#Jahresrückblick Ein herausforderndes Jahr – mit Entlassungen – endet erfreulich mit einem Millionenexit

"Das erste Quartal war noch turbulent; seitdem sind sowohl Umsatz wie auch Gewinn entsprechend unserer Planungen kontinuierlich gestiegen. Unsere Strategie funktioniert so, wie wir uns das vorgestellt haben", blickt Jens Begemann, Gründer der Spielefirma Wooga, auf das fast vergangene Jahr zurück.
Ein herausforderndes Jahr – mit Entlassungen – endet erfreulich mit einem Millionenexit

Die Berliner Spieleschmiede Wooga gehört seit Anfang Dezember zu Playtika! Der Verkaufspreis soll nach Informationen von deutsche-startups.de bei bis zu 200 Millionen liegen. “So erfreulich das Jahr endet, so herausfordernd hat es angefangen. Im Februar haben wir unsere Strategie geschärft und fokussieren uns seitdem komplett auf sogenannte story-driven Casual Games. Leider mussten wir uns in diesem Zuge von Mitarbeitern trennen – um Wooga wieder auf Wachstumskurs zu bringen”, blickt Gründer Jens Begemann zurück. Im Interview mit deutsche-startups.de blickt der Wooga-Macher einmal ausführlich auf das fast vergangene Jahr zurück.

Das Jahr ist fast rum. Was war das Highlight im Jahre 2018 bei Euch?
Das Jahr insgesamt war sehr intensiv – und endet kurz vor Schluss mit dem klaren Highlight: Dem Verkauf von Wooga an den israelischen Spielehersteller Playtika. Wir sind also nun Teil einer größeren Familie – mit enormen Möglichkeiten. Ich freue mich sehr auf die Integration und das gemeinsame Wachstum.

Habt ihr 2018 ansonsten alle Eure Ziel erreicht?
Ja. Das erste Quartal war noch turbulent; seitdem sind sowohl Umsatz wie auch Gewinn entsprechend unserer Planungen kontinuierlich gestiegen. Unsere Strategie funktioniert so, wie wir uns das vorgestellt haben. Und die Mitarbeiterzufriedenheit, die wir alle vier Wochen messen, ist seit Monaten auf dem höchsten je bei uns gemessenen Stand.

Was lief 2018 bei Euch nicht rund?
So erfreulich das Jahr endet, so herausfordernd hat es angefangen. Im Februar haben wir unsere Strategie geschärft und fokussieren uns seitdem komplett auf sogenannte story-driven Casual Games. Entsprechend haben wir auch unsere interne Organisationsstruktur neu aufgestellt. Leider mussten wir uns in diesem Zuge von Mitarbeitern trennen – um Wooga wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Seitdem zeigen alle Parameter nach oben – aber der Weg dahin war hart.

Welches Projekt steht bei Euch für 2019 ganz oben auf der Agenda?
Weiter das Wachstum unserer Live-Spiele treiben und gleichzeitig die Zukunft gestalten, also die richtige Balance halten zwischen der Optimierung laufender und der Entwicklung neuer Spiele.

Was hast Du Dir persönlich für 2019 vorgenommen?
Ich möchte im nächsten Jahr die Stärken von Wooga ausbauen und durch Playtikas Expertise im Live-Betrieb von Spielen, im Performance Marketing und in künstlicher Intelligenz unseren Umsatz und Nutzerzahlen weiter steigern.

Auf welches Startup sollten wir – Deiner Meinung nach – 2019 ganz besonders achten?
Ich beobachte Contentful sehr genau. Einer der Gründer, Paolo Negri, ist ein ehemaliger Wooga-Mitarbeiter und der CMO, Chris Schagen, hat uns in der Anfangszeit unterstützt.

 

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.