#Interview “Wir haben unsere gesetzte Wachstumsmarke von 100 % erreicht”

Das deutsch-britische Startup SumUp gehört zu den FinTech-Superstars des Lande. Erst jetzt, nachdem Bain Capital Credit, Goldman Sachs Private Capital, HPS Investment Partners und TPG Sixth Street Partners im Sommer  330 Millionen Euro in das […]
“Wir haben unsere gesetzte Wachstumsmarke von 100 % erreicht”

Das deutsch-britische Startup SumUp gehört zu den FinTech-Superstars des Lande. Erst jetzt, nachdem Bain Capital Credit, Goldman Sachs Private Capital, HPS Investment Partners und TPG Sixth Street Partners im Sommer  330 Millionen Euro in das Unternehmen investiert haben. “2019 war ein sehr erfolgreiches Jahr für SumUp. Wir konnten durch zahlreiche Initiativen unser Wachstum auch in diesem Jahr weiter vorantreiben und zählen mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Händler zu unserem Kundenstamm”, sagt Marc-Alexander Christ, Gründer von SumUp. Im Interview mit deutsche-startups.de blickt der SumUp-Macher nun einmal ausführlich auf das fast abgelaufene Jahr zurück.

2019 ist fast rum. Was war das Highlight in diesem Jahr bei SumUp?
2019 war ein sehr erfolgreiches Jahr für SumUp. Wir konnten durch zahlreiche Initiativen unser Wachstum auch in diesem Jahr weiter vorantreiben und zählen mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Händler zu unserem Kundenstamm. Mit der Akquisition von Shoplo, einem Multichannel-E-Commerce-Unternehmen, konnten wir unser Produktportfolio erweitern, um so zukünftig SumUp-Händlern Zugang zu ihrem eigenen Online-Shop und verschiedenen Online-Marktplätzen zu ermöglichen. Im Sommer haben wir außerdem eine beachtliche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Durch weitere Kooperationen, wie zum Beispiel mit Mastercard, der Starling Bank oder Penta, einer digitalen Plattform für Business Banking, konnten wir in weitere Märkte vordringen und noch mehr kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, die Digitalisierung ihres Endkundengeschäfts weiter voranzutreiben und ihren Kunden das Bezahlerlebnis so bequem wie möglich zu machen. Das SumUp-Team hat sich ebenfalls vergrößert und besteht mittlerweile aus über 1.500 Mitarbeitern weltweit.

Habt ihr 2019 alle Eure Ziele erreicht?
Insgesamt blicken wir auf ein sehr spannendes Jahr zurück. Die letzten Monate waren geprägt von einem starken Wachstum auf ganzer Linie. Unsere Ziele sind generell sehr ambitioniert, weshalb wir besonders stolz darauf sind, auch in diesem Jahr unsere gesetzte Wachstumsmarke von 100 % erreicht zu haben.

Was lief 2019 bei euch nicht rund?
Eine stetige Herausforderung gerade im Zahlungsgeschäft sind natürlich technische Entwicklungen im Markt sowie sich ändernde Marktbedingungen und Regulierungen. Mit PSD2 beispielsweise kam nicht nur ein Thema auf, was große Chancen bietet, sondern gleichzeitig auch eine enorme Herausforderung für Banken und Payment-Anbieter in Europa darstellt. Die neue Regulierung war und ist in ihrer Umsetzung sehr komplex. Das schlägt sich sowohl in der Technologieentwicklung als auch Compliance Nachweisen und zusätzlichen administrativen Aufgaben nieder. Trotz allem sind wir sehr gut vorbereitet und haben uns auf die neuen Bedingungen eingestellt, werden uns damit allerdings auch 2020 weiter beschäftigen.

Welches Projekt steht bei euch für 2020 ganz oben auf der Agenda?
Wir wollen unsere Produkte noch weiter auf die Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden, sei es hinsichtlich des Handlings vor Ort, mehr Support beim Backoffice oder zusätzliche digitale Lösungen, die ihnen helfen, ihr Geschäft noch erfolgreicher zu gestalten – sozusagen eine Rundumsorgloslösung für kleine Händler. Dafür wollen wir auch weiterhin in neue Märkte investieren, um noch mehr Händler zu erreichen und gleichzeitig an neuen Produkt sowie der Integration von weiteren Zahlungsservices arbeiten.

Was hast Du Dir persönlich für 2020 vorgenommen?
So gern ich auch arbeite, ganz oben auf meiner persönlichen Liste für 2020 steht eine bessere Work-Life-Balance. In den kommenden Monaten möchte ich weniger geschäftlich reisen und dafür mehr Zeit mit Freunden und der Familie verbringen.

Auf welches Startup sollten wir – deiner Meinung nach – 2020 ganz besonders achten?
Für mich ist besonders interessant, was sich aktuell im Startup-Bereich hinsichtlich Nachhaltigkeit und Social Impact tut. Share zum Beispiel werde ich in diesem Zusammenhang sicherlich 2020 im Auge behalten. Aber auch die Abfrage von Mitarbeiter-Engagement wie sie Peakon bietet, hat für mich großes Potential und ist für SumUp besonders spannend, da wir hier sehr viel Wert auf großartige Arbeitsbedingungen und Teamspirit legen.

 

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.