Das Bietergefecht um den Mikroblogging-Dienst “texteln.de” blieb aus. Gerade einmal drei Gebote wurden bis zum Ende der Auktion abgegeben. Den Zuschlag erhielt für 11.161 Euro die S² Media GmbH & Co. KG, eine Online-Marketingagentur aus Aaachen. Vor knapp 14 Tagen ging der Konkurrent “dukudu” für 43.208 Euro über den Tisch (”deutsche-startups.de” berichtete).
“Das Team um ‘texteln.de’ bleibt vorerst weiterhin im Boot”, sagt Tobias Tadysiak vom “texteln.de”-Betreiber thingamajig studios gegenüber “deutsche-startups.de”. Mitgeboten um “texteln.de” hatte auch ekaabo. “Bis zwei Minuten vor Ende der Auktion dachten ich noch ‘das geht an uns’, leider kam dann der große Unbekannte und hat zugeschlagen”, heißt es im Blog.
“texteln”.de erblickte erst im April dieses Jahres das Licht der Internet-Welt. Die Gründe für den Verkauf sind finanzieller Natur. “Uns fehlt das passende Budget für ein Projekt von dieser Größe. Finanziell gesehen haben wir uns diesbezüglich übernommen und salopp gesagt einfach mal darauf verlassen, dass sich schon ein Weg finden wird”, teilte der “texteln.de”-Betreiber thingamajig studios vor dem Start der Auktion mit.
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Kommentare
Ich glaube damit ist mit keinem “Wir-versteigern-unser-Startup”-Hype mehr zu rechnen ;-)
Heftig finde ich das Zitat “…haben wir uns diesbezüglich übernommen und salopp gesagt einfach mal darauf verlassen, dass sich schon ein Weg finden wird…”. Selbst wenn in der Web 2.0-Szene vieles als “Spaß” empfunden wird, einen Plan sollte man haben. Ob der so 1:1 umgesetzt werden kann bzw. wird oder modifiziert werden muß steht immer auf einem anderen Blatt, aber einfach mal anzufangen ist sicherlich eine falsche Interpretation des american way of “do it”.
Kommentar von Tim 09. Juli 2007 @ 16:23Die beste Einstellung und das Ausleben des sog. “american way of ‘do it’” bringen nichts, wenn kein fundiertes und durchdachtes Geschäftssystem hinter der Idee steht. Wie gesagt wird sich der “Markt” mit Twitter-Klonen konsolidieren müssen; Ebay scheint als Exit-Strategie nur beim Vorreiter aufgegangen zu sein…
Qualität ist eben immer noch die Grundlage für jeden geschäftlichen Erfolg und das ist auch gut so!
Kommentar von Martin Randelhoff 09. Juli 2007 @ 16:50Konzentrieren wir uns wieder auf unser Geschäft.
Kommentar von Coskun 09. Juli 2007 @ 20:36Irgendwie wars klar das beim zweiten Mal kein so hoher Verkaufspreis mehr erzielt wird. Interessant ist so ein Exit nur einmal.
Kommentar von Benjamin 09. Juli 2007 @ 23:02Interessant zu sehen wie das inhaltlich total andere Ende des Internets sich mit web2.0 beschäftigen wird. kein web2.0 Dienst würde vermutlich jemals mit layern arbeiten wollen, bzw. dieses Thema verdammen. Allerdings wissen die Jungs wie man im Internet Geld verdient, was auf web2.0-Gründer ja zu 90% nicht zutrifft. Das war für layer-ads sicherlich nur Portokasse. Mal sehen wann die ersten Erotik/Poker etc.-anbieter in die Thematik einsteigen.
Kommentar von Wigger 10. Juli 2007 @ 08:33Bin gespannt was Jens und co. daraus macht. Sicher interessant weiter zu verfolgen.
Grüße
Kommentar von junikus 12. Juli 2007 @ 13:14Jens