Bei Sauspiel wird Schafkopf gespielt

Spätestens seit dem letzten James-Bond-Film ist Deutschland im Pokerfieber. Das traditionelle Kartenspiel Schafkopf hat in diesen Zeiten einen schlechten Stand. Dabei gehört Schafkopf zur bayerischen Kultur wie Bier, Knödel und Schweinebraten. “Sauspiel” soll […]

Spätestens seit dem letzten James-Bond-Film ist Deutschland im Pokerfieber. Das traditionelle Kartenspiel Schafkopf hat in diesen Zeiten einen schlechten Stand. Dabei gehört Schafkopf zur bayerischen Kultur wie Bier, Knödel und Schweinebraten. “Sauspiel” soll diese Tradition nun bewahren. Über die im April dieses Jahres gestartete Online-Plattform mit dem bayerisch-derben Namen können Onliner Schafkopf-Spieler aus Bayern und der ganzen Welt finden und gegen sie antreten. Entweder klassisch in der Offline-Welt oder online. Für die Web-Spiele “stehen Voice- und Video-Chat bereit, um die reale Spielsituation und Atmosphäre so gut wie möglich wieder zu geben”, teilen die Gründer Jan Bromberger (“Platinnetz“), Stephan Eichler, Martin Kavalar und Agnes Reissner mit.

Die Idee zu “Sauspiel” (der Name bezeichnet übrigens eine von drei möglichen Spielvarianten im Schafkopf) entstand aus der Not: Mitte Dezember des vergangenen Jahres saß ein Teil des späteren Gründungsteams in einer Berliner Kneipe und hätte gerne Schafkopf gespielt. “Wir dachten uns, dass es genügend Leute geben müsste, die das Spiel beherrschen und denen es ähnlich geht wie uns. Es stellte sich also die Frage, wie man zueinander finden könnte.” Die Idee für “Sauspiel” war geboren. Ende Februar ging die erste Testversion ins Netz. Inzwischen haben die über 7.000 registrierten Nutzer nach Unternehmensangaben eine Million Partien Schafkopf gespielt. Der weitere Ausbau von “Sauspiel” steht bereits auf der Agenda der vier Gründer. Unter anderem soll es die Möglichkeit geben, um Geld zu spielen.

Artikel zum Thema
* eWave macht aus Handybesitzern Spieler
* PlayMyGame personalisiert Spiele

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.