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22 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags: ,

Accel steigt bei Gameforge ein

Donnerstag, 16. August 2007 16:59

Die britische Beteiligungsgesellschaft Accel Partners steigt beim Browserspiele-Produzenten Gameforge ein. Klaas Kersting, Gründer und Vorstandsboss der Gameforge AG spricht von einer “absoluten Minderheitsbeteiligung”. Über die Höhe der Finanzspritze wurde Stillschweigen vereinbart. Um Geld sei es bei dem Deal auch nicht gegangen, sagt Kersting. Viel wichtiger sind dem Karlsruher “Expertise, Know-how und Kontakte” seines ersten Investors. Gameforge sei in der Vergangenheit stark gewachsen und habe sich durch Innovationen eine hervorragende Marktposition gesichert. “Um diese Position weiter ausbauen zu können, benötigen wir Partner, die eine exzellente Reputation genießen und darüber hinaus große Erfahrung auf globaler Ebene besitzen.”

Screenshot Ogame

Gameforge wurde 2003 von Kersting und Alexander Rösner gegründet. Zum Spiele-Portfolio des Unternehmens zählen derzeit 15 Spiele – darunter der SciFi-Hit “Ogame“. Der Klassiker liegt bereits in unzähligen Sprachenversionen vor und begeistert weltweit mehrere Millionen Spieler. Die Zahl der registrierten Nutzer bei allen Gameforge-Spielen in 30 Ländern gibt Kersting mit “mehr als 40 Millionen” an. Die Zahl der aktiven Spieler liegt demnach bei sechs Millionen. Die Finanzierung der Gameforge AG läuft wie bei den Konkurrenten Bigpoint und Red Moon Studios über Premium-Accounts und Online-Werbung.

Vom “ersten Tag profitabel”

Wobei hauptsächlich die zahlenden Kunden Geld in die Kasse der Browserspiele-Produzenten spülen. Ungeduldige Spieler können sich bei den meisten Spielen mit Geld einen kleinen Vorteil erkaufen und so schneller im Spiel vorankommen. Die preisliche Bandbreite dieser Premium-Elemente reicht von wenigen Cent bis hin zu 10 Euro für hochwertige Waren. Der Branchenschnitt der zahlungsbereiten Spieler liegt bei rund 10 %, bei einigen Spielchen greifen aber auch deutlich mehr Nutzer in ihre Geldbörse. Beim Umsatz lässt sich Kersting nicht in die Karten gucken. Er verweist lediglich darauf, dass Gameforge vom “ersten Tag profitabel war”.

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22 Kommentare »

1.

Ich habe mich schon mehrmals mit dem Browserspiele-Markt beschäftigt und möchte gerne demnächst einen größeren Artikel zu dem Thema bringen. Etliche große Firmen wie Bigpoint, Gameforge, Red Moon Studios kenne ich selbstverständlich. Auch Travian, Feenix, Lama Games, Golaunited sind mir ein Begriff. Alle anderen bitte bei mir melden! Da draußen gibt es sicherlich noch den ein oder anderen, den ich jetzt verdrängt habe oder von dem ich sogar noch nie etwas gehört habe.

Kommentar von Alexander Hüsing — 16. August 2007 @ 17:08

2.

Auch wenns sehr jung ist: http://www.weewar.com

Kommentar von Stefan Hess — 16. August 2007 @ 22:18

3.

….in Hamburg mit Zweigstelle Ruhrgebiet hat sich vor einigen Monaten das Portal enter.tv gegründet. Die Hamburger haben sich alle Kreativen und Entwickler die damals das Moorhuhn Spiel gemacht haben, geholt.
Das Portal soll in 2 Monaten online gehen….
Vielleicht interessant für dich….

Gruß
Paulus

Kommentar von Paulus — 16. August 2007 @ 23:06

4.

Hatte mich schon gefragt, wie lange es dauert, bis sich Gameforge mit der Übernahme von “Ryzom” auch finanziell übernimmt. Das ist ein Fass ohne Boden. Man muß dabei wissen, daß der Klaus einen fremden Investor ungefähr so schätzt wie der Teufel das Weihwasser. Wenn er also einen Investor “gestattet” sein schnödes Geld in die geheiligten Hallen der Gameforge zu pumpen, dann ist da die Kacke am dampfen (sorry).

Kommentar von Cheater — 17. August 2007 @ 13:03

5.

Man munkelt, das der klevere Klaas mit dem Deal so richtig Kasse gemacht hat. Ein zweistelliger Millionenbetrag soll in die eigene Tasche geflossen sein – was ja an sich in einem hochvolatilen Markt eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung ist. Nur darf er dann nicht sagen, “um Geld sei es bei dem Deal nicht gegangen”. Ich würde sagen, der schnöde Mammon war der einzige Grund für den Deal.

