Neues Lebenszeichen von myTV

Neuigkeiten in Sachen “myTV“. Nach der Einleitung des Insolvenzverfahrens sehen Unternehmensgründer Frank Didszuleit, Harald Müller und Christian Seiler wieder Licht am Ende des Tunnels: “Dank der Tatsache, dass die wesentlichen Domains des Projekts […]
Neues Lebenszeichen von myTV

Neuigkeiten in Sachen “myTV“. Nach der Einleitung des Insolvenzverfahrens sehen Unternehmensgründer Frank Didszuleit, Harald Müller und Christian Seiler wieder Licht am Ende des Tunnels: “Dank der Tatsache, dass die wesentlichen Domains des Projekts \’myTV\’ nicht der myTV.de AG sondern einem der drei Mitgründer gehören, konnte ein Fortbestand des Projekts \’myTV\’ mit Hilfe des Insolvenzverwalters (…) erzielt werden”, heißt es im Firmenblog. Und weiter: “Im Rahmen dieser Vorgehensweise wurde vom Insolvenzverwalter eine Beratungsgesellschaft aus München beauftragt über einen sogenannten Asset-Deal die Fortführung von \’myTV\’ zu sichern.

Mitte Juli landeten die Gründer der zwei Monate zuvor gestarteten Video-Plattform “myTV” beim Amtsgericht. Der Grund dafür war der Rückzug von Investor Gruner + Jahr (G+J). Nach mehrmonatigen exklusiven Verhandlungen und einer wiederholten finanziellen Unterstützung durch das Medienhaus machten die Verlagsmanager kurz vor der Unterzeichnung des Vertrages einen Rückzieher (“deutsche-startups.de” berichtete). Inzwischen prüft der Insolvenzverwalter wegen dieser Kehrtwende nun eine “mehrere Millionen Euro schwere Klage (…) gegen G+J und deren Geschäftsführer und Organe”, heißt es im “myTV”-Blog.

Trotz dieser erneuten Aufbruchstimmung im Hause “myTV” gibt es auch einen großen Vermutstropfen: Der geplante Ausbau der Videosortiermaschine wird sich durch die Querelen im Hintergrund deutlich verzögern. Und das Produkt kann noch sehr viel Feinschliff vertragen. Die Vorschaubilder der ausgesuchten Webfilmchen beispielsweise sind weiter deutlich zu klein und passen überhaupt nicht zu einem Dienst, der für Durchblick im Videodschungel sorgen will.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. grafzahl

    eine sauberer Gang durch das amtlich geregelte Insolvenzverfahren wäre hier der bessere Weg. Insolvenz bedeutet nämlich auch immer, dass hier Menschen auf Ihr Geld warten – oft kleine Dienstleister oder Handwerker. Sich einfach die Rosinen rauspicken und Schulden zurücklassen schafft kein Vertrauen in einem möglichen Neustart.

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