Ijad Madisch über Berlin “Kreative Menschen aus der ganzen Welt”

100 Meinungen über die Hauptstadt und den Status Quo sowie die Chancen des Standortes Berlin liefert das Magazin “Hundert – Standpunkte zur Online-Hauptstadt Berlin“. Einer der im 180-seitige Magazin zu Wort kommt, ist Ijad Madisch, CEO und Mitgründer von ResearchGate.
“Kreative Menschen aus der ganzen Welt”

100 Meinungen über die Hauptstadt und den Status Quo sowie die Chancen des Online-Standortes Berlin liefert das brandneue Magazin “Hundert – Standpunkte zur Online-Hauptstadt Berlin”, das als PDF und Print-Magazin daher kommt (hier entlang, um The Hundert kostenlos herunterzuladen). Einer der im 180-seitige Magazin zu Wort kommt, ist Ijad Madisch, CEO und Mitgründer von ResearchGate.

“Silicon Valley oder Berlin? Die Entscheidung fiel mir leicht. Ich hatte einige Jahre in den USA gelebt, dort Erfahrungen gemacht und Menschen kennengelernt, ohne die ResearchGate wohl kaum so erfolgreich geworden wäre. Trotzdem wollte ich zurück in die Heimat. In Berlin habe ich das gefunden, was ich für unser junges Unternehmen brauche: kreative und gut ausgebildete Menschen aus der ganzen Welt, die danach gieren, etwas Großes zu schaffen. Das ist ein Vorteil gegenüber dem Silicon Valley, wo Menschen, die etwas können, oft schon satt sind vom Erfolg. Berlin dagegen schärft noch sein Profil. Die Geschichte und ihre Kunstszene spielen eine wichtige Rolle. Startups kommen dazu und treiben die Stadt wirtschaftlich voran. Das passiert aber nicht von heute auf morgen. Die oft verschrienen ‘Copycats’ haben ein Ökosystem aus gut ausgebildeten Fachkräften geschaffen, die jetzt kreativ an wirklich neuen Ideen arbeiten wollen. Genau diese Unternehmen etablieren sich gerade und werden Berlin zu dem Ort für Startups in Europa machen. Vielleicht sind wir dann auch stolz auf Berlin, ohne uns ‘Silicon Allee’ zu nennen.”

Zur Person
Ijad Madisch ist CEO und Mitgründer von ResearchGate, dem professionellen Netzwerk für Wissenschaftler. Der Mediziner
gründete das Unternehmen zusammen mit seinen Freunden Sören Hofmayer und Horst Fickenscher im Jahr 2008. Mittlerweile nutzen über drei Millionen Wissenschaftler weltweit das Netzwerk, um zu kollaborieren, Ergebnisse auszutauschen und ihre Forschung effizient voranzutreiben.
Zu den Investoren zählen unter anderem Benchmark, Founders Fund sowie Bill Gates.

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  1. Dieter

    “Startups kommen dazu und treiben die Stadt wirtschaftlich voran.”

    Ich bin ja pro Startup, aber Startups haben wirtschaftlich betrachtet kaum einen Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung. Auch wenn wir uns das gerne anders einbilden wollen.

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