DemandR setzt auf Nachfrager

Nach mehreren Monaten Arbeit geht die Nachfrageplattform DemandR (www.demandr.com) in den geschlossenen Beta-Test. Über das Angebot der Kossol Media GmbH können Onliner gezielt nach Produkten und Dienstleistungen fahnden. Wobei sich die Dresdener anders […]

Nach mehreren Monaten Arbeit geht die Nachfrageplattform DemandR (www.demandr.com) in den geschlossenen Beta-Test. Über das Angebot der Kossol Media GmbH können Onliner gezielt nach Produkten und Dienstleistungen fahnden. Wobei sich die Dresdener anders als etwa Askerus (www.askerus.de) nicht auf bestimmte Branchen spezalisieren, sondern die breite Masse ansprechen wollen. So sucht ein Nutzer derzeit beispielsweise nach Gartenmöbeln für seine Dachterrasse, ein anderer braucht “dringend einen sportlichen Mietwagen, mit freien Kilometern” und wieder ein anderer sucht “eine spacige Beleuchtung” für sein neues Büro. DemandR hat somit etwas von einer Kleinanzeigenseite – mit dem Unterschied, das keiner etwas verkaufen möchte, sondern jeder etwas sucht.

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Neben einer Beschreibung gehört zu jedem Nachfrageangebot bei DemandR eine Laufzeit und eine Preisvorstellung. Im Rahmen der gewählten Zeitspanne sollen sich künftig Unternehmen bei den “Auftraggebern” melden und sich so diesen Auftrag sichern. “Ich freue mich wahnsinnig, dass es endlich losgeht”, sagt Gründer und Geschäftsführer Ulf-Jost Kossol. Wobei der neue Dienst natürlich noch längst nicht fertig ist. Der offizielle Startschuss ist für Mitte März geplant. Optisch macht DemandR einen guten Eindruck: Das Angebot ist klar strukturiert und sehr übersichtlich. Ein Nachteil könnte aber die Alles-auf-einmal-Strategie sein. Es wird sicherlich ein großer Kraftakt Kategorien wie Computer, Dienstleistungen, Finanzen, Freizeit & Hobby, Handwerk, Immobilien, Internet & Telekommunikation, Motor & Verkehr, Produkte sowie Tourismus gleichzeitig mit ausreichend Nachfragen von Nutzern zu füllen und Händler zu akqurieren, die diese Wünsche erfüllen können. Minuspunkte gibt\’s auf jeden Fall für den vermeintlichen Trendnamen DemandR. Mit solchen webzweinulligen Kreationen kann die anvisierte Zielgruppe vermutlich gar nichts anfangen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.