In den Büroräumen der Spiel- und Lernplattform Panfu.de (www.panfu.de) hätten Pandaliebhaber ihre helle Freude – überall stolpert man über die schwarz-weißen Tiere. Noch umtriebiger geht es auf der Website zu. Aktuell verkünden Moritz Hohl und Kay Kühne, die Gründer der Plattform, dass sich seit dem Start im Dezember über eine Million Pandas, so werden die jungen Mitglieder bei Panfu.de genannt, registriert haben. “Täglich verzeichnet Panfu.de rund 100.000 Logins von Usern, rund 10.000 Neumitglieder melden sich pro Tag an”, sagt Hohl. Vor allem durch Werbung auf Spieleplattformen wie Spielaffe.de und Kampagnen bei den Kindersendern Nickelodeon und Super RTL haben die Berliner in den vergangenen Monaten auf sich aufmerksam gemacht. Rund 50 % der rasanten Mitgliedergewinnung führt Hohl auf virales Wachstum zurück. Zu den Investoren von Panfu.de gehört Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt).
Zielgruppe des werbefreien Angebots sind Kinder ab sechs Jahren. Diese können sich bei Panfu.de einen Panda-Avatar zulegen und sich damit durch die kleine 3D-Welt bewegen. Im Angebot sind Chats, zahlreiche Spiele und Lerninhalte. Ein Teil davon ist kostenlos, der Rest – etwa englische Lernspiele – steht nur zahlenden Kunden zur Verfügung. Eine sechsmonatige Mitgliedschaft kostet 35,40 Euro. Angaben zur Anzahl der zahlenden Eltern wollen Hohl und Kühne nicht machen. Lediglich zur Aussage “Wir machen bereits Umsatz”, lässt sich das Duo hinreißen. Bei rund 30 Angestellten , etlichen freien Mitarbeitern und einem geplanten Ausbau der Mannschaft sollte man aber auch davon ausgehen, dass zumindest schon etwas Geld in die Kasse kommt. Ein Blick auf Konkurrenten wie den TV-Sender Super RTL zeigt, dass Eltern durchaus bereit sind für solche Plattformen zu zahlen. Der Toggolino-Club (www.toggolino.de), bei dem drei- bis siebenjährige Kinder unzählige Lernspiele finden, hatte bereits Anfang des Jahres rund 70.000 zahlende Mitglieder. Der Toggo-CleverClub (www.toggo-cleverclub.de), eine Lernspiel-Plattform für Grundschulkinder, kam auf 55.000 Kunden. Für die Nutzung der werbefreien Angebote müssen Eltern jeweils 69 Euro jährlich auf den Tisch legen.
Startschuss in Großbritannien und Polen
Neben dem deutschen Markt wollen die Panfu-Macher auch in anderen Ländern Kinder von ihrer Idee begeistern. Bereits im Februar dieses Jahres gingen Ableger in den Niederlanden, Frankreich und Spanien an den Start. Noch ganz frisch sind die Sprachversionen für Großbritannien und Polen. Die Zahl der Mitglieder bei diesen Ablegern gibt Hohl mit 600.000 an. Während die Kinder bei Panfu.de und den weiteren Ablegern animiert werden die englische Sprache zu erlernen, können die kleinen Pandas beim englischen Ableger Spanisch lernen. Aber auch sonst ist der englischsprachige Markt anders als der Rest Europas, denn Konkurrenten wie beispielsweise Neopets.com, Barbiegirls und Club Penguin haben sich dort schon längst etabliert.
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Kommentare
Also Konzept und Wachstum sind top; ich wünsche den Jungs viel Erfolg – der Zug rollt! :-)
Kommentar von agenturblick 22. April 2008 @ 09:06Panfu wächst in der Tat rapide. Während sich bereits viele Anbieter um Schüler und Studenten kümmern, hat die Zielgruppe “Kinder” noch ordentlich Potential.
Kommentar von Thomas Gabriel 22. April 2008 @ 09:33Im Endeffekt ein CopyCat von Club Penguin. Schon sehr erfolgreich an Disney verkauft!
Kommentar von Wei? nicht 22. April 2008 @ 10:48So langsam wäre glaube ich eine Definition von “Copy cat” angebracht. Die meisten Verwendungen diesen Begriffs sind meiner Meinung nach absolut unreflektiert.
