Kindo spricht mit der Verwandtschaft

Die Oma war verheiratet mit Opa, dessen Bruder war der Schwippschwager der angeheirateten Urgroßtante dritten Grades – oder so ähnlich? Ahnenforschung ist unbestritten nicht mehr nur in den USA ein großer Trend, sondern […]
  • Von Christina Cassala
    Freitag, 9. November 2007
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Die Oma war verheiratet mit Opa, dessen Bruder war der Schwippschwager der angeheirateten Urgroßtante dritten Grades – oder so ähnlich? Ahnenforschung ist unbestritten nicht mehr nur in den USA ein großer Trend, sondern längst auch in Deutschland der Hit. Und so gesellt sich nun auch Kindo zu Portalen wie verwandt.de und familiyone.de. Allerdings gilt diese Ähnlichkeit nur auf den ersten Blick – Ahnenbäume kann man hier zwar auch bauen, aber “wir verstehen uns mehr als Kommunikationsplattform. Wir sind ein Tool für Familien, um in Kontakt zu bleiben”, sagt Mario Ruckh von Kindo. Nur in zweiter Linie geht es um das Wiederfinden von verschollenen und abgetauchten Erbtanten; mit Kindo wollen die Gründer eine Möglichkeit schaffen, eine geschlossene Familiencommunity zu gründen.

“Wir bündeln alle Angebote, damit Familienangehörige im Gespräch bleiben”, sagt Ruckh und denkt dabei beispielsweise an E-Mail-, Skype- und Messengerfunktionen, die mit einer Community verbunden sind. Seit Start vor gut zwei Wochen bastelt das Team von Kindo an der Verbesserung und Erweiterung des Tools und denkt fieberhaft über weitere Angebote nach, wie selbst die Uroma in den Kommunikationsfluss eingebunden werden kann. “Wir denken dabei sogar an offline-Produkte, denn uns ist klar, dass viele alte Menschen noch nicht einmal Computer einen haben.” In diesem Zusammenhang sind Kooperationen durchaus gewünscht.

Kaum Werbung geplant

Pläne, die aber zurzeit noch im Hinterstübchen dümpeln, denn vorranging will Kindo erst einmal verstärkt Aufmerksamkeit auf sich lenken. Und das ohne hohes Budget für groß angelegte Werbemaßnahmen. “Obwohl wir uns durch unseren Investor gut abgesichtert fühlen, vertrauen wir erst einmal auf Mundpropaganda”, sagt Ruckh und sieht sich mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg. Auch international – Kindo ist in acht Sprachen gleichzeitig gestartet. Und für alle Länder gilt: Kindo soll kostenfrei bleiben. “Geschäftpotential sehen wir in Premuim-Angeboten – daran arbeiten wir noch”, so Ruckh.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.