#Gastbeitrag 4 Tipps für das Managen von Mitarbeitern im Home Office

Nicht für alle Arbeitnehmer ist das Arbeiten am heimischen Schreibtisch geübte Realität. Und auch viele Arbeitgeber zeigen sich besorgt und unsicher, insbesondere was die Produktivität ihrer Mitarbeiter im Homeoffice betrifft.
4 Tipps für das Managen von Mitarbeitern im Home Office

Deutschland befindet sich im Homeoffice. Wo immer es möglich ist, schaffen Unternehmen jetzt die Voraussetzungen für Remote Work und schicken ihre Mitarbeiter ins Homeoffice. So tragen sie dazu bei, die Ausbreitung des Covid-19 Virus in Deutschland zu verlangsamen und gleichzeitig ihre Mitarbeiter vor den Gefahren einer Ansteckung zu schützen.

Nicht für alle Arbeitnehmer ist das Arbeiten am heimischen Schreibtisch geübte Realität. Und auch viele Arbeitgeber zeigen sich besorgt und unsicher, insbesondere was die Produktivität ihrer Mitarbeiter im Homeoffice betrifft. Um ein reibungsloses Arbeiten im heimischen Büro sicherzustellen, sollten Unternehmen jetzt ihre Manager und Teamleiter darauf vorbereiten, wie sie ihre Mitarbeiter und Teams aus der Ferne erfolgreich managen können. Folgende Expertentipps helfen, Mitarbeiter und Teams aus der Ferne erfolgreich zu managen:

Ergebnisorientiertes statt verhaltensorientiertes Management 

Im Alltag erfordert der Umgang mit Mitarbeitern im Homeoffice einen anderen Führungsstil – nämlich einen Wechsel von der verhaltensbasierten zu einer ergebnisorientierten Denkweise. Anstatt die Leistung nur danach zu beurteilen, welche Aufgaben ein Mitarbeiter erledigt, sollten Manager die eigentlichen Erfolge bzw. andere mögliche Ergebnisfaktoren berücksichtigen. Darüber hinaus ist es wichtig, ein Umfeld gegenseitigen Vertrauens zu schaffen.

Alternativen der persönlichen Kommunikation

Flexibles Arbeiten kann eine Herausforderung in der Kommunikation sein. Mitunter fühlen sich Mitarbeiter möglicherweise weniger verbunden und das Zugehörigkeitsgefühl leidet. Neben bestimmten festgelegten Terminen, an denen das Team zusammenkommen soll, empfehlen sich auch alternative Instrumente wie Videobesprechungen über Skype oder Nachrichtenaustausch über WhatsApp, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten und zu fördern.

Es ist ganz wichtig, sich auch in Zeiten des Homeoffices Zeit zu nehmen, solche Online-Gespräche von Angesicht zu Angesicht zu führen. Wenn sich Vorgesetzte für den persönlichen Austausch keine Zeit nehmen, kann das unter Umständen dazu führen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit weniger ernst nehmen und die Motivation leidet. Manager und Teamleiter sollten sich also die Zeit nehmen, über Videobesprechungen für ihre Mitarbeiter da zu sein und sie im Tagesgeschäft zu unterstützen. Damit erhöhen sie gleichzeitig die Produktivität jedes Einzelnen.

Eine Kultur der Offenheit und der Flexibilität schaffen

Unternehmen sollten ein Umfeld schaffen, in dem die Mitarbeiter sich durch flexible Arbeitsregelungen nicht benachteiligt oder ausgegrenzt fühlen. Gerade neue Mitarbeiter haben vielleicht Schwierigkeiten sich einzuarbeiten, wenn sie auf sich allein gestellt und ihre Manager oder die Kollegen nicht da sind. Es ist wichtig, flexible Arbeitsvereinbarungen transparent mit allen Teammitgliedern zu besprechen, um sicherzustellen, dass alle gleichbehandelt werden und jeder weiß, was er zu tun hat.

Vorsicht: Burnout!

Durch die Verwendung mobiler Geräte verschwimmt oftmals die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben. Managern wird empfohlen zu überprüfen, ob Mitarbeiter an anderen Standorten nicht übermäßig viel arbeiten, um ein zu hohes Stressniveau und das Risiko eines Burnouts zu umgehen. Anzeichen, auf die man achten sollte, sind zum Beispiel eine verringerte Produktivität bzw. weniger Output. Der Mitarbeiter zieht sich untypischerweise zurück, sucht weniger den Kontakt zu Vorgesetzten und Kollegen oder entwickelt ein erhöhtes Maß an Zynismus.

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Über den Autor
Thomas Hartenfels arbeitet für Robert Walters, eine Personalberatungen spezialisiert auf die Besetzung von Fach- und Führungskräften auf allen Managementebenen. Robert Walters wurde im Jahr 1985 gegründet und ist heute in 31 Ländern vertreten.