Kommentar von Michael 22. April 2008 @ 12:19Ganz ehrlich ist es doch unerheblich, ob das ein Copycat ist oder nicht. Die Jungs machen einen sehr guten Job und liefern offensichtlich für die Zielgruppe einen deutlichen Mehrwert. Darauf kommt es an. Macht weiter so, ich finde es cool, Andreas
Kommentar von Andreas 22. April 2008 @ 12:30“Aktuell verkünden Moritz Hohl und Kay Kühne, die Gründer der Plattform, dass sich seit dem Start im Dezember über eine Million Pandas, so werden die jungen Mitglieder bei Panfu.de genannt, registriert haben. “Täglich verzeichnet Panfu.de rund 100.000 Logins von Usern, rund 10.000 Neumitglieder melden sich pro Tag an”, sagt Hohl”
Kinder, wer soll die Zahlen glauben?
Kommentar von Max 22. April 2008 @ 13:01Wenn Panfu/Holtzbrinck Ventures systematisch lügt und Zahlen frisiert, dann bitte ein bisschen mit Verstand.
@ Max
Wenn du schon jemandem der Lüge bezichtigst, dann sollte man dies belegen können. Natürlich sind Zahlen, die man nicht überprüfen kann, immer mit Vorsicht zu genießen. Und sicherlich wird immer mal ein wenig nach oben korrigiert.
Neben wir aber mal an, der Betreiber einer beliebigen Community verkündet lautstark, dass er zehn Million Nutzer hat – nur um Aufmerksamkeit zu generieren. Wenn nun Werbekunden, Investoren usw. den Gründern die Bude einrennen, würde dieser Schwindel recht schnell auffliegen. Gleiches gilt für Page Impressions – viele Start-ups streben eine Listung bei der IVW an. Wenn man vorher verkündet, dass man 100 Millionen PIS hat, folgt die Aufdeckung spätstens bei der offiziellen Listung.
In diesem Zusammenganh finde ich es interessant, dass die Zahlen von hiesigen Start-ups eigentlich immer angezweifelt werden. Wenn ein US-Start-up aber verkündet, dass es 15 Millionen Nutzer hat, wird dies von fast der ganzen Webbranche meist als offiziell hingenommen.
Kommentar von Alexander Hüsing 22. April 2008 @ 13:18Blub blub blub :)
Die Zahlen kommen mir auch stark frisiert vor..
Zum Zeitpunkt der Ausstrahlung auf stark frequentierten Sendungen im TV sind vielleicht 10.000 realistisch… aber doch nicht über Wochen hinweg jeden Tag 10.000 neue User!
Mal was anderes, auf deutsche-startups.de scheint ja im Moment ne Menge los zu sein… Der Zähler von Feedburner zählt täglich immer mehr Leser (ich meine mich errinern zu können das es vor 2-3 Wochen noch 1000 weniger gewesen sind) ;-)
Kommentar von Maik 22. April 2008 @ 13:24“Virales Marketing” So ein Marketing Geblubber!
Wegen solchen Sachen habe ich mich genoetigt gefuehlt mal eine Kritik bei Wikipedia zu verfassen:
Für manche Kritiker ist der Begriff “Virales Marketing” ebenso eine Vereinfachung von Gegebenheiten wie das “Web 2.0″. So werden unter dem Begriff verschiedene Dinge wie Mundpropaganda (Empfehlungen), Sponsoring und Schleichwerbung zusammengefasst. Des Weiteren wird beim viralen Marketing impliziert, beliebige Projekte oder Produkte könnten durch bestimmte Strategien gleiche Erfolge erreichen wie oft angeführte Beispiele. Als Beispiel dienen häufig StudiVZ oder der Film Blair Witch Project, welche aber interessanterweise genau die Säulen des “viralen Marketings” (Mundpropaganda verpackt in Schleichwerbung und Sponsoring) nicht erfüllen. Denn beide Projekte wurden lediglich durch Empfehlungen bekannt, auch wenn durch den digitalen Weg des Internets. Weiter kann argumentiert werden, Projekte wie StudiVZ wurden durch die jeweilige Qualität des Produktes erfolgreich und benötigten keine Marketingstrategie, da der Kommunikationsweg “Internet” unmittelbar ist und eine große Reichweite besitzt.
Kommentar von Felix A 22. April 2008 @ 13:46Es liegt m.E. durchaus auf der Hand, dass die hier genannten Zahlen schwerlich stimmen können. Bereits am 17.01.08 meldete Panfu.de, man hätte – nur sechs Wochen nach dem Start – “mehr als 300.000 registrierte Mitglieder”, jeden Tag kämen “durchschnittlich 15.000 Pandas” hinzu. Was schon damals auf Skepsis stieß.
