AWD-Gründer Maschmeyer investiert Millionensumme in Orderbird

In den Markt für mobile Bezahlsysteme kommt langsam aber sicher richtig Schwung: Mit SumUp und Zenpay entstehen in Berlin – wie exklusiv berichtet – derzeit zwei Bezahl-Start-ups, die den Massenmarkt erobern wollen. Orderbird […]
AWD-Gründer Maschmeyer investiert Millionensumme in Orderbird

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In den Markt für mobile Bezahlsysteme kommt langsam aber sicher richtig Schwung: Mit SumUp und Zenpay entstehen in Berlin – wie exklusiv berichtet – derzeit zwei Bezahl-Start-ups, die den Massenmarkt erobern wollen. Orderbird (www.orderbird.de) positioniert sich dagegen als Bestell-, Kassen- und Abrechnungssystem für die Gastronomie. Gäste in einem Restraurant, dass Orderbird einsetzt, können direkt mit ihrem Smartphone Speisen und Getränke bestellen und auch bezahlen. Gastronomen wiederum können mit Orderbird ihren Betrieb organisieren, Rechnungen schreiben und Bons auszudrucken. In der gerade abgeschlossenen zweiten Finanzierungsrunde erhält die Jungfirma nun stattliche 2,7 Millionen Euro.

Das frische Kapital stammt von Alternative Strategic Investments (Alstin), der Beteiligungsfirma des AWD-Gründers Carsten Maschmeyer, und den Altgesellschaftern des Unternehmens. Wobei der Großteil des Geldes, “mehr als 2,4 Millionen Euro” von Alstin stammt. Nach Informationen der “Financial Times Deutschland” (FTD) sichert sich Alstin mit seiner Millionenspritze 30 % der Orderbird-Anteile. Damit läge die Bewertung von Orderbird bei 8 Millionen Euro. Mit dem Geld aus Hannover will das Orderbird-Team sein Kassensystem auf iPad-Basis weiter und vor allem schneller vorantreiben und ausbauen. Momentan ist Orderbird testweise in Berlin und München unterwegs. In der zweiten Jahreshälfte ist der “deutschlandweite Roll-out” geplant. Rund 250 Restaurants nutzen das mobile Kassensystem momentan. Darunter mymuesli, das Unternehmen setzt Orderbird es in seinem neuen Laden am Münchener Viktualienmarkt.

296.970 Euro Ausgaben im ersten Quartal

Langfristig sollen vor allem Lizenzerlöse für die Nutzung des Kassensystems Geld in die Kasse der Jungfirma spülen. Momentan fließt diese Einnahmequelle aber noch nicht. “Der Grund: Das Team ist der Meinung, dass die Software noch nicht ausgereift genug ist, um dafür Geld zu verlangen. Erst wenn dieser Schritt erreicht wird, werden Nutzungsgebühren erhoben – je nach Wahl entweder 39 Euro pro Monat oder 390 Euro pro Jahr”, heißt es im Orderbird-Tagebuch bei der “FTD”. Zurzeit verdient Orderbird Geld mit dem Verkauf von Hardware. 131.024 Euro nahm das Start-up nach einer Aufstellung der Wirtschaftszeitung im ersten Quartal ein durch den Verkauf von Zubehör ein. Dem gegenüber stehen 296.970 Euro Ausgaben. Das junge Unternehmen beschäftigte damals 14 Mitarbeiter, inzwischen sind es 25. Zu den direkten Konkurrenten der Jungfirma zählt OrdiFy (www.ordify.net) und auch Waitless (www.waitless.de).

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.