Vor zwei Jahren startete Stephan Uhrenbacher die Bewertungsplattform Qype (www.qype.de). Trotz des gewöhnungsbedürftigen Namen, den viele Menschen auch heute noch auf unterschiedliche Weise aussprechen, hat das Hamburger Start-up seinen Platz gefunden. Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) bescheinigte dem Dienst bei der letzten Auswertung 0,89 Millionen Unique User im Monat. Im Vergleich zu den vorherigen AGOF-Zahlen bedeutet dies ein kleines Plus von 6 % oder 0,05 Millionen Unique Usern. Damit erreicht die Bewertungsplattform mehr Nutzer als etablierte Angebote wie Tagesspiegel.de (0,88 Millionen Unique User), N24.de (0,86 Millionen Unique User) und ViaMichelin (0,85 Millionen Unique User).
Seit März dieses Jahres weist Qype seine Zugriffszahlen über die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) aus. Bei der Premiere zählte die IVW knapp 2 Millionen Visits und 7,2 Millionen Page Impressions. Im Juni waren es bereits 2,4 Millionen Visits und 8,7 Millionen Seitenabrufe. Im Sommer suchen offenbar mehr Zeitgenossen nach interessanten Ausflugszielen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Knapp 200.000 Beschreibungen warten nach eigenen Angaben bei Qype auf Leser. “Dabei sind die IVW-Zahlen nur ein Teil des Erfolges. Genauso wichtig sind die Zahlen für Europa: Hier hatte Qype im Juni 3,7 Millionen Visits und 13,6 Millionen Pageviews – das sind 14 % Wachstum gegenüber Mai”, ergänzt Gründer und Geschäftsführer Uhrenbacher. Neben Deutschland ist Qype inzwischen in England und Frankreich mit eigenen Ablegern vertreten. Zudem existieren seit kurzem eigene Versionen für Österreich und die Schweiz.
Im Gegensatz zum Gesamtmarkt sind bei Qype Frauen in der Überzahl. Stattliche 53,8 % der rund eine Million Unique User im Monat sind Frauen. Der Männeranteil liegt dementsprechend bei 46,2 %. Im Gesamtmarkt sieht die Verteilung so aus: 55 % Männer, 45 % Frauen. Insgesamt 57,5 % der Qype-Nutzer sind unter 40 Jahre alt. Wobei die Altergruppen 20 bis 29 sowie 30 bis 39 Jahre mit jeweils 24,7 % gleich stark vertreten sind. In beiden Altersgruppen ist Qype im Vergleich zum Gesamtmarkt (19,5 %; 20,2 %) überdurchschnittlich vertreten. Bei den ganz jungen Onlinern (14 bis 19 Jahre) kommt die Bewertungsplattform dagegen nicht so gut an. Interessant ist ein Blick auf den Bildungsgrad der Nutzer: 40,5 % der Qype-User haben die Hochschulreife. Im Vergleich zum Gesamtmarkt (29,5 %) ein überdurchschnittliches Ergebnis.
Qype in Zahlen*
| Visits |
April |
2,0 Millionen |
| |
Mai |
2,0 Millionen |
| |
Juni |
2,4 Millionen |
| Page Impressions |
April |
7,6 Millionen |
| |
Mai |
7,6 Millionen |
| |
Juni |
8,7 Millionen |
| Unique User |
Woche |
0,22 Millionen |
| |
Monat |
0,89 Millionen |
| Geschlecht |
Männer |
46,2 % |
| |
Frauen |
53,8 % |
| Alter |
14-19 |
8,1 % |
| |
20-29 |
24,7 % |
| |
30-39 |
24,7 % |
| |
40-49 |
22,0 % |
| |
50-59 |
12,0 % |
| |
60+ |
8,3 % |
| Bildung |
kein/oder Hauptschulab. |
24,0 % |
| |
Mittlere Reife |
35,5 % |
| |
Hochschulreife |
40,5 % |
| Tätigkeit |
in Ausbildung |
16,1 % |
| |
beruftstätig |
68,0 % |
| |
nicht/nicht mehr berufstätig |
15,7 % |
* Quelle: AGOF (internet facts 2008-I); IVW
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Kommentare
Ui – da freu ich mich schon auf unsere Zahlen am 6. August … ;-)
Kommentar von Steffen 03. August 2008 @ 21:30Ich freu mich schon auf eine erste Klage gegen Yansi und die Löschung aller Datensätze.
Ihr speichert nämlich personenbezogene Daten permanent und keineswegs temporär.
Kommentar von biernot 03. August 2008 @ 21:39Seh ich nicht so, das sind zwar personenbezogene, aber frei verfügbare Informationen. Google macht auch nichts anderes, wenn ich dort einen Namen eingebe, bekomme ich genau die gleichen Informationen, nur eben anders dargestellt. Also wo ist das Problem?
Kommentar von Tobias Steinbrecher 03. August 2008 @ 22:27http://www.schnappmatik.de/TFFFFF/
Kommentar von biernot 03. August 2008 @ 22:37Die noch interessanteren Zahlen zu Qype stehen hier:
https://www.unternehmensregister.de/ureg/;jsessionid=7F8B861BA51C0C7C9F7DBAE42AAB1F59.www03-1?submitaction=showDocument&id=912204
Niemand hat so schoen in seiner Bilanz das Aufgeld ausgewiesen, zu dem die angels uns investoren sich eingekauft haben …
Kommentar von Egon 03. August 2008 @ 22:53