Finanzspritze für yasni.de

Die im Oktober des vergangenen Jahres gestartete Personen-Suchmaschine yasni.de (www.yasni.de) hat sehr schnell viele Anhänger gefunden. Mit wenigen Klicks kann man bei yasni.de nachsehen, was zu einem bestimmten Namen im Internet steht. Anschließend […]

Die im Oktober des vergangenen Jahres gestartete Personen-Suchmaschine yasni.de (www.yasni.de) hat sehr schnell viele Anhänger gefunden. Mit wenigen Klicks kann man bei yasni.de nachsehen, was zu einem bestimmten Namen im Internet steht. Anschließend kann jeder Nutzer die Infos aussuchen, die zu ihm gehören bzw. die aussuchen, die er mit sich in Verbindung bringen möchte, und sich so sein persönliches Profil zusammenstellen. Noch viel mehr nutzen die Plattform vermutlich, um sich im Netz über bestimmte Mitmenschen zu informieren. Die Zahlen von yasni.de bestätigen diese Vermutung: Knapp acht Monate nach dem Startschuss verfügt der Dienst nach eigenen Angaben über 120.000 registrierte Nutzer und kommt monatlich auf 3,3 Millionen Unique User sowie rund 10 Millionen Page Impression.

Gründer und Geschäftsführer Steffen Rühl hat yasni.de bisher – gemeinsam mit einem Partner – komplett aus eigener Tasche finanziert. Mit Hilfe einer Finanzspritze von der Beteiligungsgesellschaft Mountain Super Angel AG, einem Ableger von Mountain Partners, und mehreren ungenannten Business Angels will der Frankfurter yasni.de nun weiter ausbauen und professionalisieren. Die Finanzierung der Personen-Suchmaschine soll über Premium-Accounts und Werbung funktionieren. Noch liegt ein harter Weg vor Rühl und seiner Mannschaft, denn das sensible Thema Personendaten wird immer wieder Datenschützer auf den Plan rufen. “Die Suche nach Personen im Internet ist ein sehr aktuelles und viel diskutiertes Thema. Deswegen sind wir der Meinung, dass yasni eine rasante Entwicklung bevorsteht“, sagt Sebastian Kübler, Investment Manager der Mountain Super Angel AG.

Artikel zum Thema
* Ansturm durch TV-Berichte
* yasni.de startet durch
* yasni.de geht in die Betaphase
* yasni.de findet Infos zu Namen

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Katrin

    Wie geht es dann wenn ich mein Profil einfach löschen möchte? Bei xing kann ich mich von Google speidern lassen oder nicht. Aber inwiefern habe ich den Zugriff und die Kontrolle auf meinen Daten bei yasni?



  2. Bernd

    Ich glaube Yasni wird bald ein dickes Datenschutz-Problem bekommen.

    Es ist ja okay das mein Name da auffindbar ist und das sie fremde Quellen anzapfen.

    ABER: Es kann nicht sein, dass ich bei Google unter meinem Namen dann ein Link zum Yasni-Profil finde!

    Yasni zapft sozusagen fremde Quellen an und lässt sich absichtlich von Google & Co. mit den Namen spidern.

  3. Wenn Google Yasni nicht mehr spidert, ist Yansi tot.

    Es könnte ja mal jemand versuchen Yansi mit einem Anwalt dazu zu zwingen

    in alle Seiten einzufügen.

  4. Blödes WordPress.
    Das einzufügen: meta name=”robots” content=”noindex”



  5. Thomas

    Ich finde es z.B. nicht gut das yasni die Suchanfragen, wohl auch deren Anzahl (siehe Rank-Nummer) zu einem bestimmten Namen, speichert und diese veröffentlicht und somit wieder für andere Suchmaschinen die gespeicherten Daten verfügbar macht.

    Dadurch kann es dazu kommen, das man in schlechte “Gesellschaft” gerät nur weil vllt. ein Namensvetter einen schlechten Ruf hat.

