• Von ds-Team
    Freitag, 10. September 2010
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    Tipps und Tricks für Facebook- bzw. Social Media-Marketing- Gastbeitrag von Markus Bauer

    Im ersten Teil dieses Gastbeitrags stellte Markus Bauer von Seite 1-Suchmaschinenoptimierung Tipps und Tricks für die Suchmaschinenoptimierung von Facebook-Fanpages zusammen. Im zweiten Teil geht es um Facebook- bzw. Social Media-Marketing (“Wie vermarkte ich […]

    Im ersten Teil dieses Gastbeitrags stellte Markus Bauer von Seite 1-Suchmaschinenoptimierung Tipps und Tricks für die Suchmaschinenoptimierung von Facebook-Fanpages zusammen. Im zweiten Teil geht es um Facebook- bzw. Social Media-Marketing (“Wie vermarkte ich mein Unternehmen, meine Marke, mein Leistungsangebot und meine Webseiten bzw. Blogposts optimal via Web 2.0”).

    Social Media Marketing (SMM) & Social Media Optimierung (SMO) sind in aller Munde. Aber bevor ein Twitter-Account oder eine Facebook-Fanpage angelegt wird, sollte ein SMM-Plan erarbeitet werden, der folgende sechs Punkte abdeckt: realistische Ziele, dafür benötigte Ressourcen, bestehende Risiken, konkrete Social Media Maßnahmen, geeignete Plattformen und praktikable Erfolgskriterien.

    Wie funktioniert „Social Media“ überhaupt? In Social Media kommunizieren Personen – auch ohne Beteiligung eines Unternehmens – untereinander über eine Marke. Primäres Social Media-Marketing-Ziel eines Unternehmens sollte es demnach sein, für positive Schlagzeilen und deren größtmögliche Verbreitung zu sorgen – um letztlich die “AIDA-Unterziele” Attention -> Interest -> Desire -> Action und zusätzlich mehr Loyalty bzw. Kundenbindung zu erreichen.

    Ob auf Facebook und YouTube oder bei Twitter: Eigene Präsenzen (Community-Aufbau) mit Like me-, Follow me- und Talk2me-Features können nur der Ausgangspunkt für Dialoge sein, die anschließend zeitnah, inhaltlich angemessen und nachhaltig weitergeführt werden wollen. Auch für das Management und den Ausbau einer Community müssen demnach entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden. Aufbau und Ausbau werden erleichtert, wenn das Produkt im Mittelpunkt der Community steht.

    Wer Sonderpreise und andere VIP-Vorteile bietet, hat es leichter, “Mitläufer, Freunde & Liebhaber” zu binden sowie neue hinzu zu gewinnen. Um neue Leads zu generieren, müssen bereits bestehende “Lover” motiviert werden, die Marke weiterzuempfehlen. Features, die Empfehlungen unterstützen, etwa ein virtueller Einkaufswagen, der unkompliziert beladen, an einen Freund verschickt und von diesem übernommen werden kann, sind dafür besonders geeignet.

    Ohne eine überwiegend wohlwollende Kommunikation, können Social Media-Unterziele wie Interest und Desire, die Bedingung sowohl für eine Absatzsteigerung als auch für eine Imageverbesserung sind, nicht erreicht werden. Während das in einem TV-Spot oder einer Printanzeige gegebene Versprechen nicht unbedingt gehalten werden muss, können selbst kleine Lügen in Social Media noch kürzere Beine haben. Damit der Schuss nicht nach hinten losgeht, sollten also nicht nur die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen. Auch Ihre Produkt(e), Firma und Mitarbeiter sollten 100% waterproof sein, bevor Sie sich aufs Social Media-Eis begeben. Einen Notfallplan für den Super-GAU in der Schublade zu haben, kann trotzdem nicht schaden – damit es nicht ganz so übel kommt, wie bei Kitkat von Nestlé.

    Die Markenbekanntheit kann mit Hilfe von Social Media nur dann gesteigert werden, wenn es gelingt, Botschaften zu initiieren, die viral verbreitet werden. Es gibt zwar keine Geling-Garantie, aber die Erfolgschancen steigen stark an, wenn technische oder verbale Vorgaben zur Gruppenbildung bzw. Interaktion animieren. Hochwertige Preise, bekannte Testimonials und parallele Old bzw. Paid Media-Kampagnen steigern selbstverständlich die Chancen, sind aber keineswegs zwingend. An dieser Stelle kommt Social Media Optimization (SMO) ins Spiel.

