#Zahlencheck Rebelle verbrannte bisher schon 14 Millionen Euro

Insgesamt kostete der Aufbau des Secondhand-Marktplatzes Rebelle bis Ende 2017 bereits stattliche 14 Millionen Euro. Die Verluste sind dabei seit nun drei Jahren recht konstant. Was in diesem Fall wohl positiv zu bewerten ist.
Rebelle verbrannte bisher schon 14 Millionen Euro

Seit 2013 verkauft Cécile Wickmann auf Rebelle Designermode. Inzwischen beschäftigt das Hamburger Unternehmen 110 Mitarbeiter. Ad4Ventures, der Venture-Capital-Ableger des italienischen Medienkonzerns Mediaset, investierte zuletzt im Rahmen eines Media-for-Equity-Deals eine Millionensumme in den Secondhand-Marktplatz. Bei Zahlen war das Unternehmen bisher sehr zurückhaltend. Gerade veröffentlichte das Startup aber seinen Jahresabschluss für 2017.

Demnach flossen bis Ende 2017 bereits 17,5 Millionen Euro in Rebelle (Kapitalrücklage). Die kleine Kapitalgesellschaft, die damals durchschnittlich 75 Arbeitnehmer beschäftigte, erwirtschaftete vor zwei Jahren einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,8 Millionen. Im Vorjahr waren es geringfügig weniger, 3,5 Millionen. Insgesamt kostete der Aufbau von Rebelle bis Ende 2017 bereits stattliche 14 Millionen. Die Verluste sind dabei seit nun drei Jahren recht konstant. Was in diesem Fall – bei starker Expansion – wohl positiv zu bewerten ist.

Im Jahresrückblick auf 2018 zeigte sich Mitgründerin Wickmann zufrieden mit den Zahlen. “Wir haben sehr viele unserer strategischen Ziele erreicht und konnten unser Business auch auf operativer Ebene nochmal auf professionellere Beine stellen”, sagt sie. Es lief aber längst nicht alles rund! “Der sehr heiße Sommer hat wie bei vielen anderen Online- und Offline-Retailern zu unterplanmäßigen Umsätzen im Sommer geführt. Das war eine Challenge. Jetzt ziehen diese aber erwartungsgemäß wieder stark an”. Die Umsätze sollten auch weiter anziehen. Sonst reicht das bisher aufgenommene Geld nicht lange.

Rebelle im Zahlencheck

2017: 3,8 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016: 3,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015: 3,6 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014: 2,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)

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Foto (oben): Rebelle

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.