    Darum sollte meiner Meinung nach yasni auf jeden Fall von Datenschützern beobachten lassen.
    Am besten den Dienst sogar verbieten.



  6. Lina

    Das finde ich auch. Und plötzlich flattern Google Alerts ins Haus und informieren einen über eine schöne Liste bei yasni… nicht besonders gelungen.



  7. Markus

    Ich verstehe überhaupt gar nicht, warum es noch keine Klagen hagelt… Mit dem unangenehmen Fakt, dass jemand alle Informationen im Internet über mich sortiert und aufbereitet lesen kann, will yasni den User dazu zwingen, sich durch Mitgliedschaft ggfls. Premium zu schützen…. Ich bezahle, damit ich nicht mehr ausspioniert zu werden…



  8. Chris

    Dann heissts nächstes Mal nachdenken, bevor ihr irgendwas ins Internet stellt, liebste Kinder.

    Yasni macht nichts anderes als Content, der komplett frei verfügbar ist, auf eine Seite zu bringen. D.h. selbst ohne Yasni hätte man die Daten innerhalb von 10 Minuten. Warum Yasni eigentlich toll ist? Ganz einfach. Bei Yasni könnt ihr euch anmelden und die Daten, die nicht zu euch gehören, löschen. So enthalten die Yasni Suchresultate nach eurem Namen nur Ergebnisse, die ihr möchtest. Hat den großen Vorteil, dass die Leute meist nur auf Yasni dann gucken und danach nicht weitergooglen, um eure schmutzigen Geheimnisse auszuplaudern.

    biernot: Komm schon… Denkst Du ernsthaft, Yasni hätte noch keine Klagen gehabt? Denkst Du ernsthaft, die Investoren haben solche Sachen nicht abgeklärt? Anwalt ist da völliger Unsinn. Wo Du Recht hast: 90% von Yasni kommen über Google. Risky ;)



  9. Mellow

    >Wo Du Recht hast: 90% von Yasni kommen über Google.

    Nicht nur das: Die yasni-Ergebnisse bestehen teilweise zu 90% aus Google-Suchergebnissen. Auch das kann schiefgehen.



  10. Bernd

    @Chris:

    “Dann heissts nächstes Mal nachdenken, bevor ihr irgendwas ins Internet stellt, liebste Kinder.”

    – die aussage gilt auch für yasni

    “Yasni macht nichts anderes als Content, der komplett frei verfügbar ist, auf eine Seite zu bringen.”

    – dagegen spricht ja nichts

    “D.h. selbst ohne Yasni hätte man die Daten innerhalb von 10 Minuten.”

    – nein hat man nicht. erst recht nicht otto-normal-surfer der bestimmt nicht extra bei facebook oder altavista rumsucht

    “Bei Yasni könnt ihr euch anmelden und die Daten, die nicht zu euch gehören, löschen. So enthalten die Yasni Suchresultate nach eurem Namen nur Ergebnisse, die ihr möchtest.”

    – absoluter unsinn! man kann dort nur positive suchergebnisse sich selber zuordnen, die negativen aber nicht “löschen”

  11. Hallo,
    interessante Diskussion, hier mal unser Standpunkt zu den angesprochenen
    Punkten:

    a) yasni ist unserer Meinung nach legal – natürlich haben wir das abgeklärt und natürlich wurde schon oft gedroht. Jedoch i.d.R. von Leuten, die aus sehr plausiblen Gründen recht negative Berichte über ihre Person im Netz stehen haben …

    Der Sinn von yasni besteht darin, dass sich Internetnutzer mit gutem Ruf von Namensvettern mit schlechtem Ruf abgrenzen können und hilft (nicht zuletzt durch die Suchmaschinenindexierung) den (bereits positiven) Ruf aktiv zu verbessern. Wer bereits negative Berichte im Netz stehen hat kann sie bei der Quelle löschen lassen, wenn diese nicht gerechtfertigt sind (viele erfahren auch erst durch yasni davon und sind dann sehr dankbar).

