#Zahlencheck Lemoncat: 2,8 Millionen Euro Verlust im ersten Jahr

Der Aufbau von Lemoncat kostete bisher gerade einmal 3,6 Millionen Euro. Momentan wirkten rund 40 Mitarbeiter bei Lemoncat, das längst mehr als ein simpler Marktplatz ist. Mit Caterdesk haben die Hauptstädter inzwischen auch eine SaaS-Lösung für Caterer im Angebot.
Lemoncat: 2,8 Millionen Euro Verlust im ersten Jahr

Millionenschwere Investoren wie Northzone, Rocket Internet, Point Nine Capital und Target Global investierten in den vergangenen Jahren in das Berliner Catering-Startup Lemoncat, das von Doreen Huber, ehemals Delivery Hero und Springstar, gegründet wurde. Über die Plattform können Geschäftskunden ihr Wunschcatering direkt buchen und bezahlen. Zu den Wettbewerbern der Jungfirma gehören unter anderem Caterwings (hier ist ebenfalls Rocket an Bord) und heycater, das von Atlantic Food Labs unterstützt wird.

Bis Ende 2017 sind 7,5 Millionen Euro in Lemoncat geflossen (Kapitalrücklage), das 2016 gegründet wurde. Wobei die Jungfirma bei der letzten Investmentrunde Mitte 2017 verkündet hatte, dass insgesamt bereits 9 Millionen in Unternehmen investiert worden seien. Im Jahresabschluss für 2017 ist diese Gesamtinvestmentsumme aber noch nicht zu sehen. Und die Kapitalrücklage vor der 6 Millionenrunde lag bei rund 1,5 Millionen Euro. Sichtbar ist dagegen ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 2,8 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Lemoncat bisher rund 3,6 Millionen.

Momentan wirkten rund 40 Mitarbeiter bei Lemoncat, das längst mehr als ein simpler Marktplatz ist. Mit Caterdesk haben die Hauptstädter inzwischen auch eine SaaS-Lösung für Caterer im Angebot. Über die Software können Caterer ihre Anfragen erfassen, Angebote mit wenigen Klicks erstellen und Kunden schicken. Zudem verspricht das Startup seinen Kunden “umfangreiche Auswertungen und Analysen”. Die Software kostet in der Standard-Version 149 Euro pro Monat.

Lemoncat im Zahlencheck

2017: 2,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 789.481 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Lemoncat

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.