Whatever Mobile übernimmt ViiF

Um die mobile Video-Community ViiF (www.viif.de) war es in den vergangenen Wochen und Monaten sehr ruhig geworden. Nun ist der Grund dafür klar: Hinter den Kulissen wurde der Verkauf des Unternehmens vorangetrieben. Neuer […]

Um die mobile Video-Community ViiF (www.viif.de) war es in den vergangenen Wochen und Monaten sehr ruhig geworden. Nun ist der Grund dafür klar: Hinter den Kulissen wurde der Verkauf des Unternehmens vorangetrieben. Neuer Besitzer ist Whatever Mobile. Der sogenannte Mobile-Solutions-Provider mit Sitz in Hamburg hat das Berliner Start-up über eine Tochtergesellschaft komplett übernommen. Gegründet wurde ViiF von Steffen Brünn, Daniel Höpfner, Jens Gützkow, Anna Krawiec und Christian Marsch im vergangenen Jahr. Wobei zuletzt nicht mehr alle Gründer bei ViiF an Bord waren – Brünn und Krawiec stiegen im Sommer aus. Der offizielle Startschuss für ViiF erklang im November. Seitdem können Besitzer von UMTS-fähigen Handys unterwegs Kinotrailer, Nachrichten oder Musikclips genießen. Die Inhalte liefern schwergewichtige Partner wie ProSieben, Reuters und Senator Film.

“Die Übernahme der ViiF ist ein weiterer Schritt, um unsere Position als Innovationstreiber im Bereich UMTS-Videotelefonie langfristig zu stärken. ViiF bringt uns technische Möglichkeiten für unser Geschäft, die unsere existierende Plattform perfekt ergänzen. Wir sind uns sicher, dass das Angebot von Videos ohne zusätzliche Software in den Bereichen Mobile Marketing und Entertainment großes Potential für die Zukunft hat”, sagt Michael Lützenkirchen. Der Gründer und Geschäftsführer von Whatever Mobile kennt ViiF bestens – er unterstützte das Start-up von Anfang an als Business Angel. Daneben statteten Neuhaus Partners, IBB Beteiligungsgesellschaft, Tiburon, Paulus Neef und Thorsten Rehling das junge Unternehmen mit Kapital aus.

“Richtige Entscheidung in der derzeitigen Finanzsituation”

Für Gründer Höpfner ist der Verkauf die “richtige Entscheidung in der derzeitigen Finanzsituation”. Er sei sehr froh, dass der Deal geklappt hat. Für welche Summe ViiF über den Tisch gegangen ist, ist nicht bekannt. Derzeit bereitet der ehemalige Vice President Sales von Funambol den Umzug von ViiF nach Hamburg vor. Das Büro in der Nähe des Alexandersplatzes in der Hauptstadt wird gerade geräumt. Den Umzug und die Eingewöhnungsphase in der Hansestadt wird Höpfner aktiv begleiten. Wie langfristig er weiter an Bord bleibt sei dagegen noch unklar. Und wie genau geht es mit ViiF unter dem Dach von Whatever Mobile weiter? “Wir prüfen derzeit, inwieweit wir das bestehende Geschäftsmodell in unser Produktportfolio integrieren. Auf jeden Fall sind wir technologisch in einer hervorragenden Ausgangssituation, um unseren Kunden noch innovativere Kampagnen und Dienste anbieten zu können”, sagt Geschäftsführer Lützenkirchen. Hört sich für ViiF nach einer Zukunft als technischer Dienstleister an. Klingt nach einer vernüftigen Entscheidung, denn der weitere Aufbau der eigenständigen Marke ViiF könnte extrem kostspielig werden. Ein Schaufesnter, welches die Möglichkeiten aufzeigt, reicht vermutlich. Zu den Kunden von Whatever Mobile zählen unter anderem die Deutsche Post, Premiere und Kabel Deutschland. Einige davon dürften sicherlich Interesse nach einer mobilen Videolösung unter eigener Flagge haben.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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