    Es wäre übrigens fatal, wenn es Deutschland schaffen würde, das Datenaggregation nur noch durch ausländische Firmen stattfindet – oder?

    b) Personensuche wird boomen, weil: Jeder kann einfach prüfen, was andere sowieso herausfinden können, und Leute, die gefunden werden wollen, können (und werden) sich so präsentieren. Eigenmarketing wird in wenigen Jahren so normal sein wie Firmenwerbung. Durch “verstecken” verhindert man weder Veröffentlichungen durch andere Personen noch kann man Namensvetter daran hindern. Das führt nur dazu, dass alle Suchenden denken, man wäre genau so wie durch andere dargestellt.

    c) Die überwiegende Mehrheit der Internet-Unternehmen (außer vielleicht ein paar SN’s) bekommt (oft große) Teile ihres Traffics über Google. Das ist der Sinn von Suchmaschinen! Schließlich hat Google nicht zuletzt dadurch so großen Zulauf, WEIL man ohne große Mühe alles findet. Gäbe es Google nicht hätten viele Services auch deutlich mehr Direkt-User (die übrigens bei yasni auch schon deutlich zahlreicher sind als die Gesamt-Userzahl der meisten anderen Startups aus 2007).

    Es ist bei einem vertikalen Suchdienst auch ganz natürlich und logisch, in horizontale Suchmaschinen (wie Google) integriert zu sein. Das ist bei Preissuchmaschinen oder anderen Spezial-Suchmaschinen nicht anders.

    d) Weniger als 1/3 aller Suchergebnisse bei yasni kommen aus Google – was schon erstaunlich ist, da Google ja eine sehr gute Abdeckung hat. Es werden übrigens anfangs immer nur 30 Ergebnisse angezeigt, da die Wartezeit sonst zu lang wäre – per email (Button “Mehr Ergebnisse”) gibts dann über Nacht den Rest. Hier ist die Wahrnehmung auch sehr unterschiedlich – mal heißt es “zu viel” dann wieder “nicht mehr als Google” … ;-)

    Probiert mal mehr als einen Namen!

    Steffen von yasni.de

  12. verstehe nicht warum diese legalitätsfrage immer wieder aufkeimt. ich denke weder yasni noch wir (http://www.123people.de) (seit heute übrigens gerelauncht) überlegen sich doch sehrwohl und gut in wie fern dies juristisch alles möglich ist.

    ein weiteres problem ist dass es anscheinend einigen leuten nicht bewusst ist, dass die judikatur länderspezifisch ist und es gerade in diesem bereich noch immer grauzonen gibt.

    solange aber nichts gespeichert ist, wird es auch in kein grauzone fallen. punkt.

    lg
    lukas
    123people.de

  13. Boah – sorry Lukas: ich wollte ja das Verhältnis mit Euch partnerschaftlich führen und nicht so kindergarten-technisch wie mit myonid (hab sogar in unserem Blog auf Euch hingeweisen) und Ihr macht auch vieles besser als die (naja – das meiste ist kopiert;-) aber diese Kommentarspammerei der letzten Tage zu wirklich jedem und teilweise völlig veralteten Artikeln zu uns á la “uns gibt es auch und bitte bitte schaut doch da auch mal” nervt mich doch etwas.

    Ich lass Euch doch schon Twitter als Spam-Spielwiese!!!

    Aber nochmal das Angebot: soll ich ne Liste schicken, damit Ihrs automatisieren könnt und mein Postfach nur EINMAL mit Benachrichtigungen geflutet wird?

    Beste Grüße

    Steffen



  14. Bernd

    “solange aber nichts gespeichert ist, wird es auch in kein grauzone fallen. punkt.”

    ich bezweifel das bei jedem aufruf eines personenprofiles die daten von google/facebook/sonstwo in realtime zusammengesucht und angezeigt werden…



  15. Tim

    @Steffen und Lukas,
    wirklich toll?!
    Ich soll mich also bei solchen, ggf. euren, Diensten anmelden, um mich vor negativen Einträgen, zu meinem Namen, durch einen Namensvetter, im Web zu schützen.