Kommentar von Cheater — 23. August 2007 @ 12:49

6.

Bisher wurde das Wachstum von Gameforge ja dadurch getrieben, dass immer mehr neue Länder erschlossen wurden, während das Geschäft in Deutschland z.B. zu stagnieren schien.
Da dies sehr weit fortgeschritten frage ich mich, wo das nächste Wachstum denn herkommen soll.

Kommentar von Browsergame — 27. August 2007 @ 18:42

7.

Die Konkurenz ist einfach zu stark. Bei über 300 Browsergames allein auf dem deutschen Markt. Nach dem man den “Deutschen” ausgenommen hat muß man sich jetzt das Ausland vornehmen.

Kommentar von Strategie Browsergame — 21. November 2007 @ 13:09

8.

Kommentar 7 ist mir gerade unangenehm aufgefallen. Stichwort: Kommentar-Spam.

In meinem privaten Blog azrael74.de gab es zu einem Artikel mit der Überschrift Browserspiele heute von “Strategie Browsergame” diesen Kommentar:

“Ich denke da ist noch einiges an Potenzial drin. Bei über 300 Browsergames allein auf dem deutschen Markt.”

Jungs, solche Sachen nerven. Ich lasse den Kommentar mal stehen, den Link entferne ich aber.

Kommentar von Alexander Hüsing — 21. November 2007 @ 17:44

9.

Ich lag also mit meiner Einschätzung gar nicht so falsch. Gameforge France ist insolvent. Ryzom war ein echter Cashburner. Da fragt man sich natürlich, was sind “43 Millionen registrierter Kunden” wert, wenn man nicht genug Synergien schafft, um daraus ein paar Tausend Kunden für Ryzom zu begeistern. Die typischen Browsergame-User sind eben nicht mit MMOG-Spielern identisch, da gibt es ganz andere Nutzerverhalten.

Aus dem heutigen Blickwinkel war die Bewertung von Gameforge schon extrem ambitioniert. Da hat KK zum richtigen Zeitpunkt Kasse gemacht.

Kommentar von Cheater — 02. Januar 2008 @ 11:38

10.

@Cheater
Ich würde mit gerne Kontakt aufnehmen, um einige Infos/Erfahrung austauschen. Hier ist meine Mailaddresse: jsolawis@web.de Danke

Kommentar von Breaker — 02. Januar 2008 @ 16:02

11.

… Und dann verrät der Cheater seine IP-Adresse durch den E-Mail Header und wenn er Pech hat ist der Empfänger der von ihm genannte KK und dann… na ja… Ein Hoch auf die 6 monatige Vorratsdatenspeicherung, da wird sich doch wohl rausfinden lassen (ob mit richter oder nur per übermütigem Staatsanwalt) wer da hinter der IP steckt… ;-)

Kommentar von Tim — 02. Januar 2008 @ 17:04

12.

@Timm
was möchtest eigentlich sagen.
Dein Kommentar ist sehr schwammig.

Was kann man mit IP-Addresse anfangen?

Außerdem gibt es für den I-Addressenschutz JAP.

Was wolltest du mit Staatsanwalt sagen?

Kommentar von Breaker — 02. Januar 2008 @ 17:13

13.

Tim, bleib bei den Finanzierungsgeschichten ;) Oder bist Du auch Jurist? :D Noch gibts in Deutschland sowas wie “freie Meinungsäußerung” und von eben dieser hat Cheater Gebrauch gemacht ;) Der Staatsanwalt hat mit Cheaters Kommentar genauso viel am Hut wie die Kassiererin von Kaisers.

Kommentar von Philipp Götzinger — 02. Januar 2008 @ 18:06

14.

Das war ironisch und als zynische Übertreibung gemeint… Offensichtlich was das nicht so deutlich wie ich dachte ;-)

Was Cheater gesagt hat finde ich absolut harmlos (noch mal ganz deutlich :-) ) und ich freue mich, wenn mehr von solchen Kommentaren kommen und man auch mal einen anderen Blick auf Gründer bekommt, als den, den diese vermitteln wollen oder zu schaffen versuchen.

Kommentar von Tim — 02. Januar 2008 @ 19:08

15.

@10 Breaker, eine direkte Kontaktaufnahme ist leider nicht möglich, da ich in der Branche nicht ganz unbekannt bin und dann hier nicht mehr posten könnte. Aber das macht eben einfach zuviel Spaß. :-)

Wenn die Infos stimmen, hat Accel für 10% der Anteile 20 Mios hingelegt, davon 10 Mios für KK. Damit hätte Gameforge eine Bewertung von 200 Mio. Euro bekommen. Das mag bei der Bewertung von Communities derzeit im Trend liegen, ist aber extrem übertrieben. So ein technisch einfaches Browsergame wie Ogame kann man im Osten für 20.000 Euros programmieren lassen. Und die Community besteht zum sehr großen Teil aus Mehrfach-Accounts und Karteileichen, die zahlenden User machen nur 1-2% der akiven Spieler aus.

