#Zahlencheck eGym legt detaillierte Zahlen vor! Umsatz: 41,1 Millionen – Verlust: 10,7 Millionen

Das Münchner Unternehmen eGym legt erstmals einen Konzernabschluss vor. Der Umsatz von eGym stieg auf 41,1 Millionen Euro. Unter dem Strich sind die Zahlen der fitten Firma aber weiter tief rot. 2017 lag der Jahresfehlbetrag bei stattlichen 10,7 Millionen Euro.
eGym legt detaillierte Zahlen vor! Umsatz: 41,1 Millionen – Verlust: 10,7 Millionen

Seit 2010 digitalisiert das Münchner Startup eGym die Fitnesswelt. NGP Capital, Highland Europe, HPE Growth Capital und Bayern Kapital investierten kürzlich weitere 20 Millionen Dollar in das Unternehmen, das von Philipp Roesch-Schlanderer und Florian Sauter gegründet wurde. 2016 sammelte das Startup bereits 45 Millionen Dollar ein. Bis Ende 2017 flossen bereits 52,9 Millionen Euro (Kapitalrücklage) in eGym, das etwa intelligente Fitnessgeräte vertreibt.

Erstmals legt das Unternehmen, das zuletzt 260 Mitarbeiter beschäftigte, nun einen Konzernabschluss vor. Der Umsatz von eGym stieg demnach auf 41,1 Millionen Euro. “Der wichtigste Absatzmarkt für die eGym Unternehmensgruppe war im Jahr 2017 Deutschland mit ca. 75,0 % der Umsatzerlöse”, teilt das Unternehmen dazu mit. Somit ist es kein Wunder, dass das Geld aus der letzten Investmentrunde vor allem in die Expansion fließen soll. Jenseits der deutschen Landesgrenzen dürfte noch viel für eGym zu holen sein.

Unter dem Strich sind die Zahlen von eGym selbstverständlich weiter tief rot. 2017 lag der Jahresfehlbetrag der kleinen eGym-Gruppe bei stattlichen 10,7 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau der Fitnessfirma nun schon rund 31,3 Millionen. Auch in den kommenden Jahren wird eGym sicher weiter massiv rote Zahlen schreiben. Für 2018 rechnet das Unternehmen aber auch weiter mit einem “deutlichen Umsatzwachstum”. “Die Investitionen sollen im Geschäftsjahr 2018 noch einmal gesteigert werden. Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden Cash-Flow und durch die Ende 2017 abgeschlossene Kreditlinie der European Investment Bank”, teilt das Unternehmen mit.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2017
* Das Geschäftsjahr 2017 hat sich für die eGym Unternehmensgruppe sehr positiv entwickelt. Neben einem starken Anstieg des Umsatzes im Jahr 2017, das durch Wachstum in allen Gesellschaften getragen wurde, konnte insbesondere die Auslandsexpansion fortgeführt werden. Das Wachstum lag deutlich über dem Marktdurchschnitt.
* Aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses enthält die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Berichtsjahres keine Vergleichszahlen des Vorjahres.
* Der Personalaufwand stieg aufgrund der beschleunigten Expansion und der damit verbundenen Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr stark an und beträgt TEUR 19.016.
* Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2017 lag bei -TEUR 10.691.
* Die Anzahl der Vollzeitmitarbeiter betrug zum 31. Dezember 2017 260 Angestellte (davon in Deutschland 221 Angestellte, in Europa 36 Angestellte und in den USA 3 Angestellte).
* Im Bereich des Verkaufs von Kraftgeräten ist der bestehende Auftragsbestand der wichtigste Frühindikator für den Umsatz. Der Auftragsbestand konnte 2017 deutlich gesteigert werden, so dass wir davon ausgehen, im Jahr 2018 erneut ein deutliches Umsatzwachstum in der Gruppe erreichen zu können.

eGym im Zahlencheck

2017: 41,1 Millionen Euro (Umsatz); 10,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 12,9 Millionen Euro (Rohergebnis); 4,7 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 8,0 Millionen Euro (Rohergebnis); 3,2 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013: 698.503 Euro (Jahresfehlbetrag)
2012: 1.045.597 Euro (Jahresfehlbetrag)
2011: 512.576 Euro (Jahresfehlbetrag)
2010: 18.575 Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): eGym

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.