
EXKLUSIV Wer die Berliner Re-Commerce-Plattform momox.de (www.momox.de) noch immer nicht kennt, sollte sie sich unbedingt einmal ansehen. Hinter dem Unternehmen steckt eine äußerst lesenswerte Geschichte: Gründer Christian Wegner (siehe auch “Ich habe meine Jugend genossen” – Christian Wegner von momox im Portrait”) startete seinen Ankaufdienst für DVDs, CDs und mehr 2003 aus der Arbeitslosigkeit heraus (Startkapital: 1.500 Euro) und machte daraus innerhalb weniger Jahre ein Unternehmen mit inzwischen über 500 Mitarbeitern. deutsche-startups.de gewährte die Jungfirma nun einen exklusiven Blick auf die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres: 2011 erwirtschaftete momox.de demnach einen Umsatz in Höhe von 40 Millionen Euro.
Im Vergleich zum Vorjahr steigerte momox.de seinen Umsatz damit um stattliche 74 %. Noch 2009 erwirtschaftete der Re-Commerce-Dienst gerade einmal einen Umsatz in Höhe von 10 Millionen Euro. 2010 lag der Umsatz dann bei 23 Millionen, um schließlich auf zuletzt 40 Millionen anzusteigen. Doch nicht nur der Umsatz stimmt bei momox.de, auch unter dem Strich sieht es bei den Hauptstädtern sehr gut aus: Das Unternehmen wirtschaftet profitabel! Für 2010 und 2009 steht jeweils ein Jahresüberschuss von über 700.000 Euro in den Büchern der Firma. Auch 2012 will Gründer Wegner seinen Wachstumskurs fortsetzen: „Um unsere Ziele zu erreichen, setzen wir auch künftig verstärkt auf Expansion”.
Kampfansage an die Konkurrenz
Bereits im Herbst des vergangenen Jahres expandiert momox.de nach Frankreich und Großbritannien. Anfang Januar dieses Jahres startete das Unternehmen zudem in Österreich. Die weitere Auslandsexpansion ist bereits geplant. “Wir möchten unsere Aktivitäten im europäischen Ausland ausbauen und so zu Europas größtem Recommerce-Unternehmen werden”, sagt Wegner. Aber auch in Deutschland das das momox.de-Team viel vor: “Wir streben in diesem Jahr die Marktführerschaft im Bereich Technik-Ankauf in Deutschland an”. Eine Kampfansage an Konkurrenten wie reBuy.de (www.rebuy.de), WirKaufens (www.wirkaufens.de) und flip4new (www.flip4new.de).
Erst seit dem Sommer 2011 kauft momox.de überhaupt Handys und Tablet-PCs an. Zuvor machte sich die Plattform nur als Ankaufdienst für Bücher, CDs, DVDs und Computerspiele einen Namen. Die angekauften Artikel verkauft die Jungfirma unter anderem im eigenen Shop Medimops.de (www.medimops.de) weiter, aber auch an Antiquariate und stationäre Händler. Allein im Logistikzentrum in Neuenhagen bei Berlin bewältigt das momox.de-Team täglich rund 100.000 gebrauchte Artikel. Damit künftig noch größere Stückzahlen bewältigt werden können, eröffnete der Ankaufdienst Ende 2011 in Leipzig einen neuen, zusätzlichen Standort.
Im Fokus: Weitere lesenswerte Artikel zum Thema gibt es in unserem Special Re-Commerce
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Kommentare
Wo echt beeindrucken. Der Gründer war schonmal bei Galileo und hat dort sein Unternehmen vorgestellt. Aber das der Umsatz so hoch ist, hätte ich nicht gedacht und profitabel auch noch.
Am meisten bewundere ich die Gründungsgeschichte. Aus der Arbeitslosigkeit heraus und mit nur 1.500 € Startkapital. Das sollte sich der ein oder andere Gründer mal als Vorbild nehmen.
PS: Ihr meintet mit Sicherheit 2011 in Zeile 8.
Gruß Tim
Kommentar von Tim 19. Januar 2012 @ 10:28@Tim
Kommentar von ox 19. Januar 2012 @ 11:16Ja das stimmt, hier sollten sich wirklich manche “Gründer” eine Scheibe von abschneiden. Aber wie so oft: Gute Ideen funktionieren auch mit minimalem Startkapital, während nutzlose Ideen auch mit Millionen von Euro in der Hinterhand nicht in Gang gebracht werden können. Leider gibt es von der letzteren Sorte mehr als genug.