    Ähnlich wie Suchmaschinenoptimierung (SEO) zielt SMO darauf ab, Social Media Content (auf Twitter, Facebook & Co, aber zum Beispiel auch via FB-News-Widget oder Like-Button auf eigenen Webseiten) so bereitzustellen, dass das Auffinden für Suchmaschinen und Besucher, das Beteiligen (diskutieren bzw. kommentieren) und das Verbreiten (bookmarken, voten, liken, twittern) erleichtert wird. Statt von SMO könnte man also auch von Social SEO bzw. Facebook SEO sprechen. Bei SMO geht es (auch) um mehr Reichweite über Social Media, bei SEO (im engeren Sinne) um mehr Besucher via Google & Co. Social Media Marketing bzw. Optimierung wird häufig auch als Ergänzung oder gar Teil der Suchmaschinenoptimierung gesehen, vor allem weil Social Media (auch) genutzt werden, um neue Blogposts zu verbreiten und auf diese Weise Linkbuilding bzw. OffPage-SEO zu unterstützen.

    Voraussetzung für erfolgversprechende SMM-Kampagnen sind Antworten auf die beiden Fragen: Was hat meine Marke davon (mehr Fans, mehr Produktverkäufe)? Was hat die Zielgruppe davon (Entertainment, Incentive usw.)? Ist eine Schnittmenge vorhanden, sollte als nächstes die passende Plattform gewählt werden (Video-Content -> YouTube, Community aufbauen -> Facebook, Kombinationen mit Twitter etc.). Wichtiger als das Wo (grundsätzlich gilt: weniger ist mehr) ist das Wann und Wie (lange). Ähnlich wie SEO ist auch SMM bzw. SMO keine Einmal-Aktion. Eine Art Drehbuch für einen Vorlauf von > 6 Monaten ist hilfreich.

    Tipps & Tricks für Aktivitäten auf Facebook & Co.

    Inhalte
    • Neuigkeiten zu Produkten und Aktionen – nur News, die wirklich neu, relevant, hilfreich sind
    • Zusatzinformationen zu Produkten und anderen relevanten Themen – am besten nur Tipps, die wirklich exklusiv sind
    • Handfeste Vorteile wie Previews, “Vorkaufsrechte”, Preisnachlässe, Gewinnchancen usw. – am besten einige der Benefits nur für Fans

    Kommunikation
    •„Locker flockig“ (nicht steif/gestelzt)
    •Offen und ehrlich (nicht unglaubwürdig)
    • Diskussion provozieren (keine Vorträge und schon gar keine Verkaufstexte)
    • Auf Inputs/Beiträge zeitnah reagieren (lange „Wartezeiten“ sind schlicht unhöflich)
    • Tolerant und immer freundlich (abweichende Meinungen sind ausdrücklich erwünscht; inspirieren Sie Ihr Publikum, statt schlechte Stimmung zu verbreiten oder zu perpetuieren)

    Präsentation
    • Nicht nur die Produkte, sondern auch das Unternehmen und die Menschen dahinter: Berichte von internen und externen Veranstaltungen (z. B. Messen), Stellenanzeigen usw.
    • Neben eigenen Inhalten auch User-generated Content ermöglichen bzw. incentivieren
    • Neben Texten mit Links auch Fotos und Videos

    Allgemein
    • Ausreichend Abwechslung bieten (Themen und Formate)
    • Regelmäßig Anregungen in thematisch verwandten Foren holen
    • Zeitnah besonders populäre und/oder kontroverse Themen aufgreifen

    Die Erfolgsmessung sollte sich nach den jeweiligen Maßnahmen und den dafür gewählten Kanälen bzw. Plattformen richten. In Frage kommen URL-Shortener, spezifische SMM-Tools (wie Facebook „Analytics”), allgemeine(re) SMM-Tools (wie Tweetdeck oder Hootsuite) und auch Google Tools (Alerts, Analytics). Wichtiger als die verwendeten Tools ist die Definition von Key Performance Indicators, die eine Evaluierung verschiedener Maßnahmen über längere Zeiträume und somit SMO im engeren Sinne überhaupt erst ermöglichen.

    Zur Person
    Markus Bauer ist Geschäftsführer von Seite 1-Suchmaschinenoptimierung. Für deutsche-startups.de schrieben Bauer und sein Team bereits “10 brutale Wahrheiten über SEO” und “7 harte SEO-Wahrheiten” nieder. Auf der Firmenwebsite von Seite 1-Suchmaschinenoptimierung findet man zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Social Media-Kampagnen, SMM-Linktipps sowie die besten SMM-Kampagnen und Facebook-Fanpages.

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