
Prominente Verstärkung für das Übersetzungsbüro Toptranslation (www.toptranslation.com) und die Mini-Jobbörse Gigalo (www.gigalo.de) bzw. die mobile Dienstleistungsvermittlung Gigalocal (www.gigalocal.de): Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz, dessen Spieleschmiede gerade auf über 600 Millionen Euro bewertet wurde, steigt bei den beiden Start-ups aus dem Hause Hanse Ventures als Lead-Investor ein. Wie der Inkubator Hanse Ventures mitteilt, fließt beiden Jungfirmen im Rahmen einer Kapitalerhöhung, an der neben Hubertz noch andere Business Angels beteiligt waren, Geld im “deutlich sechsstelligen Bereich” zu.
“Hanse Ventures überzeugt mit einer schnellen und professionellen Umsetzung von Ideen. Gigalocal ist dafür ein gutes Beispiel und das Team hat mir sehr imponiert”, sagt Hubertz zu seinem Investment in die beiden Start-ups. Neben Hubertz investiert auch Edgar Berger, Geschäftsführer von Sony Music Entertainment, in Gigalo bzw. Gigalocal, die beide von der Fastforward RSA GmbH betrieben werden. Das Start-up von Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller eröffenete gerade in Berlin ein Zweitbüro. Dort arbeitet das Team fleißig am Start von Gigalocal. Die App für Smartphones soll wie eine Art virtueller Wunschzettel funktionieren. Nutzer können sich über ihr Telefon von anderen App-Nutzern ihre Wünsche, gemeint sind damit beispielsweise Dienstleistungen, erfüllen lassen. Daneben bereibt das Jungunternehmen noch die Mini-Jobbörse Gigalo, eine Kopie der US-Plattform fiverr. Wie es scheint liegt der Schwerpunkt des Start-ups aber inzwischen auf der vielfachgelobten Smartphone-Applikation, die die Gründer auf der re:publica erstmals vorstellten. “Gigalocal ist ein innovatives Geschäftsmodell, das die Potentiale von ortsbezogenen Micro-Services ausschöpft und den lokalen Dienstleistermarkt revolutionieren wird“, sagt Mitgründer Diemer. Und genau diese mobile Komponente dürfte für Bigpoint-Gründer Hubertz ausschlaggebend für sein Investment in die Jungfirma gewesen sein.
“Sehe ich bei Toptranslation viel Potential im b2b-Segment”
Weiter zu Toptranslation: Das Online-Übersetzungsbüro erhält nach Angaben von Hanse Ventures “in diesem Jahr bereits die zweite Wachstumsfinanzierung in sechsstelliger Höhe”. Ins Leben gerufen wurde das Start-up welches seine Übersetzungsdienstleitungen in mehreren Sprachen anbietet von Houman Gieleky und Anh Tu Sam, der inzwischen aber nicht mehr als Geschäftsführer von Toptranslation fungiert. Beide gehörten vorher zum Gründerteam des Speed-Dating-Dienstes zweiDabei. “Als Geschäftsführer einer internationalen Firma wie Bigpoint erlebe ich täglich selbst hautnah, wie wichtig qualitativ hochwertige Übersetzungen sind. Daher sehe ich bei Toptranslation viel Potential im Business-to-Business Segment”, sagt Neu-Investor Hubertz. Toptranslation arbeitet nach eigenen Angaben weltweit mit über 1.600 Fachübersetzern zusammen. Zu den Kunden des Start-ups zählen unter anderem Bertelsmann, Vattenfall und Volkswagen. In diesem Jahr will das Unternehmen einen Jahresumsatz im “deutlich siebenstelligen Bereich” erwirtschaften.
Artikel zum Thema
* Angriff der Mini-Job-Dienste: Hanse Ventures startet Gigalo, Fiverr startet deutsche Version
* Überraschender Exit: Geizkragen.de übernimmt die Mehrheit bei Carmio
* “Sechsstellige Summe” – HochzeitsPlaza sammelt Kapital ein

Fragen





Kommentare
Freut mich zu sehen, dass erfahrene Investoren sich wieder auf innovativere Konzepte wie Gigalocal “stürzen” – Wünsche dem Team alles Gute.
Kommentar von Klaus 06. Mai 2011 @ 15:24Wieviel Prozent hält Hr. Hubertz jetzt und wieviel HanseV?
Kommentar von Dan 06. Mai 2011 @ 15:43Das Konzept klingt wirklich super – weiß jemand, ob es den Dienst auch für Österreich geben wird?
Kommentar von Tanja Handl 06. Mai 2011 @ 15:47Leider gibt es noch keine Infos im Handelsregister. Dauert sicherlich noch einige Wochen.
Kommentar von Alexander Hüsing 06. Mai 2011 @ 15:56Ehrlich gesagt gibt es auch ein Gigalocal Vorbild in den USA. Also nur so zum Thema innovativ. Scheinbar sind Sonderangebotswochen bei Hanse Ventures: Es gibt zwei Klone zum Preis von einem. Praktisch verpackt in einem Startup.
Kommentar von Sebastian 07. Mai 2011 @ 03:12TopTranslation, mehr als einem Jahr nach dem Start, würde es da nicht einer grösseren Finanzierung = VC bedürfen statt eines neuen BA, wenn die Story und die Zahlen stimmen?
Sieh mit mehr danach aus, das Geld gebraucht wurde und HV wohl keines reinstecken möchte und daher ein Dritter “Freiwilliger” gesucht wurde;)
Wieviele Anteile jetzt die Gründer wohl nach dieser Runde noch haben?
Fastforward RSA GmbH
Kommentar von Bernd 07. Mai 2011 @ 08:42Wie sich diese Produkte bei dem kleinen Warenkorb und der entsprechend geringen Marge und das bei immer wieder notwendigen “Neuverkäufen” jemals rechnen sollen bleibt mir ein Rätsel.
Herzlichen Glückwunsch an beide Satrtups. Das sind doch gute Nachrichten wenn ein so Erfahrener Player des Marktes an die Geschäftsidee glaubt.
Kommentar von Gründercoach 07. Mai 2011 @ 10:37Gigalo scheint mir (wie alle dieser 5 EUR marktplaetze) bedingt sinnvoll (auch wenn in Spanien der ein oder andere Quatsch über die ladentheke geht). Gigalocal hingegen riecht nach grossem Ding – bin gespannt auf den Launch
Kommentar von Tim B. 08. Mai 2011 @ 13:43Ich verstehe das nicht wirklich – da gibt es amerikanische Vorbilder wie http://www.airrun.com oder http://www.gigwalk.com, die sich hier noch nicht durchgesetzt haben, aber die ganze Szene freut sich über ein simples copy cat aus dem Hause Hanse Venture. Eher peinlich, als wirklich innovativ.
Außerdem sehe ich noch nicht wirklich, warum ich das nutzen würde. Um jemandem 5 Euro zu bezahlen, der meine Hemden aus der Reinigung holt?!? Das ist Blödsinn und beweist nur, wie wenig kreativ das Team war, damit möglichst von Anfang an Geld mit kleinen Nutzern zu machen ist.
Kommentar von John Doe 15. Mai 2011 @ 11:04