Ein Großteil des Vertriebs findet über Amazon statt, wie auch bei Rebuy etc. Ich weiß nicht ob es der Haupt-Umsatzbringer ist, würde aber darauf wetten. Das Wachstum war also dank Amazon möglich. Vertriebsplattform war somit gegeben und musste nicht aufgebaut werden, die Nische der Gebrauchtartikel auf Amazon zu finden und auszunutzen war allerdings, wie man so schön sagt, ein Geniestreich.
Kommentar von Mr. West 19. Januar 2012 @ 11:23Den Boom kann ich nur bestätigen. Ich betreibe seit Anfang letztes Jahr das Portal verkaufsportale-vergleich.de (Vergleichsportal von Re-Commerce Portalen) und die Zugriffszahlen und die Conversions sind kontinuierlich gestiegen. Wirklich beeindruckend!
Kommentar von Roman 19. Januar 2012 @ 11:26Mich würde mal interessieren wie momox sich im Vergleich zu reBuy schlägt.
Kommentar von Marc 19. Januar 2012 @ 11:42@Mr.West
Kommentar von Ndam 19. Januar 2012 @ 12:04Mich würde interessieren was Sie zu der Verallgemeinerung hinreißen lässt, dass wie bei der Konkurrenz der Großteil des Vertriebs über Amazon stattfinde? Soweit ich mich erinnere waren die reCommerce Plattformen Vorbild für Amazon marketplace – nicht andersherum.
Ich habe keine Stellungnahme dazu bezogen, wer Vorbild für wen ist, ich habe lediglich gesagt, dass rebuy, momox und co. das Meiste über Amazon verkaufen. Gerne können besagte Firmen ja mal Zahlen veröffentlichen, wie viel % des Umsatzes über Amazon generiert wird und wie viel % über den eigenen Shop. PS: Nicht dass es schlecht wäre, über Amazon zu verkaufen, ich wollte es nur anmerken, falls manch einer denkt, dass die 40 Mio. Umsatz über den momox eigenen Shop generiert werden.
Kommentar von Mr. West 19. Januar 2012 @ 12:50Herzlichen Glückwunsch!
Kommentar von Johannes 19. Januar 2012 @ 12:53Bei einem Umsatz von 40 Mio. € und 500 Mitarbeitern muss die Handelsmarge von Momox gigantisch sein.
Selbst wenn man nur 40 Tausend Euro pro Mitarbeiter an Personalkosten im Schnitt rechnet, kommt man auf Personalkosten von 20 Mio. € (50% des Umsatzes).
Beeindruckend, dass das Unternehmen trotzdem noch profitabel wirtschaften kann.
@Johannes
Die Personalkosten würde ich mal locker auf unter 5 Mio runtersetzen. Im Versand werden sicherlich sehr viele 400 Euro Aushilfskräfte arbeiten.
Und wie die Margen sind kann man sich ja ganz gut angucken, Artikel eingeben, Preis anschauen und dann bei Amazon gucken für wie viel ein gleicher gebrauchter Artikel angeboten wird.
Kommentar von Dieter 19. Januar 2012 @ 13:22@Johannes: Also wie kommst du auf 40k euro im Schnitt für Personalkosten pro MA?^^
Das wird eher in die Richtung durchschnittlich 15k pro MA im Jahr sein.Wenn überhaupt.
Kommentar von stefan 19. Januar 2012 @ 14:37@Johannes: Mich intressiert auch, wie man bei 500 Mitarbeitern im Schnitt von 40k Persokosten ausgehen kann. Das Unternehmen wäre in zwei Monaten Pleite. Es sei denn es heißt Google…
Kommentar von Max 19. Januar 2012 @ 15:04@Johannes: Fail! Zynisch / sarkastisch versuchen sich über die Firma lustig zu machen, aber nicht mal die Überschlagsrechnung beherrschen.
Kommentar von Investor und Insider 19. Januar 2012 @ 15:23Ich denke auch das man pro Mitarbeiter “nur” um die 15k – 20k € rechnen sollte. Kommt auf die Qualifikation an. Aber die Mehrzahl dürften wohl 400€ Jobber sein.
Kommentar von ox 19. Januar 2012 @ 15:59@Johannes ff
Kommentar von Gert Lankes 19. Januar 2012 @ 17:03Ich habe vor Jahren im BWL-Studium mal gelernt, dass man für die Kosten des Arbeitgebers (also ges. plus freiwillige Sozialkosten und andere Kosten wie Anmeldegebühren u.s.) ca. 70% zum Bruttogehalt rechnen kann.
Bei Johannes Rechnung wären wir dann bei ca. € 2.000 brutto mtl. Das finde ich durchaus realistisch (für Vollzeit).
