6Wunderkinder: Sequoia Capital kaufte T-Venture raus

Komplett untergegangen im medialen Rausch der 19 Millionen US-Dollar-Finanzierung bei 6Wunderkinder ist der Ausstieg von T-Venture. Der Beteiligungsableger der Deutschen Telekom verkaufte nach Informationen von deutsche-startups.de alle seine Anteile an Sequoia Capital.
6Wunderkinder: Sequoia Capital kaufte T-Venture raus

EXKLUSIV Kurzer Nachtrag zum millionenschweren Deal rund um 6Wunderkinder (www.6wunderkinder.com) und Sequoia Capital. Ein wenig untergegangen im medialen Rausch der imposanten 19 Millionen US-Dollar-Finanzierung ist der Ausstieg von T-Venture. Der Beteiligungsableger der Deutschen Telekom verkaufte nach Informationen von deutsche-startups.de alle seine Anteile (knapp 8,3 %) an Sequoia Capital.

Zudem verkaufte e42 rund 3,7 % seiner Anteile an den US-Geldgeber. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung sicherte sich Sequoia Capital dann laut Handelsregister weitere 6Wunderkinder-Anteile. Insgesamt hält Sequoia somit nun knapp 24,6 % am Berliner Vorzeigeunternehmen, das durch den Einstieg von Sequoia sehr viel Aufmerksamkeit erhielt. Atomico und Earlybird zogen bei der Kapitalerhöhung nur begrenzt mit: Earlybird hielt vorher 19,1 % der 6Wunderkinder-Anteile, danach 17,9 %. Atomico war vorher mit 19,7 % an Bord, danach mit 18,4 %. Wenn Sequoia und Co. somit 19 Millionen US-Dollar in 6Wunderkinder stecken: Zum einen für die übernommenen, zum anderen für die neuen Anteile (und dabei rund 30 % des Unternehmens um- bzw. neu verteilt wurden), müsste die Bewertung von 6Wunderkinder bei rund 63 Millionen Dollar, umgerechnet mehr als 47 Millionen Euro, liegen. Techcrunch nannte zuvor 60 bis 65 Millionen Dollar als Bewertung. Gegenüber dem WSJ Deutschland sagte 6Wunderkinder-Macher Christian Reber, dass diese Zahl “dem Ganzen sehr nahe” sei. 63 wären dann quasi fast die goldene Mitte. Jeder der (mehr als) sechs Millionen 6Wunderkinder-Nutzer wäre Sequoia damit rund 10 Dollar wert.

T-Venture müsste nach all diesen Zahlen gut Kasse gemacht haben bei 6Wunderkinder: Der Kapitalgeber stieg 2011 in das Unternehmen ein. Zuvor investierte bereits der High-Tech-Gründerfonds (HTGF) in das Start-up. Mitte 2012 stieg der HTGF dann aber auch schon wieder aus bei 6Wunderkinder. Earlybird kaufte den High Tech Gründerfonds damals beim Hype-Start-up heraus. Insgesamt flossen bekanntlich bisher 30 Millionen US-Dollar in 6Wunderkinder.

Hausbesuch bei 6Wunderkinder

ds_6wunderkinder

ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich 2012 beim Berliner Start-up 6Wunderkinder einmal ganz genau umsehen. Er fand eine ausgiebige Spielzeugsammlung, unglaubliche viele blaue T-Shirts und ein 6wunderministerium. Einige Eindrücke der 6Wunderkinder-Welt gibt es in unserer Fotogalerie.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. Petra Panther

    @Alexander Hüsing: Dann sollte man aber auch mal die Mitteilung ändern, dass 19 Mio. Dollar in Wunderlist geflossen sind. Das Kapital für die Übernahme der T-Ventures Aktien fließt ja nicht in Wunderlist.



  3. Robert C. Mendez

    Da bleibt einem das Würstchen schlicht im Hals stecken =:-P



  4. patrick

    … das web~wunder~würstchen.

  5. Wenn man das auf Basis von verschiedenen Annahmen durchrechnet wird wohl 6WK zwischen 12 Mio und 15,5 Mio Dollar von Sequoia kriegen. Wenn das ganze dann noch in 2, 3 Tranchen mit Milestones gesplittet wurde, dann sind das relativ gewöhnliche Größenordnungen.

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