Tribax baut Netzwerke

Viele kleine und große Stämme will Christian Fenner, Gründer der Meta-Community Tribax (www.tribax.com) künftig um sich scharen. Mit Stämmen sind dabei Communitys und Netzwerke aller Art gemeint. “Jeder kann mit Tribax kostenlos innerhalb […]

Viele kleine und große Stämme will Christian Fenner, Gründer der Meta-Community Tribax (www.tribax.com) künftig um sich scharen. Mit Stämmen sind dabei Communitys und Netzwerke aller Art gemeint. “Jeder kann mit Tribax kostenlos innerhalb weniger Minuten seine eigene individuelle Community ins Leben rufen”, sagt Fenner. Bereits im vergangenen Jahr erdachte der Berliner das Projekt unter dem Namen cre8unity – seit wenigen Wochen ist der Dienst nun als Tribax im Netz. Einige hundert Communitys sind beim wilden Internetstamm inzwischen entstanden. Dort tummeln sich nach eigenen Angaben über 2.000 Mitglieder. Zu den Investoren von Tribax gehören Karsten Schneider mit seiner Argiv sowie Oliver Schwarz und Werner Vollert (beide Formblitz).

Neben dem Privatkundengeschäft, welches sich über Werbung und kostenpflichtige Premiumdienste finanzieren soll, will Fenner Tribax vor allem als Dienstleister für White-Label-Lösungen im Community-Segment positionieren. Sicherlich ein lukratives Geschäftsfeld neben dem eher schwierigen Privatkundenmarkt. Denn trotz des Communitybooms der vergangenen Jahre sind für viele klassische Medienunternehmen soziale Netzwerke noch immer Neuland. Aber auch für Werbeagenturen, die eine Community um eine Kampagne stricken möchten, oder Event-Veranstalter könnte so ein Service interessant sein. Für JamFM und Radio Paradiso hat die 11-köpfige Tribax-Mannschaft bereits Netzwerke gebaut – jeweils im Look & Feel des jeweiligen Auftraggebers. Zu den weiteren Dienstleistungen von Tribax gehört das Hosting der Netzwerke und die Weiterentwicklung der Plattformen. Ein wichtiger Punkt ist für Fenner das Thema Schulungen – er will die Kooperationspartner durch Seminare an das weite Feld soziale Netzwerke heranführen. Für die Nutzung von Tribax müssen die Lizenznehmer knapp 5.000 Euro auf den Tisch legen. Kosten für individuelle Anpassungen kommen noch oben drauf.

Zahlreiche Meta-Communitys im Markt aktiv

Wie in allen Segmenten im Netz, ist auch der Markt für Meta-Communitys heiß umkämpft. Im November des vergangenen Jahres schickten Philipp Ellenbeck, Daniel Peters, Christian Stein und Oliver Ueberholz ihren Community-Baukasten mixxt (www.mixxt.de) ins Rennen. Als Nutzer mit an Bord ist seit Ende März der VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft. Das Netzwerk des Unternehmens heißt “Excellent – Die Excel-Community von ExcelDaily“. Ansonsten hat sich mixxt als Community zu diversen Veranstaltungen einen Namen gemacht – etwa Startup Weekend, re:publica und educamp. Seit Oktober 2007 ist six groups (www.sixgroups.com) im Netz. Knapp 700 Communitys und rund 4.500 Mitglieder lautet die Bilanz der Gründer Andreas Stephan, Jan Milz, Helge Wenck, Johannes Schmidt, Thomas Promny und Bahne Carstensen bisher. Bei Groops (www.groops.de), MyFaible (www.myfaible.de) und myPeopls (www.mypeopls.de) können Onliner ebenfalls in wenigen Schritten kostenlos ein eigenes soziales Netzwerk aus der Taufe heben.

Meta-Netzwerke im Überblick

MyFaible (www.myfaible.de)

Groops (www.groops.de)

mixxt (www.mixxt.de)

myPeopls (www.mypeopls.de)

six groups (www.sixgroups.com)

Tribax (www.tribax.com)

Artikel zum Thema
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* mixxt startet durch
* Mit myPeopls zur eigenen Community
* Bei six groups findet jeder Topf seinen Deckel
* Groops organisiert Gruppen, Clubs und Vereine

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.