Ihr werdet aber bald den nächsten Deal in dieser Größenordnung sehen, wenn die Samwers bei Bigpoint Kasse machen. Daher sind solche Extrem-Bewertungen durchaus gern gesehen, weil sie die Blase weiter vergrößern und den nächsten Mega-Deal erst möglich machen. Die Samwers haben schon immer verstanden, zum richtigen Zeitpunkt den Exit zu timen. Wenn die also rausgehen, dann ist das ein deutliches Anzeichen dafür, daß die Bewertungen bald kippen. Bigpoints > 20 Millionen Registrierungen sind ähnlich zu bewerten wie die Gameforge Community.

@Tim, der Staatsanwalt hat aber mit solchen Infos echt nix am Hut. KK hat hier ja immer die Möglichkeit der Gegendarstellung, wenn er sich auf den Schlips getreten fühlt. Aber hey, mit 10 Mios auf dem Konto wäre ich da seeeehr gelassen. ;-)

Kommentar von Cheater — 02. Januar 2008 @ 19:33

16.

@Cheater
kein Problem

Kommentar von Breaker — 02. Januar 2008 @ 21:55

17.

@Cheater: Die Zahlen stimmen definitiv nicht. Wird Tim bestätigen können, er arbeitet ja für nen VC und wird Einblick in die einschlägigen Datenbanken haben.

Aber es wird schon gut Geld geflossen sein, in Relation zu den Größenordnungen die wir hier so kennen. Aber 200 Mio Bewertung bzw. 20 Mio Cash stimmt nicht.

Bigpoint hegt doch IPO Pläne, hab ich irgendwo gelesen. Das würde dann mal wirklich interessant werden :)

Kommentar von Philipp Götzinger — 03. Januar 2008 @ 02:20

18.

@17 Philipp, die Größenordnung stimmt schon. Für Accel wäre das ein durchschnittliches Investment, die verwalten 3 Mrd. USD in 200 Investments, also roundabout 15 Mios pro Investment. Auf golem.de stand “Mehr als 10 Millionen Euro investiert der Risikokapitalgeber Accel Partners in den Browser-Spiele-Hersteller Gameforge.” Und ich weiß definitiv, das KK bei dem Deal Anteile in gleicher Größenordnung verkauft hat. Hätte ich an seiner Stelle auch gemacht.

Kommentar von Cheater — 03. Januar 2008 @ 08:25

19.

@17 Philipp
Sorry, aber die Aussagen von Cheater gehen in die richtige Richtung, da muß ich ihm Recht geben.

Kommentar von Tim — 03. Januar 2008 @ 09:20

20.

@Philipp
In den einschlägigen Datenbanken stehen nie Insider-Infos, sondern nur allgemeine Deal-Informationen, die pubiziert werden.

Timm wird m.E. daher nicht finden können, wenn er da nach Infomationen sucht.

Kommentar von Breaker — 03. Januar 2008 @ 09:23

21.

Mal etwas anderes, kennt jemand einen Blog, der sich hauptsächlich osteuropäischen Startups widmet? Da gibt es ja wirklich einige Perlen, da sieht StudiVZ wie ein Witz aus…

Kommentar von Tim — 03. Januar 2008 @ 09:23

22.

@Breaker
Stimmt, die Infos die Philipp meint stehen nicht in offziellen Datenbanken, zumindest nicht in 99%. Das weiß man eher aus persönlichen Quellen und dem eigenen Netzwerk. Typische Infos wie Gesellschafterstruktur, Umsatz etc. kann aber jeder per Handelsregister abfragen oder in veröffentlichungspflichtigen Dokumenten nachlesen, egal ob es eine GmbH, Ltd. oder AG ist. Lediglich Personengesellschaften sind von außen schwieriger zu evaluieren. Da sieht man dann per Creditreform, Infoscore etc. nur, wenn schon etwas arg schief läuft / gelaufen ist.

Kommentar von Tim — 03. Januar 2008 @ 10:51

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  3. Bigpoint und Gameforge: Der Kampf um die Vorherrschaft…

    Denkt man an Browserspiele und Kommerzialisierung, fallen einem sofort zwei Namen ein: Bigpoint und Gameforge.
    Gameforge
    Die Firma Gameforge entstand aus einem Zusammenschluss: Die beiden Gesellschafter brachten jeweils ihre selbstentwickelten und erfo…

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