    Das komische ist ja, das ihr erst die Daten so aufbereitet das ich mich vor diesen schützen muss!!!
    Also schütze ich mich bei einer Anmeldung bei euch vor euch.
    Was ist also gefährlicher? Schlechte Einträge, die nicht zu mir gehören stehen zu lassen, oder euch mitzuteilen welche Einträge zu mir gehören.

    Also da ich noch nicht einmal irgendwo eine Rabattkarte habe, werde ich euch bestimmt nicht, direkt oder indirekt, meine Daten mitteilen.

    Ich weiß ja auch nicht wie eure Dienste die Quellen bewerten, also kann es ja sein, das ich laut den Suchmaschinen (Google, Yahoo, …) erstmal einen guten Ruf habe, da auf den ersten Seiten nur positive Einträge zu meinem Namen vorhanden sind.
    Aber bei euch einen schlechten Ruf, da ihr vielleicht “Jugendsünden” oder “schlechte Daten” von einem Namensvetter ausgegraben habt, die in den Suchmaschinen weit hinten sind und so gut wie keiner ließt.

    Ob eure Dienste legal oder nicht legal sind, darüber will und kann ich gar nicht urteilen, bloß denke ich dass sich gegen solchen Dienste bald ein großer Hass in der Gesellschaft bilden wird und ob dass die Investoren glücklich macht ist auch fraglich.

    Und wenn das Thema mal bei den großen Blogs und größeren Medien ankommt, dann glaube ich auch nicht das solche Dienste gut wegkommen und der Druck gerade in Deutschland auf diese Dienste zunehmen wird.

    Komisch ist ja auch, das ihr Beiden nur euren Vornamen postet. ;-)



  16. vanCity

    Yasni ist meiner Meinung nach Spam, nicht mehr und nicht weniger. So wie die Seite jetzt funktioniert wird der Traffic nämlich ausschließlich durch Content generiert, der ihnen nicht gehört. Damit ist der Dienst nichts anderes als die Pseudosuchmaschinen, die schon vor Jahren von Google aus dem Index gelöscht wurden.
    Würde man die Detailseiten der einzelnen Personen nicht indizieren lassen, dann hätte die Seite bestimmt so gut wie keinen Traffic.
    Die Anwälte werden wahrscheinlich schon bald Schlange stehen, wenn dieser zusammengeklaute Content jetzt auch noch monetarisiert werden soll…

  17. Hallo Steffen,

    ich verstehe die Kritik der “innovativ denkenden Mitglieder” an dieser Stelle nicht.

    Es ist jedem selbst überlassen, ob und wie das Internet genutzt wird. Ich nutze yasni heute genauso selbstverständlich wie google, xing oder deutsche-startups.

    Daher meinen Glückwunsch zur erfolgreichen Finanzierung und weiterhin viel Erfolg.

    Beste Grüße aus dem Münsterland
    Lorenz Isbeih

  18. Eine gute Idee – durch den Einbau von verschiedenen Filtern und durch Strukturierung aus bereits online stehenden und frei verfügbaren Inhalten neuen Content zusammenzustellen und die anderen für sich arbeiten zu lassen.
    Und weil diese Inhalte ja sowieso frei verfügbar sind, wird es wohl auch nicht zu rechtlichen Problemen kommen.
    Gruß aus Thüringen,
    Bernhard

  19. Pingback: media ventures investiert in Personen-Suchmaschine yasni.de :: deutsche-startups.de

  20. Pingback: Yasni veröffentlicht gespeicherte Bankverbindungsdaten | Cashbooster Blog

  21. Pingback: Big Brother is watching YOU | der Yasni PremiumCheck | Spirofrog Blog

  22. Pingback: Web 2.0 & Recht

  23. Pingback: Urteil (Il-)Legalität von Personensuchmaschinen – Datenschutzrechtliche Grenzen für yasni, 123people & Co - Internetrecht Kanzlei Stuttgart

Aktuelle Meldungen

Alle