthaben beliebiger Art verwalten muss: egal ob Buchgeld, Kryptowährungen, Flugmeilen, Miet-Kilometer. Mit balancr machen wir die Verwaltung einfach, die Nutzer konsumieren unseren Service als API und können sich auf ihre eigenen Features konzentrieren”, beschreibt Gall das Konzept hinter balancr.

“Auf Alleinstellungsmerkmale konzentrieren”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Matthias Gall, Mit-Initiator von balancr, über Flugmeilen, Geschäftsmodelle und Alleinstellungsmerkmale.

Welches Problem wollt Ihr mit balancr lösen?
Die elektronische Verwaltung von Werten aller Art, von Buchgeld über virtuelle Währungen wie Game Coins bis hin zu Flugmeilen, wird in zahlreichen Produkten benötigt, obwohl das selten unmittelbarer USP ist. Wer das von Grund auf neu entwickelt verliert also nicht nur viel Zeit die besser anderweitig investiert wäre, sondern trägt auch das Fehlerrisiko einer Neuentwicklung.
Wir bieten Startups mit balancr deshalb einen Service, an den sie diesen Teil ihrer Funktionalität auslagern und sich so auf ihre eigenen Alleinstellungsmerkmale konzentrieren können. Unsere ersten veröffentlichten APIs drehen sich komplett um die Guthabenverwaltung, kurzfristig werden wir aber weitere verwandte Features wie etwa die Verwaltung von Limits aufschalten.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet balancr ein Erfolg?
Diese dutzenden Start-ups sind es gewohnt, Dritte zu integrieren, etwa twilio für SMS oder Mailchimp für Newsletter. Wir glauben, dass balancr sich hier gut für diejenigen Unternehmen einreiht, die Guthabenverwaltung benötigen. Mit balancr richten wir uns gezielt an Startups mit ihren neuen Produkten und Services, die täglich entstehen und uns das Leben erleichtern möchten. Der Bedarf reicht weit über die Fintech-Branche hinaus, denn auch Gaming-Anbieter, Vermieter von Industriemaschinen oder Anbieter in der Sharing Economy benötigen eine sichere, effiziente Guthabenverwaltung – egal, ob es sich um Guthaben in Goldcoins, Zeiteinheiten oder Kilometern handelt. Wir positionieren uns als Fintech Enabler und bieten in diesem Kontext Produkte, mit denen Unternehmen ihre eigenen Geschäftsmodelle schneller an den Markt bringen können. Seitens der Muttergesellschaft sind wir hier bereits im Enterprise-Umfeld seit sieben Jahren sehr erfolgreich: die technologische Basis von balancr, CoreWallet, ist schon auf drei Kontinenten im Einsatz und hat sich im unternehmenskritischen Betrieb bereits bewiesen. Die Technologie ist also ausgereift und das Entwicklungsteam hat insgesamt über 100 Jahre Erfahrung im Online Payment-Bereich.

Wer sind Eure Konkurrenten?
Es gibt bereits einige etablierte Mitbewerber in diesem Umfeld, etwa Mangopay oder PayCash. Diese konzentrieren sich aber gezielt auf bestimmte Verticals oder befassen sich ausschliesslich mit Fiat-Währungen. Wir werden in den nächsten Wochen unser größtes Alleinstellungsmerkmal, das Definieren von eigenen “Währungen”, freischalten und haben noch niemanden im Markt entdeckt, der etwas vergleichbares anbietet.

Wie wollt Ihr Geld verdienen?
Wir bieten zwei verschiedene Optionen an, balancr zu nutzen: Bei der Integration “as a service” per API sind die Kosten von der Anzahl von Wallets und Transfers abhängig. Es gibt verschiedene Preisstaffeln, wobei die kleinste komplett kostenlos ist, so dass gerade Startups nicht direkt eine weitere Kostenposition einrechnen müssen und ihr eigenes Geschäftsmodell validieren können – auch das sehen wir als wichtigen Teil unserer Rolle als “Enabler”. Unternehmen, die balancr nicht als Service konsumieren können oder wollen – zum Beispiel, weil sie ihre Daten nicht bei Dritten lagern möchten –, bieten wir an, balancr zu mieten und selbst zu betreiben. Mittelfristig planen wir außerdem Zusatzmodule, die gegen einen Aufpreis genutzt werden können.

Wo steht balancr einem Jahr?
Optimalerweise haben wir uns erfolgreich als “Fintech Enabler” positioniert, werden für neue Produkte und Services als Integrationspartner wahrgenommen und sind bereits Teil der Softwarelandschaft zahlreicher Startups. Intern möchten wir im nächsten Jahr ein starkes Marketing aufbauen um unser Produkt international zu bewerben und den operativen Betrieb ausbauen, so dass wir den Anforderungen an Auslagerungsunternehmen für regulierte Partner gerecht werden.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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