#Zahlencheck Seit 2011 steigt der myToys-Umsatz von 240 auf 421 Millionen – Verlust summiert sich auf 170 Millionen

Im Geschäftsjahr 2017/2018 (März bis Ende Februar) erwirtschaftete myToys, das zur Otto-Gruppe gehört, einen Umsatz in Höhe von 421,5 Millionen Euro. Wobei der Umsatz im Jahr zuvor bei 399,6 Millionen lag. Das Wachstum lag somit zuletzt gerade einmal bei 5,5 %.
Seit 2011 steigt der myToys-Umsatz von 240 auf 421 Millionen – Verlust summiert sich auf 170 Millionen

Die Berliner myToys-Gruppe, zu der neben myToys auch mirapodo, ambellis und yomonda gehören, ist eines der ganz großen Digitalunternehmen Berlins. Mehr als 800 Mitarbeiter wirkten zuletzt für das Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2017/2018 (März bis Ende Februar) erwirtschaftete das Unternehmen (ohne den Ableger Limango) einen Umsatz in Höhe von 421,5 Millionen Euro. Lakonisch heißt es dazu im Jahresabschluss: “Wie schon in den vorangegangenen Jahren, waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bei myToys keine außergewöhnlichen Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr lief insgesamt durchweg positiv und führte zu einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses”. Wobei der Umsatz im Jahr zuvor bei 399,6 Millionen lag. Das Wachstum lag somit zuletzt gerade einmal bei 5,5 %.

Unter dem Strich sah es bei myToys, das zur Otto-Gruppe gehört, Ende Februar dieses Jahres aber deutlich besser aus, als im Jahr zuvor! “Mit einem Jahresergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR -26,3 Mio fällt das Ergebnis im Geschäftsjahr bedeutend besser aus als im Vorjahr (EUR -39,5 Mio)”, heißt es dazu im Geschäftsbericht. Insgesamt schriebt das Unternehmen nun schon seit etlichen Jahren heftige Verluste. Insgesamt über 170 Millionen seit dem Geschäftsjahr 2011/12. In dieser Zeit konnte die kleine Firmengruppe ihren Umsatz aber auch von 240,6 auf zuletzt 421,5 Millionen steigern. Zumindest aber hat das Unternehmen 2009/10 bereits einmal bewiesen, dass es möglich ist satte Gewinne (10 Millionen) einzufahren.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das myToys-Team wieder nur mit einer “moderaten Steigerung des Umsatz” Die Berliner, die inzwischen auch 17 stationäre Ladengeschäfte betreiben, rechnen aber mit einer “deutlichen Verbesserung des Ergebnisses”. Auch künftig will sich das Unternehmen, das seit 1999 unterwegs ist, weiter als “Spezialist für die junge Familie” positionieren.

Im Geschäftsjahr 2018/19 plant myToys, an der bestehenden Strategie festzuhalten und die Marktposition als führender eCommerce auszubauen. Hiermit verbunden geht die Geschäftsführung von einer moderaten Steigerung des Umsatzes bei aus.

Und wie sieht es beim Ableger limango, einen Shoppingclub für Familien aus? 2016 (1. Januar bis 31. Dezember 2016) lag der Umsatz bei 151,1 Millionen. Im Jahr zuvor bei 128,1 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern lag bei -5,6 Millionen bzw. -2,7 Millionen. “Das Geschäftsjahr lief insgesamt durchweg positiv. Durch ein deutliches Umsatzwachstum konnten sowohl im deutschen, österreichischen als auch im niederländischen Markt Marktanteile hinzugewonnen werden. Der Markteintritt in Frankreich gestaltet sich in den ersten Monaten ebenfalls durchweg positiv”, heißt es im Jahresabschluss für 2016. Neue Zahlen liegen für limango noch nicht vor. Die Otto Group teilte aber bereits mit, dass der Umsatz 2017 bei 188 Millionen gelegen hat.

Fakten aus dem Jahresabschluss 2017/18
* Wie schon in den vorangegangenen Jahren, waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bei myToys keine außergewöhnlichen Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr lief insgesamt durchweg positiv und führte zu einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses.
* Im Laufe des Geschäftsjahres hat sich die SevenVentures GmbH im Rahmen einer sogenannten Media-for-Equity Beteiligung an der Gesellschaft beteiligt.
* Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2017/18 erreichten EUR 421,5 Mio (i. Vj. EUR 399,6 Mio). Die Gesellschaft konnte somit ein Umsatzwachstum von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr erzielen. Die positive Umsatzentwicklung wird von allen strategischen Geschäftsfeldern getragen, wobei der deutsche Onlinebereich weiterhin den größten Umsatzanteil stellt.
* Mit einem Jahresergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR -26,3 Mio fällt das Ergebnis im Geschäftsjahr bedeutend besser aus als im Vorjahr (EUR -39,5 Mio). Enthalten sind hierin Zinsaufwände an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 13,1 Mio (i. Vj. EUR 16,7 Mio), die zur Bedienung
* Per 28. Februar 2018 waren 816 Festangestellte und 80 Aushilfen bzw. Studenten beschäftigt.

myToys im Zahlencheck

2017/18: 421,5 Millionen Euro (Umsatz); 26,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2016/17: 399,6 Millionen Euro (Umsatz); 39,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2015/16: 367,6 Millionen Euro (Umsatz); 36,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2014/15: 321,3 Millionen Euro (Umsatz); 43,3 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2013/14: 295,1 Millionen Euro (Umsatz); 16,4 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2012/13: 273,4 Millionen Euro (Umsatz); 1,1 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2011/12: 240,6 Millionen Euro (Umsatz); 10,5 Millionen Euro (Jahresfehlbetrag)
2010/11: 192,6 Millionen Euro (Umsatz); 1,7 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2009/10: 158,8 Millionen Euro (Umsatz); 10,0 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2008/09: 113,98 Millionen Euro (Umsatz); 6,1 Millionen Euro (Jahresüberschuss)
2007/08: 83,7 Millionen Euro (Umsatz); 2,6 Millionen Euro (Jahresüberschuss)

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Foto (oben): myToys

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.