Was mich jetzt interessieren würde, ob jemand weiß ob sich dieser Kalkulationsprozentsatz verändert hat und ob jemand einen aktuellen Kalkulationsprozentsatz für Dienstleister hat? Im Internet hab ich jetzt nur Zahlen bis 1995 gefunden.
@Mr.West
Kommentar von Ndam 19. Januar 2012 @ 17:51Aber auch diese Aussage, dass sie das Meiste über Amazon verkaufen würden, entbehrt jeglicher Grundlage. Und in der Branchenverallgemeinerung falsch. Amazon ist ein Kanal, Überschussware loszuwerden. Hauptumschlagsort ist der eigene Shop.
Mitarbeiter =! Full Time Equivalent
In so einem Laden sind 500MA wahrscheinlich 100 FTE
Kommentar von DB Vorstand 19. Januar 2012 @ 17:52@Gert
Kommentar von stefan 20. Januar 2012 @ 02:35,sorry aber du bist dir sicher,dass du BWL studiert hast?70% auf Bruttolohn?^^Vielleicht gehst du nochmal auf eine richtige Uni.Erstens reden wir hier um Durchschnittswerte und nicht um absolute Verdienste eines Einzelnen.Bei Momox wird es sicherlich auch Leute geben,die über 40k € im Monat verdienen.Anders wäre ja auch so ein Haufen auch gar nicht zu organisieren.
Ich schätze mal ca.15 Positionen sind um die 40k und mehr und der Rest wird im Bereich 400€ jobber sein,was aber nicht heißt,dass alle nur 400€ verdienen.Bei solchen monotonen Arbeiten werden sicherlich auch viele übers Arbeitsamt akquiriert.Damit kennt sich der Gründer bestes aus.Und der Standort Leipzig zeigt ja auch ganz klar, was die Prämisse des Unternehmens ist. Aber alles tut nichts zur Sache,dass die Idee super umgesetzt wurde und somit in den nächsten Jahren weiter wachsen wird.Daumen hoch.
Und es spielt keine Rolle über welche Kanäle der Absatz stattfindet, es funktioniert und sie haben es hinbekommen, dass ist alles was zählt.
Wer nun denkt es funktioniert nur, weil es über Amazon läuft, der kann ja selber soetwas aufziehen, scheint ja dann total easy zu sein… oder?
Kommentar von Dieter 20. Januar 2012 @ 10:40@Ndam
Kommentar von Mr. West 20. Januar 2012 @ 13:30Ohne nähere Details entbehrt auch deine Aussage “Hauptumschlagsort ist der eigene Shop.” jeglicher Grundlage. Desweiteren habe ich schon im ersten Kommentar erwähnt, dass ich es nur vermute (”Ich weiß nicht ob es der Haupt-Umsatzbringer ist, …).
Hut ab. Gut gemacht.
Kommentar von Sven 20. Januar 2012 @ 13:36@Stefan
Was soll ich dazu sagen? Vielen Dank für den sachlichen und hilfreichen Kommentar auf meine Frage? Eher nicht …
Dass die Mitarbeiter verschieden verdienen und die freiwilligen Sozialkosten gering sein werden und wohl auch teilweise subventioniert werden ist anzunehmen und wohl auch jedem klar.
Bezüglich meiner genannten 70% habe ich jetzt immerhin Zahlen aus dem Maschinenbau 2010 gefunden (http://www.arbeitsproduktivitaet.ch/uebersicht-lohnnebenkosten | unterer Abschnitt; knapp 70%). Man könnte das wohl auch auf andere Stellen buchen aber für ein Startup finde ich es hilfreich, mit solchen Erfahrungswerten zu kalkulieren. Deshalb meine Frage. Mit den gesetzlichen Sozialkosten ist es halt üblicherweise nicht getan (Ausnahmen sind klar). Hat jemand Werte aus dem Dienstleistungsbereich?
Zum Artikel:
Kommentar von Gert Lankes 20. Januar 2012 @ 14:55Mich freut so eine Erfolgsgeschichte auch und auch meine Mutter ist da in ihrer Rente tätig und verkauft meine Bücher und CDs ;-)
Ich denke die Markt wird noch größer Boomen, es kommen immer neue Geräte in kürzeren abständen auf dem Markt, irgendwie müssen doch die alt Gräten Recyclen. Ich finde die Ankauf Portale eine gute alternative für eBay und co.
Kommentar von Momo 25. Januar 2012 @ 10:05also ich kannte mal jemanden der dort gearbeitet hat und sein verdienst als Vollzeitkraft bezog sich auf 1200 euro brutto = 900 euro netto nicht sehr doll….
Kommentar von max 16. März 2012 @ 11:40