#Zahlencheck nebenan.de kommt bisher auf 12,6 Millionen Verlust

Der Aufbau von nebenan.de kostete 2018 stattliche 6,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag). Insgesamt kostete der Aufbau des Startups seit dem Start bereits 12,6 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben verfügt das Nachbarschaftsnetzwerk in Deutschland derzeit über rund 1,3 Millionen aktive Nutzer.
nebenan.de kommt bisher auf 12,6 Millionen Verlust

Seit 2015 versucht das Berliner Startup nebenan.de die Nachbarn im Lande zu vernetzen. Bis Ende 2018 flossen bereits 24,4 Millionen Euro in das Startup, das von Christian Vollmann (eDarling, myVideo und Co.) sowie Till Behnke (betterplace) gegründet wurde. Zu den Investoren von nebenan.de, das hierzulande den amerikanischen Wettbewerber nextdoor bisher schlagen konnte, unter anderem das Medienhaus Burda, Lakestar, Deutsche Tele Medien, NWZ Digital und pd ventures.

Nach eigenen Angaben verfügt das Nachbarschaftsnetzwerk in Deutschland derzeit über rund 1,3 Millionen aktive Nutzer. “Über die kostenlose, lokale Plattform können sich Nachbarn unkompliziert kennenlernen, helfen, zu Aktivitäten verabreden, Dinge teilen und verschenken. Nur verifizierte Nachbarn haben Zugang zu nebenan.de”, teilt das Startup in eigener Sache mit. Wobei das Social Network für Nachbarn zuletzt nur langsam wuchs: Mitte Oktober 2018 verkündete das Startup bereits 1 Million aktive Nutzer in Deutschland.

Der Aufbau von nebenan.de kostete 2018 stattliche 6,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag). Im Jahr zuvor waren es nur 4,2 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau des Startups seit dem Start bereits 12,6 Millionen Euro. Wobei fast die Hälfte des Verlustes auf 2018 entfällt. Das Netzwerk ist somit im Grunde gerade erst in Fahrt gekommen.

Umsatzzahlen der kleinen Kapitalgesellschaft sind nicht bekannt. In Sachen Geschäftsmodell verweisen die Hauptstädter auf “freiwillige Förderbeiträge” sowie die “Einbindung” von lokalem Gewerbe sowie von Städten und Gemeinden. 2018 wirkten durchschnittlich 114 Mitarbeiter für nebenan.de. Im Jahr zuvor waren es nur 88. 2016 nur 31. nebenan.de zeigt sich somit in aktuellen Jahresabschluss als schnell wachsendes Unternehmen. Selbst bei gleichbleibenden Verlusten verfügt das Startup auch noch jetzt noch über eine ordentliche Kapitalausstattung.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2018
* Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.
* Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 114,0.

nebenan.de im Zahlencheck

2018: 6,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2017: 4,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 2,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 132.965 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.