Nun plötzlich ist das behauptete tägliche Wachstum auf “rund 10.000 Neumitglieder” gesunken – also um ein sattes Drittel! Dennoch sollen in den letzten zwölf Wochen seit Mitte Januar mindestens 700.000 neue Mitglieder hinzugekommen sein (”über eine Million Pandas” im Januar minus “300.000 registrierte Mitglieder” heute), was wiederum ein stärkeres Wachstum bedeuten würde als in den ersten sechs Wochen.
Das passt nicht zusammen, Freunde. Ein Teil der Zahlen muss falsch sein.
BTW: Die entscheidende Frage ist natürlich, wieviel kostenpflichtige Accounts es gibt. Schade, daß es darauf keine Antwort gibt.
Kommentar von Formwandler 22. April 2008 @ 14:52Kopfrechnen für fortgeschrittene:
12 Wochen = 84 Tage * 10.000 Regs = 840.000
Wo ist der Widerspruch? Formwandler, hilf mir mal.
Lass uns die Sache doch mal rational betrachten. Wieviele Wochen brauchte Studivz für 1 Mio Regs? Gibt es mehr Kinder oder Studis in Deutschland? Gibt es mehr Seiten für Studis oder Kids? Wo ist die Konkurrenz größer? Kann man Kids vielleicht schneller zur Registrierung bewegen als Studis?
Kommentar von Kopfrechner 22. April 2008 @ 15:36Rechnung 1:
Neuregistrierungen pro Tag (letzte 12 Wochen/erste 6 Wochen):
10.000 Neuregistrierungen / 15.000 Neuregistrierungen = 0.67 (-33 Prozent)
???Tägliche Neuregistrierungen sinken massiv, um ein Drittel – trotz TV-Werbung???
Rechnung 2:
Registrierungen insgesamt (letzte 12 Wochen/erste 6 Wochen):
840.000 Registrierungen in 12 Wochen / 300.000 Registrierungen 6 Wochen = 1.4 (+40 Prozent)
???Gesamtzahl der Neuregistrierungen per 6 Wochen im fraglichen Zeitraum steigt trotzdem um 40 Prozent???
Ich bin – entgegen anderslautenden Gerüchten ;-) – nicht Einstein, aber ich finde, die beiden Zahlenpaare von Januar und jetzt widersprechen sich offensichtlicherweise und zwar erheblich. Die Zahl der durchschnittlichen Registrierungen pro Tag sinkt, doch pro Tag steigt die Zahl der durchschnittlichen Registrierungen. Hallo?!
Irgendetwas stimmt hier nicht.
Kommentar von Formwandler 22. April 2008 @ 15:5510.000 neue Mitglieder jeden Tag und nur 100.000 Logins pro ebenfalls pro Tag?
Das ist aber ein ganz komisches Verhältnis.
Kommentar von Marcus 22. April 2008 @ 16:12Wenn ich das richtig lese, steht da doch nur, dass sie Mitte Januar 15k pro Tag haben und nicht, dass sie seit Launch bis Mitte Januar 15k pro Tag haben. Weihnachtszeit bis Mitte Januar (Ferien) wird vielleicht stärker gewesen sein. Es ist kalt und die Kids sind at home. Wie sich die Sgnups seit Mitte Januar entwickelt haben, wird ja auch nicht kommuniziert. Nur wie die jetzigen Anmeldungen pro Tag aussehen.
Kommentar von Kopfrechner 22. April 2008 @ 17:06Da steht für Dezember wortwörtlich: “Jeden Tag kommen durchschnittlich 15.000 Pandas hinzu.”
Das heißt auf Deutsch, mal sind es 10.000, mal 14.000, mal 16.000, mal 20.000. Macht durchschnittlich 15.000 pro Tag.
Eigentlich ziemlich eindeutig. Passt nur nicht zu den später kommunizierten Zahlen. Bzw. die neuen passen nicht. Oder umgekehrt. Oder so. Ebensowenig deckt es sich mit allen Erfahrungen. Auch nicht mit dem aktuellen Alexa-Chart. Und schon gleich gar nicht mit “nur” 100.000 Logins pro Tag.
