10 brutale Wahrheiten über SEO

Das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt immer wieder für reichlich Gesprächsstoff. Ein Blick auf unseren Artikel “7 harte SEO-Wahrheiten” zeigt dies  eindrucksvoll. Markus Bauer und sein Team von Seite 1-Suchmaschinenoptimierung haben sich nun – […]

Das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt immer wieder für reichlich Gesprächsstoff. Ein Blick auf unseren Artikel “7 harte SEO-Wahrheiten” zeigt dies  eindrucksvoll. Markus Bauer und sein Team von Seite 1-Suchmaschinenoptimierung haben sich nun – in Anlehnung an “25 Brutal Truths About SEO” – erneut mit Fakten, Mythen und Halbwahrheiten rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt und zehn brutale und ungeschminkte Wahrheiten dazu niedergeschrieben.

1. Aussagen wie “SEO ist Bullshit” sind der größte Bullshit
Wer SEO rundweg ablehnt, will sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Besuchen Sie die Seiten der Kritiker, die behaupten, SEO ist Bullshit oder SEO ist tot usw. Wie viele dieser SEO-Kritiker arbeiten bei Google? Wie viele nutzen ein SEO-freundliches CMS wie WordPress? Und wie viele nutzen den Noindex-Tag, um sicherzugehen, dass sie nicht das SEO-Verbrechen einer Indexierung durch Google & Co. begehen? Menschen, die Suchmaschinenoptimierung nicht Ernst nehmen, wollen Sie entweder hinters Licht führen – oder haben keinen Schimmer. Aussagen wie SEO ist unnötig, gefährlich usw. sind jedenfalls Quatsch.

2. Für SEO ist Zeit und/oder Geld nötig
SEO hat nichts mit Zauberei zu tun. Suchmaschinenoptimierung ist harte Arbeit. Jedes geheimnisvolle 19,95-SEO-Tool, das Ihre Seite an 100.000 Verzeichnisse übermittelt, ist entweder Betrug, Black Hat-SEO oder bestenfalls wirkungslos. Natürlich kann es sein, dass Ihre Website sogar einen kurzfristigen Push bekommt. Aber wenn Sie kein Black Hat-Profi sind, der mit Wegwerf-Domains arbeitet, kommt so etwas im Internet einem Selbstmord gleich.

3. Content is King, but SEO is Queen
Das “Content is King”-Mantra wird überall bis zum Erbrechen wiederholt. Die Google-Ingenieure lieben es. Blogger und Journalisten, die SEO aus Ahnungslosigkeit ablehnen, wollen Ihnen weismachen, dass guter Content ausreicht und sich von selbst rumspricht. Das ist Quatsch! Sie brauchen SEO, Social Media, befreundete Blogger oder eine reichweitenstarke Plattform, um das hinzukriegen. Bestenfalls können Sie auf alle 4 Faktoren zurückgreifen. Es ist wie beim Schach. Ihre Website ist nichts ohne den König (Content), aber Sie brauchen auch die Dame und einige andere Figuren (Faktoren). SEO ist Ihre Dame. SEO ist der flexibelste und beste Verbündete für Ihren Content.

4. Jeder Internet-Publisher betreibt SEO
Sie haben noch nie von Suchmaschinenoptimierung gehört? Haben Sie eine Website? Sind Sie in sozialen Netzwerken aktiv? In diesem Fall haben Sie schon SEO betrieben oder zumindest bei SEO mitgemacht – ob wissentlich oder unwissentlich. Webseiten und Inhalte für Suchmaschinen lesbar zu machen, gehört zu den Aufgaben der Suchmaschinenoptimierung. Wenn Sie Ihre Webseiten nicht über NoIndex bzw. die entsprechende Einstellung z. B. in WordPress unsichtbar für Google & Co. gemacht haben, ist Ihre Website in gewisser Weise suchmaschinenoptimiert. Denken Sie beim nächsten Mal daran, wenn Sie oder andere mal wieder Ihrem Hass gegen SEO Luft machen wollen: Jeder, der im Internet Inhalte publiziert, betreibt SEO. Die Aussage “Ich hasse SEO” ist ungefähr so sinnvoll wie “Ich hasse Webdesign” oder “Ich hasse Webhosting”.

5. Die Global Player beherrschen die Suchergebnisse
Als Website-Betreiber können Sie in hochprofitablen Bereichen höchstwahrscheinlich nicht mit AOL, Yahoo und ihresgleichen konkurrieren, weil sie die Top 10-Ergebnisse fest im Griff haben. Weil die Global Player in den Top 10 mit 10 unterschiedlichen Seiten bzw. Firmen, die ihnen gehören, auftauchen können, würden Sie es noch nicht einmal merken. Googeln Sie einfach mal nach Google oder Google Maps: Wie viele Seiten, die garantiert nicht zu Google gehören, sehen Sie?

6. Große Marken werden von Google bevorzugt
Google bevorzugt Marken in den Suchergebissen – selbst wenn der Content weniger relevant ist. Googles CEO Eric Schmidt hat selbst eingeräumt, dass das Web ein Auffangbecken ist und nur Marken zuverlässig sind.

7. Es gibt keine wirklichen SEO-Geheimnisse
Google hat Geheimnisse. Google wird die Ranking-Algorithmen aus verschiedenen Gründen nicht veröffentlichen. Auf der anderen Seite sind SEO-Geheimnisse rar gesät. Der Großteil des SEO-Wissens ist bereits verfügbar. Sogar Google bietet SEO-Grundlagenwissen und viele kostenlose SEO-Tools, die für den durchschnittlichen Webmaster vollkommen ausreichend sind. Für Informationen über Suchmaschinenoptimierung für Fortgeschrittene müssen Sie nur etwas tiefer graben. Selbst Black Hat-SEOs geben ihr Wissen in Blogs und Foren weiter.

8. SEO ist nicht nur SEO
Heutzutage umfasst der Begriff SEO auch Disziplinen wie Conversion Rate- und Usability-Optimierung. SEO ist nicht mehr nur Suchmaschinenoptimierung im engeren Sinne. Social Media hat z. B. eine große Überschneidung mit SEO – und dadurch wird es nicht automatisch zu Social Media-Marketing.

9. Gute SEO ist unsichtbar
Warum sprechen so wenige positiv über SEO, wenn man sie danach fragt? Weil gute Suchmaschinenoptimierung für das nackte Auge unsichtbar ist. Der durchschnittliche Internetnutzer erkennt nur schlechte SEO, etwa wenn bei trashig mit Keywords vollgetopften Webseiten. Gute Suchmaschinenoptimierung sorgt “nur” dafür, dass Webseiten über Suchergebnisse gefunden, besucht und dort die vom Betreiber gewünschten Aktionen durchgeführt werden. Die User sind glücklich und zufrieden und registrieren noch nicht einmal, dass (ein) SEO am Werk war.

10. Viele verwechseln bezahlte und organische Ergebnisse
Im Jahr 2005 fragte Wired in einer Studie, wie Suchmaschinen-Nutzer den Unterschied zwischen bezahlten und organischen Ergebnissen wahrnehmen. Das Resultat: im wesentlichen keinen! Nur 18 % waren sich des Unterschieds bewusst. Und das war noch, bevor Google die AdWords-Anzeigen über den Suchergebnissen einführte, also zu Zeiten, als die bezahlten Anzeigen ausschließlich rechts von den Suchergebnissen eingeblendet wurden. Das ist der Grund dafür, dass selbst Nachrichtenmedien den Kauf von Anzeigen mit dem Kauf von Suchergebnissen gleichsetzen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.