Gameforge-Gründer Klaas Kersting startet mit Flaregames wieder durch

Schon seit etlichen Monaten werkelt Gameforge-Gründer Klaas Kersting, der im März des vergangenen Jahres bei der erfolgreichen Spieleschmiede ausgeschieden ist, an seinem Projekt Flaregames (www.flaregames.com). Jetzt wagt er sich mit seinem neuen Baby […]

Schon seit etlichen Monaten werkelt Gameforge-Gründer Klaas Kersting, der im März des vergangenen Jahres bei der erfolgreichen Spieleschmiede ausgeschieden ist, an seinem Projekt Flaregames (www.flaregames.com). Jetzt wagt er sich mit seinem neuen Baby erstmals an die Öffentlichkeit “Wir kriechen gerade aus der Deckung”, sagt er gegenüber deutsche-startups.de. Insgesamt 16 Leute arbeiten bereits bei Flaregames. Das Team will noch in diesem Jahr sein erstes Spiel rausbringen. Details wie den Namen und das Spielkonzept will Kersting aber noch nicht verraten. Die strategische Ausrichtung von Flaregames ist aber schon definiert. Das Start-up baut Mobil Reality-Games.

“Die Vision von flaregames ist die Entwicklung herausragender Mobile Reality-Games, welche die reale und die virtuelle Welt zu einem einmaligen Spielerlebnis verschmelzen”, sagt Kersting. “Unsere Spiele gehen weit über das einfache ‘Check-in’ hinaus und integrieren sich dabei spielerisch in den Tagesablauf unserer Spieler”. Augmented Reality und Poitionsbestimmung via GPS seien dabei zwei wichtige Elemente der künftigen Flaregames-Spiele. Das erste Spiel wollen Kersting und sein Team auf der gamescom Mitte August in Köln vorstellen – allerdings nur ausgesuchten Journalisten und Geschäftspartnern. Was jedoch jetzt schon klar ist: Nur iPhone- und iPad-Besitzer werden zunächst in den Genuss des ersten Flaregames-Spiels kommen. Eine Android-Version soll erst später folgen, wenn das Spiel stabil läuft.

“Ein geiles Team”

Auch wenn das bisher namenlose Flaregames-Spiel klar auf tragbare Geräte ausgerichtet ist, können Nutzer das Game auch auf dem heimischen Sofa spielen. “Es wird jedoch eine Rolle spielen, wo man sich aufhält”, verspricht Kersting. Man darf gespannt sein, ob die Karlsruher bei ihrem Premierenspiel wirklich eine Vermischung aus Realität und Entertainment-Welt hinbekommen. Und ob dieses Spielprinzip auf Dauer funktioniert. Denn nach dem Startschuss für das erste Spiel will die Spieleschmiede, die bisher komplett von Kersting finanziert wurde, zeitnah das nächste Spiel in Angriff nehmen. Kerstings langfristiges Ziel ist es, Flaregames zum “führenden Entwickler und Publisher von Mobile Reality-Games” zu machen. Unterstützung erhält er dabei unter anderem von Andreas Suika (früher Blue Byte), Börje Sieling, Cem Aslan, Matthias Schindler und Georg Broxtermann.

“Ein geiles Team, dass weiß worum es geht”, sagt Kersting sehr enthusiastisch. Broxtermann wirkt bei Flaregames als Director Business Development. Zuvor baute er unter anderem das Spiele-Start-up Orbster (www.orbster.com) auf. Die Jungfirma brachte mit ihrem Spiel
GPS Mission die gute alte Schnitzeljagd in ein neues Zeitalter. GPS Mission ermöglichte es jedem Nutzer in der realen Welt eine ganz persönliche Schnitzeljagd zu erstellen, die andere User nachspielen konnten. Das Start-up war damit seiner Zeit voraus. Kersting kaufte die Insolvenzmasse des deutschen Vorreiters für ortsbasierte mobile Spiele und nutze die Überbleibsel als Grundstein für Flaregames. Die neue Spielewerkstatt klingt nach einer großen Sache. Jetzt muss die Mannschaft die großen Erwartungen, die das Thema und das Team im Hintergrund wecken, aber auch erfüllen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.