Naja, egal, die müssen ja selbst wissen, was Sie so an höchst lustigen Sachen kommunizieren. Ich wollte nur meiner ausgeprägten Skepsis bzgl. Panfu Ausdruck verleihen, und zwar – wie von Alexander zurecht gefordert – begründet.
Kommentar von Formwandler 22. April 2008 @ 17:20Irgendwie niedlich! Ein schlauer Mensch meinte einmal “Neid ist die beste Anerkennung!”
Kommentar von agenturblick 22. April 2008 @ 17:25Ach, das ist ja mal ein originelles Argument. Hab ich wirklich selten gehört bislang. Ist übrigens, leicht anders, von Wilhelm Busch. Mark Twain meinte andererseits mal: “Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann.”
Da ich selbst kein Startupper bin (sondern nur ein interessierter Beobachter) ist die übliche Neidkeule fehl am Platze.
Soll nur keiner später jammern, ich hätte nichts gesagt!
Kommentar von Formwandler 22. April 2008 @ 17:55Zu der Geschäftsidee:
Ich habe schon 2000 bei http://www.kindernet.de mitgearbeitet. Im wesentlichen waren viele der Ideen von Panfu schon damals enthalten. Club Penguin war also auch nicht der erste.
(wollte damals sogar selbst so etwas machen, aber dann doch lieber Schule und Freunde…)
Allerdings war die Zeit vor flächendeckenden Breitbandanschlüssen wohl noch zu früh. Schön dass es jetzt klappt.
Kommentar von Paul 22. April 2008 @ 20:50Pimp dein Panfu
How are you Jungs?
Kommentar von Sotos 22. April 2008 @ 21:55ich habe mich jetzt auch mal bei panfu angemeldet und es mir zumindest als großes Kind mal angeschaut.
allem in allem ist es echt nett gemacht.
Zahlen hin oder her, das ist doch egal.
Unterm Strich gesehen verraten die Zahlen ein super Wachstum und die Seite ist einfach nicht mit anderen Zielgruppen vergleichbar…
@ 19: In einer Xing Gruppe habe ich mich köstlich über ein Thema amüsiert, mycornflakes will bekannter werden… Da fielen auch so schlaue Tipps wie Backlinks hinterlassen :-) aber das ist in meinen Augen schon wieder zu auffällig und für mich mit einem negativ Touch versehen, wenn man es so auffällig liest.
lg Sebastian
Kommentar von Sebastian Blum 22. April 2008 @ 22:19ich bin doch schon bekannter als du.
Pimp dich.
Kommentar von Sotos 23. April 2008 @ 00:43@ 21: Bitte pimp your brain first, Cazzo!
@ Alex, kannst Du diesen minderbemittelten Spammer nicht mal eliminieren?
Es ist zwar sehr unterhaltsam wie sich jemand dermassen disqualifiziert, aber in jeder Diskussion diesen Unfug “Pimp my Shit” zu lesen nervt. Das hört ja gar nicht mehr auf.
Hier der Xing Link: https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=9009709;offset=270
Kommentar von Johnny D 23. April 2008 @ 09:20Die entsprechenden Kommentare sind mir auch schon sehr negativ aufgefallen. Damit die Diskussion nicht vernichtet wird (einige andere Schreiber nehmen ja Bezug auf die Spam-Einträge) lasse ich sie stehen – den Link habe ich aber entfernt.
Kommentar von Alexander Hüsing 23. April 2008 @ 09:56Ich finde die Idee gut. Man wird sehen ob sie angenommen wird, und wenn, dann klingeln die Kassen und sie haben es verdient. Einfach nicht aufgeben und weiter machen!
Kommentar von Dennis 01. Mai 2008 @ 20:23Gruß, Dennis
Selbstverständlich sind die Zahlen frei erfunden. Haben die Jungs vor nem Jahr bei Frazr so gemacht, warum sollte es bei Panfu anders sein?
Traurig finde ich nur, wie Kay auch diesmal wieder seine/unsere Familie fuer so nen Schrott instrumentalisiert – diesmal seine Kinder: http://www.panfu.de/presse.php?langId=DE&partnerId=0
Aber die Kohle geht ueber alles, nicht wahr, Bruederchen?
Kommentar von Veit Kühne 04. Mai 2008 @ 19:04nicht nur die zahlen sind frei erfunden… aber bald platzt die blase! trotzdem wahnsinn, das solche leute erneut risikokapital bekommen haben und dann noch nicht mal etwas aus ihren fehlern gelernt haben!
Kommentar von rwe 12. September 2008 @ 13:07