Ibrahim Evsan und Thomas Bachem verkaufen ihre sevenload-Anteile

Das Kapitel sevenload (www.sevenload.de) ist für Ibrahim Evsan und Thomas Bachem, die das Start-up im Herbst des vergangenen Jahres verließen, endgültig beendet. Die Gründer, die inzwischen United Prototype (www.unitedprototype.com) und das Spiel Fliplife […]

Das Kapitel sevenload (www.sevenload.de) ist für Ibrahim Evsan und Thomas Bachem, die das Start-up im Herbst des vergangenen Jahres verließen, endgültig beendet. Die Gründer, die inzwischen United Prototype (www.unitedprototype.com) und das Spiel Fliplife (www.fliplife.com) betreiben, haben ihre Anteile an der Videoplattform komplett verkauft. “Mitgründer und Vorstand Axel Schmiegelow übernimmt mit seiner Beteiligungsgruppe dw Capital die freiwerdenden Anteile vollständig” schreibt das Handelsblatt. Ein Blick ins Handesregister bestätigt diesen Bericht: Die x-side GmbH, das Beteiligungsvehikel von Evsan und Bachem, gehört seit Juni dw capital und wird von Schmiegelow geführt. “Jetzt können wir uns voll auf Fliplife konzentrieren”, sagt Evsan gegenüber deutsche-startups.de. “sevenload ist jetzt erwachsen genug, um ohne Gründer zu arbeiten”. Anfang September startete Fliplife in die Betaphase. In den ersten sechs Tagen sorgten die Testnutzer laut Evsan für rund 700.000 Page Impressions.

Bei sevenload stehen die Zeichen unterdessen auf Expansion: Wie das Handelsblatt weiter berichtet, arbeitet der frühere Facebook- und Walt Disney-Manager Richard Cooperstein ab Oktober als Director International Content Akquisition für die Videoplattform. Er soll von Los Angeles aus mit US-Studios über den Ankauf von Videorechten verhandeln und strategische Partnerschaften in den USA anleiern. Ebenfalls neu bei sevenload ist Jodok Batlogg. Der ehemalige VZ-Netzwerker heuert als Chief Technical Officer in Köln an. “Seine VZ-Anstellung in Berlin löste er erst kürzlich auf – wohl aus Uneinigkeit mit Investor Holtzbrinck Ventures über den Innovationsgrad der Plattform”, schreibt Gründerszene. “Wir freuen uns sehr, mit Jodok Batlogg einen innovativen Kopf und herausragenden Unternehmer für sevenload zu gewinnen. Seine Ideen und Visionen im Bereich der Softwareentwicklung für IPTV, Online-Video und Multiscreen werden sevenload künftig unterstützen, um unser umfangreiches IPTV-Angebot und unsere erfolgreichen B2B-Produkte am Markt als feste Größen zu positionieren“, sagt Schmiegelow. In seiner neuen Position kümmert sich Batlogg um die strategische Produktentwicklung, das Innovationsmanagement und die Leitung der technischen Entwicklungsabteilung des Unternehmens.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Angelos

    Kein direkter Kommentar, mehr eine Frage:

    Sevenload ist mir ein Riesenrätsel. Obwohl ich ausschließlich mit internetaffinen Menschen zu tun haben, habe ich noch nie von irgendjemandem gehört, dass er Sevenoad nutzt. Wenn ich selber einmal pro Jahr auf die Seite gehe, bin ich jedesmal entsetzt, wie unglaublich unübersichtlich eine Seite sein kann, die von einem professionellen Team betreut wird.

    Wie existiert Sevenload? Wer sind die User? Wo kommt der Umsatz her?



  2. Catbert

    Laut den Jahresabschlussberichten scheint sevenload ja doch eine recht große Geldvernichtungsmaschine zu sein, zudem zu mindestens nach außen ziemlich konzept- und erfolglos. Aber vielleicht kommt da ja noch was, irgendwann, demnächst, die zwei von United Prototype scheinen immerhin einen noch guten Absprung geschafft zu haben…



  3. Oliver

    Bei sevenload sehe ich auch nicht UGC als Schwerpunkt. Entwickelt sich zunehemdn nach Maxdome. Aber wegen dem Layout stimme ich zu. Nur vielleicht sollte man sich fragen, warum sevenload in den ersten Jahren dieses unübersichtliche Layout unter der Führung von den beiden Abspringern erhalten hat? Scheint sprichwörtlich “auf deren Mist” gewachsen zu sein. :D



  4. Ali

    Ich glaub, sevenload verdient sein Geld eher im B2B. Ich denke, die tun gut, sich in die Richtung zu konzentrieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Herr Schmiegelow weg vom B2C-Geschäft und mehr dahin arbeiten wird. Von daher halte ich den Abkauf der Anteile für eine richtige Entscheidung, um “nicht so viele Köche für den Brei zu haben”. Im B2B ist mehr zu holen als im B2C.



  5. VanDamme

    Da stimme ich zu. Ich habe sevenload jetzt zum zweiten oder driten mal besucht. War mir vorher fast unbekannt.

    Ich finde der verwendete Flash-Player ist ein Ressourcenfresser, mein Rechner quält sich mit den Videos regelrecht ab.
    Die Videos sind auch überwiegend uninteressant und in sehr schlechter Qualität. Die vorher laufenden Werbespots sind für mich auch ein K.O Kriterium. Das ist einfach sehr störend.

    Aus dem Grund nutze ich auch nie clipfish.de
    Dort läuft auch ständig Werbung.



  6. Rob

    Ich wüßte gern mal, wie die das viele Geld verbrennen..



  7. Ed Hardy

    Da stimme ich zu. Ich habe sevenload jetzt zum zweiten oder driten mal besucht. War mir vorher fast unbekannt.

    Ich finde der verwendete Flash-Player ist ein Ressourcenfresser, mein Rechner quält sich mit den Videos regelrecht ab.



  8. VanDamme

    Das meiste Geld geht sicher für Personal und Content Delivery drauf.



  9. Josef

    Ich versteh auch nicht wie Sevenload immer als Erfolgsstory von Ibo und Thomas verkauft werden. Mein Beileid an Jodok, der die Suppe teilweise auslöffeln darf

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