Weka schluckt fotocommunity

Das Medienhaus Weka, das im vergangenen Jahr bereits das Gründermagazin förderland (www.foerderland.de) schluckte, übernimmt nun auch den bekannte deutschen Bilderdienst fotocommunity (www.fotocommunity.de). Die 2001 von Andreas Constantin Meyer gegründete Plattform gilt als die […]
Weka schluckt fotocommunity

Das Medienhaus Weka, das im vergangenen Jahr bereits das Gründermagazin förderland (www.foerderland.de) schluckte, übernimmt nun auch den bekannte deutschen Bilderdienst fotocommunity (www.fotocommunity.de). Die 2001 von Andreas Constantin Meyer gegründete Plattform gilt als die “größte Community für Fotografie in Europa”. Nach eigenen Angaben verfügt fotocommunity über 1,3 Millonen Mitglieder. Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) zählte im Mai bei fotocommunity rund 6,7 Millionen Visits und rund 137 Millionen Page Impressions. Die Übernahme erfolgt rückwirkend zum 1. Juli. Weka übernimmt alle Anteile am Unternehmen.

“Wir freuen uns, mit der Weka Firmengruppe einen starken Partner mit sehr viel fotografischem Know-how, Begeisterung und Erfahrung gefunden zu haben, der zum einen die Kontinuität und Offenheit unserer Plattform sicher stellt und der die fotocommunity andererseits auch bei der kontinuierlichen Verbesserung und Ausweitung der Aktivitäten in neuen Märkte unterstützen wird”, sagt fotocommunity-Gründer Meyer. Zu Weka gehört unter anderem auch die Fachzeitschrift “ColorFoto”, ein Magazin für anspruchsvolle Fotografie. “Mit der fotocommunity können wir auch das sehr attraktive und schnell wachsende Segment des Online-Fotosharings erschließen”, sagt Weka-Eigentümer Werner Mützel. Auch künftig soll das 30-köpfige fotocommunity-Team weiter am bisherigen Standort Köln seiner Arbeit nachgehen.

fotocommunity-Gründer Meyer wird im Zuge des Verkaufs als Geschäftsführer des Unternehmens ausscheiden. Der zweite Geschäftsführer, Axel Flasbarth (seit Sommer 2010 im Amt), wird fotocommunity auch künftig leiten. fotocommunity ist momentan in Deutschland sowie in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien aktiv. Die Plattform finanziert sich über Werbung und Mitgliedsgebühren. “fotocommunity war 2001 komplett werbefinanziert. Die Budgets sind aber 2002 nach dem Crash quasi eingefroren worden. Da habe ich als eine der ersten Webseiten eine monatliche Mitgliedsgebühr eingeführt. Das klappt bis heute sehr gut!”, sagt Meyer 2008 gegenüber deutsche-startups.de.

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* 15 Fragen an Andreas Constantin Meyer von fotocommunity

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.